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Thomas Müller: „200 Ballkontakte! Dafür brauche ich eine ganze Saison.”

Datum: 27.09.2014

6. Bundesligaspieltag: 1. FC Köln – FC Bayern München

Thomas Müller, Nationalspieler im Trikot des FC Bayern München, nach dem Spiel gegen den 1. FC Köln über die 206 Ballkontakte von Xabi Alonso. Thomas Müller: „200 Ballkontakte! Dafür brauche ich eine ganze Saison.”

Verdienter FCB – Sieg

Mit dem Anpfiff zu den ersten 45 Minuten dieser Partie machte der deutsche Rekordmeister sofort klar, wer hier Herr im Hause sein wird.

Die Gäste aus München drückten mit Beginn der Begegnung die Gastgeber tief in die eigene Hälfte. Sofort lag eine Hohe Gefahr für das Tor der Kölner in der Luft.

Die Kölner standen vor heimischen Publikum tief und liefen dem Ball nur hinter her. Bei eigenem Ballbesitz suchte man das Heil über lange Bälle auf Ujah. Doch dieser hatte einen schweren Stand allein gegen in Überzahl agierende Bayern – Verteidiger.

So war die Führung der Gäste in der 19. Spielminute vollkommen verdient. Nach einem leichten Ballverlust der Kölner ging es schnell. Rafinha passte auf Müller, welcher nur noch auf den am zweiten Pfosten lauernden Götze querlegte. Dieser hatte leichtes Spiel und markierte den ersten Treffer des Spiels.

Der Rekordmeister war in allen Belangen überlegen und spielte den Gegner an die Wand. In der Offensive glänzten die hochklassigen Einzelspieler und in der Defensive zelebrierte man aggressives Gegenpressing, welches den Gegner keinen Raum zur Entfaltung ließ.

Mit weiteren Torchancen, jedoch keinem Torerfolg gestaltete sich der restliche Verlauf des ersten Durchgangs.

Die zweiten 45 Minuten präsentierten die gleichen Verhältnisse, wie zu vor in der ersten Hälfte. Die Münchner suchten mit viel Ballbesitz und Sicherheit die Lücke in der Kölner Defensive. Phasenweise erinnerte diese Begegnung an ein Handballspiel, da die Bayern die Kugel rings um den Strafraum laufen ließen.

Es dauerte jedoch bis zur 66. Spielminute ehe der amtierende deutsche Meister seine Führung ausbauen konnte – mit Unterstützung der Gastgeber. Nach einer Hereingabe von Mario Götze wurde Daniel Halfar von Alaba der Art bedrängt, dass dieser das Eigentor nicht verhindern konnte.

Der restliche Verlauf dieser Bundesliga – Partie lässt sich schnell analysieren. Weiterhin überlegene und unantastbare Bayern zeigten ein hohes Maß an Souveränität, so dass die Partie keine Spannung mehr erfuhr und es bei einem 2:0 Auswärtserfolg für den FC Bayern blieb.

Alonso knackt Rekordmarke

Kaum drei Wochen agiert der erfahrene Spanier, Xabi Alonso, als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive bei den Münchner Bayern. Doch schon jetzt zeigt er sich als einer der wohl besten Transfers des Vereins. Er fungiert als Denker und Lenker aus dem zentralen Mittelfeld heraus und reist das Spiel förmlich an sich.

Nun knackte Alonso schon den ersten Rekord in der Bundesliga, welchen sein aktuell verletzte Teamkollege, Thiago, im letzten Jahr erst erneuerte.

Mit 206 Ballkontakten in einem Spiel zeigt der Spanier welche Klasse, aber auch welche Funktion er im Team der Münchner einnimmt.

Wie enorm diese Zahl für einen Spieler in der höchsten deutschen Spielklasse ist, beweist die zwar etwas überspitzte und übertreibende Aussage von Thomas Müller.

Die Anzahl der Ballkontakte und der damit verbundene Rekord sowie die Aussage des Kollegen zeigen die Wichtigkeit des ehemaligen Weltmeisters und machen den FC Bayern München noch stärker und unberechenbarer.

