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Jens Keller: „Wenn man als 30-jähriger Weltklassestürmer schon vier Gelbe Karten hat und dann auf den Zaun springt, kann man sich als Trainer schon mal ärgern.“

Datum: 03.05.2014

33. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Schalke 04

Der Trainer des FC Schalke 04, Jens Keller, im Interview nach dem Spiel zur anstehenden Gelbsperre seines Toptorjägers Klaas-Jan Huntelaar. Jens Keller: „Wenn man als 30-jähriger Weltklassestürmer schon vier Gelbe Karten hat und dann auf den Zaun springt, kann man sich als Trainer schon mal ärgern.“

Ungefährdeter Auswärtserfolg

Die Partie begann mit zwei unterschiedlichen Devisen. Auf der einen Seite bemühten sich die Gäste aus Gelsenkirchen um sofortigen Ballbesitz und klare Überlegenheit. Auf der anderen Seite versuchten die Gastgeber aus dem Breisgau zunächst ihre Defensive zu stabilisieren und ließen den S04 kommen.

Diese Taktik sollte sich jedoch schon nach wenigen Minuten rächen. Erst scheiterte Boateng an Freiburgs Schlussmann, Oliver Baumann. Kurze Zeit später machte es Schalkes Jungprofi, Ayhan, besser und schlenzte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zur frühen Gästeführung (13.).

Das zeitige Gegentor weckte den Sportclub scheinbar auf. Dieser versuchte nun selbst die Initiative zu übernehmen und wurde zunehmend gefährlicher.

Innerhalb von vier Minuten vergaben Guedé (30.) und Mehmedi (34.) die besten Chancen der Freiburger zum Ausgleichstor.

Die Gäste aus dem Ruhrpott suchten ihre Chance mehr und mehr über Fernschüsse, die jedoch auch keinen Erfolg brachten.

In den letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff ging die Partie munter hin und her ohne, dass sich eines der beiden Teams mit einem Torerfolg belohnte.

Der FC Schalke 04 kam entschlossen aus der Kabine und versuchte sofort schnell das zweite Tor zu erzielen. Der Sportclub aus Freiburg kam mit dieser Einstellung der Gäste nicht klar und musste zu sehen, wie sich der S04 Chance um Chance erarbeitete – doch Goretzka (57.), Huntelaar (59.) und auch Julian Draxler (61.) vergaben ihre Möglichkeiten die Partie vielleicht schon zu entscheiden.

In der 65. Spielminute wurden die Bemühungen der Gäste belohnt. Nach einem tollen Solo von Huntelaar durch das gesamte Freiburger Mittelfeld, schloss der Stürmer letztendlich ab und erzielte, durch das Abfälschen des Balles durch Freiburgs Ginter, die verdiente 2:0 Führung.

Die Partie nahm noch einmal fahrt auf als Felipe Santana auf Seiten der Schalker die verdiente Ampelkarte sah (73.).

Doch Freiburgs Offensive fand kein wirkliches Mittel, die eng gestaffelte Defensive der Schalke zu durchbrechen. Mehr als ein Distanzschuss kamen dabei nicht heraus.

Schalke hingegen verlagerte das eigene Spiel in Unterzahl auf das Kontern, kam aber durch das Auslassen bester Chancen durch Goretzka (85.) und Obasi (90. + 1) zu keinem Torerfolg mehr. So blieb es bei einem verdienten 2:0 Auswärtserfolg der Königsblauen.

Verständlicher Ärger

In der Aussage von Schalkes Trainer, Jens Keller, wird der Ärger über diese Aktion von seinem Topstürmer deutlich.

In dieser Situation äußert sich der Trainer der „Knappen“ noch verhalten über die Dummheit seines eigentlich sehr erfahrenen Kapitäns.

Wie es Jens Keller in diesem Interview direkt nach dem Spiel andeutet, ist es völlig verständlich. Gerade im Kampf um die direkte Champions League Qualifikation am letzten und entscheidenden Spieltag, wäre es eigentlich von Nöten gewesen, den besten Torschützen der Schalker an Bord zu haben.

Doch mit dieser sinnlosen Aktion und dem Wissen der eigenen Karten – Situation hätte Klaas-Jan Huntelaar als erfahrener Bundesligaprofi ein anderes Handeln an den Tag legen müssen.

Somit schadet er dem Team und muss beim Kampf der Schalker um die direkte Qualifikation für die Champions League am kommenden Samstag auf der Tribüne Platz nehmen.

Autor: Tom Wolny