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Jens Keller: „Ich bin wahnsinnig stolz. Das war unglaublich gegen so eine Mannschaft und bei den Problemen, die wir haben.“

Datum: 17.09.2014         

Champions League Gruppenphase: FC Chelsea London – FC Schalke 04

Jens Keller, Trainer des FC Schalke 04, nach dem tollen Auftritt seiner Mannschaft im ersten Gruppenspiel an der Stanford – Bridge gegen den FC Chelsea London. Jens Keller: „Ich bin wahnsinnig stolz. Das war unglaublich gegen so eine Mannschaft und bei den Problemen, die wir haben.“

Wichtiger Punktgewinn

Die Gastgeber kamen mit viel Tempo und Elan aus der Kabine und setzten die Gäste aus Gelsenkirchen schon früh unter Druck. Hingegen der FC Schalke 04 war auf die Sicherheit und Staffelung der eigenen Defensive bedacht.

Dennoch gingen die Blues früh in diesem Spiel in Führung. Bereits in der 10. Spielminute war es Cesc Fabregas, welcher nach einem tollen Doppelpass mit Eden Hazard frei vor Schalkes Schlussmann, Ralf Fährmann, nur noch einzuschieben brauchte.

In den Folgeminuten war es den „Knappen“ anzumerken, dass sie den frühen Rückstand zunächst verdauen mussten. So war es der FC Chelsea, welcher immer wieder, insbesondere über die linke Angriffsseite und Hazard, gefährlich in den Strafraum von Fährmann eindrang.

Die Initialzündung gab Schalkes Sam, welcher mit einem Distanzschuss den Rückhalt der Blues das erste Mal prüfte. In der Folge dessen kamen die Gäste besser ins Spiel, weil der Gastgeber schlechter verteidigte und so mehr Räume zum Spielen gewährte.

Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten fanden die Londoner eher sporadisch den Weg nach vorn, blieben aber weiterhin extrem gefährlich. Auf Seiten der Schalker waren es Draxler und Boateng, welche gute Chancen auf den Ausgleich nur denkbar knapp vergaben.

Zurück aus den Kabinen zeigten sich die Hausherren erneut sehr dominant. In der 49. Und 60. Spielminute war es Didier Drogba, welcher es mit seinen guten Möglichkeiten verpasste, das Ergebnis zu erhöhen und so das Spiel bereits in eine entscheidende Richtung zu lenken.

Dieser schlechte Umgang mit Chancen sollte sich nur wenige Augenblicke später rächen. Nach Huntelaars Balleroberung in der eigenen Hälfte und der Kombination mit Draxler war der Niederländer plötzlich in gefährlicher Schussposition vor dem Tor der Blues.

Diese Position nutzte der Top Torjäger der Gelsenkirchener und egalisierte mit seinem platzierten Schuss die Führung der Gastgeber (62.).

Nach einigen Minuten der Sammlung und neuer Konzentration durch die Blues, setzten diese zu einer Schlussoffensive an.

Doch in den verbleibenden 20 Minuten kämpften die Schalker aufopferungsvoll und hatten zu dem etwas Glück, dass die Londoner ihre Chancen durch Remy (76.), Hazard (83.) und Terry (90.) nicht nutzten.  So blieb es bei dem zufriedenstellenden Unentschieden zwischen dem FC Chelsea und Schalke 04.

Zufriedener Trainer

Jens Keller, der Trainer der Schalker, zeigt sich über dieses Spiel und vor allem über das Ergebnis sehr erfreut. In dem Interview nach dem Spiel lobt er die Moral und Einstellung seiner Mannschaft und freut sich über den Punktgewinn.

Anlass zu dieser großen Freude über einen Punkt gibt die gesamte Situation. Wie es Keller bereits anspricht haben es die Schalker geschafft einer der reichsten und international top besetzten Mannschaften ein Unentschieden vor deren heimischen Publikum zu entführen.

Hinzukommend zeigt sich noch die aktuelle Verletztenliste der „Knappen“. Gleich mehrere Stammspieler, rund um Kapitän Benedikt Höwedes, fallen aus.

Umso höher ist dieser Punktgewinn und Erfolg auswärts in London anzuerkennen. Genau dies spricht Jens Keller hier an und lobt somit sein Team.