Autor: Tom Wolny

Bastian Schweinsteiger: „Wir waren Gladiatoren.“

Datum: 13.07.2014         

Finale Weltmeisterschaft: Deutschland – Argentinien

Bastian Schweinsteiger, der stetige Antreiber der deutschen Nationalmannschaft, im Interview nach dem Titelgewinn in Brasilien. Bastian Schweinsteiger: „Wir waren Gladiatoren.“

Entscheidung in der Verlängerung

In der Anfangsphase war die deutsche Nationalelf auf Sicherheit bedacht und versuchte diese über Ballbesitz und eigene Passstafetten zu erlangen. Bereits nach wenigen Minuten gab es Chancen auf beiden Seiten. Zum einen scheiterte Toni Kroos mit einem Freistoß an der Argentinischen Mauer und zum anderen verzog Gonzalo Higuain im direkten Gegenzug aus spitzem Winkel.

Von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Deutschland. Argentinien war auf schnelles Umschaltspiel und Konter bedacht.

Eine Schrecksekunde für Deutschland zeigte sich in der 17. Spielminute als Toni Kroos einen missratenen Kopfball auf Manuel Neuer spielte. Diesen erlief Higuain, doch zum Glück für Deutschland schloss dieser völlig über hastet ab und verzog deutlich.

Im weiteren Spielverlauf war Deutschland bemüht, konnte jedoch keine gefährlichen Aktionen generieren. Zielstrebiger blieben in dieser Phase die Südamerikaner, welche dann auch zur Führung durch Higuain nach einer Flanke kamen. Dieses Tor wurde aber korrekter Weise aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt.

Bis zum Pausenpfiff ging es munter hin und her und es zeigten sich nun Chancen auf beiden Seiten. Die größte Chance bot sich der Deutschen Mannschaft nach einem Eckball, als Höwedes den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten des Tores köpfte (45. + 2).

Nach Wideranpfiff in dieser Begegnung bestimmte die Albiceleste das Geschehen und drängte auf die Führung in diesem Finale. Nach dieser kurzen Druckphase Argentiniens verflachte die Partie in der Folgezeit.

Mit zunehmender Zeit merkte man den Team an, das keine einen Fehler machen wollte, dadurch litt das Tempo unter dieser Tatsache. Doch die Zweikämpfe und deren Führung wurde härter und ruppiger.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit zog die deutsche Mannschaft das Tempo noch einmal an, wusste es jedoch nicht, ihre nun gegebene Überlegenheit in Tore umzuwandeln.

In der Nachspielzeit war beiden Teams der hohe Kräfteverschleiß aus den ersten 90 Minuten und der gesamten Weltmeisterschaft anzumerken. Es dauerte bis in die 113. Spielminute bis dieses Spiel entschieden wurde.

Nach einem beherzten Antritt von Andre Schürrle auf der linken Seite und dessen Flanke ins Zentrum, war es Mario Götze, der den Ball technisch hochklassig annahm und mit dem linken Fuß sehenswert ins lange Eck zimmerte.

Deutschland führte knappe sieben Minuten vor Schluss mit 1:0 und brachte diese Führung mit Glück, Geschick und Manuel Neuer, welcher überragend hielt, über die Zeit und krönte sich zum Weltmeister 2014.

Gladiatoren

Bastian Schweinsteiger spricht in seinem Interview nach dem Spiel die harte Arbeit in diesem Finale an. Er spricht davon, dass sich alle Spieler auf dem Feld wie Gladiatoren gefühlt und gehandelt haben.

Angesichts des Spielverlaufs, der harten Gangart und dem Ziel, welches auf dem Spiel stand, ist dieser Vergleich des vorbildlichen Antreibers der deutschen Nationalmannschaft, als völlig richtig und berechtigt einzustufen.

Alle Spieler, die bei diesem Spiel auf dem Platz standen, gaben ihr Letztes für den Erfolg und kämpften um jeden Ball. Gezeichnet von den Zweikämpfen dieser Begegnung zeigte sich Schweinsteiger nach dem Spiel. Doch das harte Arbeiten, der Schweiß und aller Schmerz aus dieser Partie haben sich für Deutschland gelohnt.

Nach 24 Jahren ist es der deutschen Nationalmannschaft gelungen, den Weltmeistertitel zum vierten Mal nach Deutschland zu holen – Respekt und herzlichen Glückwunsch.

Autor: Tom Wolny

Joachim Löw: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen.“

Datum: 26.06.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Deutschland – Ghana

Der Bundestrainer, Joachim Löw, nach dem hart umkämpften Unentschieden gegen eine gut aufspielende Nationalmannschaft Ghanas. Joachim Löw: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen.“

Klose rettet Deutschland

Die deutsche Mannschaft suchte in der Anfangsphase zunächst nach Sicherheit und Souveränität und hielt dabei das Leder in den eigenen Reihen. Die Ghanaer jedoch brauchten keine lange Anlaufzeit und attackierten früh.

Doch das Pressing Ghanas erwies sich als Möglichkeit für die deutsche Mannschaft. Immer wieder ergaben sich Räume, die die Deutschen zu nutzen wussten. Nach einer tollen Kombination spielten sie so Thomas Müller frei, welcher den Ball klasse für Toni Kroos ablegte. Dessen Schuss wurde aber im letzten Moment noch geblockt (11.).

Durch die sich immer wieder bietenden Räume kamen die Deutschen in der Folgezeit zu weiteren guten Chancen. Vor allem auf der rechten Seite erwies sich Mesut Özil als Aktivposten. Jedoch konnten die Mitspieler seine guten Eingaben nicht in Zählbares umwandeln – Khedira (18.) und Müller (21.) vergaben gute Chancen auf das Führungstor.

Im weiteren Spielverlauf lies die Konzentration der deutschen Elf etwas nach, sodass die Black Stars wieder besser ins Spiel kamen. Durch häufige Diagonalbälle versuchten diese die enggestaffelte Abwehr der Deutschen auseinander zu reißen.

Dies blieb jedoch ohne Erfolg, so dass es mit einem 0:0 Unentschieden in die Pause ging.

Nach Wiederbeginn übernahmen die Deutsche direkt die Initiative und setzten Ghana früh unter Druck. Nach einem Positionswechsel von Müller und Götze erzielte man die erlösenden 1:0 Führung.

Thomas Müller, welcher auf den rechten Flügel ausgewichen war, flankte gezielt auf Götze, welcher den Ball per Kopf und Knie in das Tor Ghanas beförderte (51.).

Dies sollte nun erst einmal für Sicherheit sorgen, doch Ghana kam zurück ins Spiel. Nur wenige Minuten nach dem Führungstreffer der Deutschen war es Andre Ayew, welcher den Ball per Kopf in die Maschen nagelte.

Es sollte jedoch noch schlimmer für die deutsche Nationalmannschaft kommen. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld, spielte Muntari den Ball clever tief auf seinen Kapitän, der den Ball frei vor Neuer unhaltbar zur Führung für Ghana ins lange Eck schoss (61.).

Nach wenigen Wechseln im Team der Deutschen war es Miroslav Klose, der nach einer Ecke und der Kopfballverlängerung von Höwedes, den ersehnten Ausgleich besorgte (71.).

Nunn sah sich die Mannschaft Deutschlands zurück im Spiel und drängte auf den erneuten Führungstreffer. Aber eine nur mangelnde Chancenverwertung und einer weiterhin gut mitspielender Gegner verhinderten dies. So blieb es bei einem leistungsgerechten 2:2 Unentschieden.

Deutschland beweist Klasse

Der Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Joachim Löw, lobt in diesem Interview sein Team. Er spricht die tolle Moral an, welche das Team nach dem Abgeben der eigenen Führung gezeigt hat und danach außerordentlich gut zurückgekommen ist.

Nach dem deutlichen 4:0 Erfolg der Deutschen gegen Portugal erwartete man natürlich großes gegen vermeintlich schwächere Ghanaer.

Aber dass dieses Team um Kevin – Prince Boateng nicht zu unterschätzen ist, zeigt die Leistung gegen den Mitfavoriten auf den WM – Titel, Deutschland. Die Afrikaner machten es den Deutschen über die kompletten 90 Minuten schwer, so dass die Aussage von Joachim Löw mehr als berechtigt ist.

Die deutsche Nationalmannschaft hat im kompletten Mannschaftsverbund eine gute Reaktion auf den Ausgleich und Rückstand binnen weniger Minuten gezeigt. Dies honoriert der Bundestrainer folgerichtig mit viel Lob.

Womöglich hat dieses Spiel den Zuschauern und Verantwortlichen bewiesen, zu welchen Taten Deutschland bei diesem Turnier im Stande ist zu leisten. Vielleicht haben unsere Jungs hierbei bewiesen, dass sie dieses Jahr bereit für den Titel sind.

Autor: Tom Wolny

Pep Guardiola: „Ich bin zufrieden, ob ein Spiel früher oder später, ist jetzt eigentlich egal. Glückwunsch an alle für diese Riesensaison.”