Autor: Tom Wolny

Stetua Bukarest – FC Schalke 04

Datum: 26.11.2013
Rückspiel Champions League Gruppenphase (E): Stetua Bukarest – FC Schalke 04

Horst Heldt: „Das Ergebnis ist zweitrangig, weil wir sowieso ein Endspiel gegen den FC Basel gehabt hätten.“
Schalkes Manager Horst Heldt, nach dem dem 0:0 Unentschieden in Bukarest gegen Stetua. Horst Heldt: „Das Ergebnis ist zweitrangig, weil wir sowieso ein Endspiel gegen den FC Basel gehabt hätten.“

Überschaubares Stückwerk bringt keinen Erfolg

Nach einem enttäuschenden 0:0, gegen den viertplatzierten der Gruppe, scheinen die Verantwortlichen der Königsblauen um keine Ausrede verlegen zu sein, um der Mannschaft den Rücken zu stärken.

Über weiter Strecken des Spiels erschien der Gast aus Schalke unauffällig, schwach und, keines Wegs dem Winter von Bukarest geschuldet, blass. Der Bundesligist aus dem Ruhrpott agierte mit viel Stückwerk und dem Fehlen einer klaren Linie im Spiel. Es fehlte zu meist an Kreativität und Ideen, um den Gastgebern wirklich gefährlich zu werden. Im gesamten Spielverlauf zeigten sich die Königsblauen zwar überlegener, aber trotzdem behielt der Gastgeber aus Bukarest die Oberhand in Sachen Gefährlichkeit. Stetua erarbeitete sich mehr zwingende Chancen, scheiterten letztendlich jedoch an der Verwertung dieser.

Halbzeit eins der Begegnung bot ein mäßiges und somit überschaubares Tempo. Zu Beginn der Partie spielte sich das gesamte Spielgeschehen nur im Mittelfeld ab. Bukarest versuchte, vor heimischem Publikum, über Kurzpassspiel die abwartenden und passiven Schalker in Verlegenheit zu bringen. Doch hierbei verschob die Mannschaft von Trainer Jens Keller gekonnt und verdichtete somit die torgefährliche Zone – Chancen blieben Mangelware.

Im weiteren Verlauf des Spiels fand der S04 besser ins Spiel und übernahm das Geschehen sichtlich. Der Ball lief nun gut in den eigenen Reihen, wobei man Konsequenz und Zielgerichtetheit vermissen ließ.

Der zweite Durchgang brachte zunächst das gleiche Bild. Schalke 04 dominierte den ersten Teil der Halbzeit. Mit zunehmendem Spielverlauf erkämpfte sich Stetua Bukarest die Überlegenheit zurück, fand jedoch kein Mittel Ralf Fährmann im Tor der Gäste, welcher mit zwei Glanzparaden die Null hielt, zu überwinden.

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass die Null auf Seiten der Schalker gehalten wurde, negativer Beigeschmack jedoch ist, dass diese sowie Hinten als auch Vorn steht.

Held als erneuter Krisenmanager

Ist es wirklich sinnvoll nach einem enttäuschenden Auftritt gegen den vermeintlich schwächsten Gegner der Gruppe mit einer solchen Gleichgültigkeit nach dem Spiel aufzutreten? Bewegt sich ein Manager eines Vereins mit solchen Ansprüchen dabei nicht auf dünnem Eis? Dies wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen, doch fest steht, dass Horst Heldt wieder einmal als Krisenmanager auf Schalke fungieren muss.

Natürlich lastet nun mehr enormer Druck auf dem Trainer und seiner Mannschaft, die vor den Wochen der Wahrheit stehen – in der Bundesliga kriselt der Klub und im internationalen Geschehen muss man um das Weiterkommen zittern.

Doch sollte Horst Heldt mit derartigen Aussagen zu einem Spiel innehalten, da es trotz der sich nicht ändernden Situation für Schalke wichtig gewesen wäre, in Bukarest zu gewinnen. Druck von der Mannschaft nehmen, diese entlasten und schützen, hin oder her, Fans eines Vereins wie dem FC Schalke 04 erwarten immer 120% von ihren Spielern und können derartige Aussagen einer Führungskraft schnell falsch einordnen und interpretieren.

Nun muss die Mannschaft, am 11.12.13, im letzten Gruppenspiel zu Hause gegen den FC Basel wahre Größe demonstrieren und ihre Stärke unter Beweis stellen.

Autor: Tom Wolny