27. Bundesligaspieltag: Hertha BSC Berlin – FC Bayern München

Pep Guardiola, Trainer des FC Bayern München, nach dem Sieg in Berlin und dem Erringen des frühesten Meistertitels aller Zeiten in der Bundesliga. Pep Guardiola: „Ich bin zufrieden, ob ein Spiel früher oder später, ist jetzt eigentlich egal. Glückwunsch an alle für diese Riesensaison.”

Münchner Uhrwerk lässt Hertha keine Chance

Die Partie zwischen der Berliner Hertha und den Münchner Bayern war schon frühzeitig entschieden. Die Hertha verstand es nicht aus einer Lethargie und Angst gegen den Rekordmeister herauszukommen.

Die Bayern fanden sofort zu ihrem Spiel und ließen den Ball, wie den Gegner gekonnt laufen und erspielten sich bereits nach zwei Minuten die erste Chance, die Arjen Robben jedoch vergab.

Besser machte es Toni Kroos in der sechsten Minute als Thomas Müller eine Ball, welcher leicht abgefälscht wurde, ins Zentrum spielte, und Kroos sicher zur 1:0 Führung vollendete.

Die Münchner wussten schon wenige Zeit später ihren Vorsprung auszubauen. Nach einer langen Ballstafette landete der Ball letztendlich bei Bastian Schweinsteiger, welcher den Ball von der Strafraumkante in den Strafraum schlug. Dort konnte sich Mario Götze per Kopf durchsetzen und erzielte das frühe 2:0 (14.).

Mit dieser sicheren Führung im Rücken richteten sich die Gäste schon auf dem Spielfeld etwas auf die Meisterfeier ein und ließen den Schlendrian einkehren. Mit diversen fehlgeschlagenen Hackentricks verflachte das Niveau der Partie mehr und mehr.

Aber auch die Berliner verstanden es nicht ihren Defensivblock etwas Offensiver zu stellen, sodass Stürmer Ramos völlig in der Luft hing.

Im der Schlussphase des ersten Durchgangs ereignete sich kaum etwas, weil das Pressing der Münchner perfekt griff und man so sofort den Ball zurückeroberte.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich Höhepunktarm wie die Schlussphase des ersten Durchgangs. Die Bayern kamen zwar durch Robben direkt nach Wiederanpfiff zu einer Chance, die jedoch wegen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde.

Aber mit fortschreitender Zeit zeigte sich ein langweiliges Spiel, da die Gäste den Ball in der eigenen Abwehrkette gut zirkulieren ließen und es die Berliner Hertha nicht verstand aus ihrer „Mauertaktik“ herauszurücken.

In der 66. Spielminute weckte der Schiedsrichter Marco Fritz die Zuschauer mit seinem Elfmeterpfiff scheinbar wieder auf. Nach dem anschließenden Treffer vom gefoulten selbst, Adrian Ramos, schienen die Zuschauer neuen Mut zu schöpfen.

Doch nur wenige Minuten später verstummte die neuaufgelebte Hoffnung gleich wieder. Nach einem Ballverlust der Hertha war es Götze, welcher Ribery bediente, der mit einem Lupfer über Kraft den alten zwei Tore Abstand wiederherstellte und die Bayern knapp 10 Minuten vor Schluss sicher zur Meisterschaft führte (79.), denn die letzten Minuten der Partie brachten keine Höhepunkte mehr.

Der Rekordjäger feiert

Natürlich dreht sich nach diesem Rekord alles um die Aussagen der Verantwortlichen zum frühesten Meistertitel einer Mannschaft aller Zeiten.

Auch der sonst so kritische und eher zurückhaltend artikulierend Meistertrainer, Pep Guardiola, lobt seine Mannschaft und freut sich sichtlich über diesen Erfolg.

Er spricht sogar von einer Riesensaison, was aus dem Mund vom Trainer der Münchner ein wahrhaft hoch einzustufendes Lob bedeutet.

Doch gleichzeitig mit den Aussagen von Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer wird in weiteren Gesprächen und Interviews deutlich, dass zwar gefeiert werden darf, aber sofort darauf hingewiesen wird, dass in Kürze wieder wichtige Spiele, vor allem in der Champions League, anstehen.

Abzuwarten bleibt nun, ob es dem FC Bayern München gelingt diesen Rekord in der Bundesliga mit einem historischen Rekord im Internationalen Fußball noch einmal zu krönen, in dem man es als erste Mannschaft schafft, einen Titel in der Königsklasse zu verteidigen.

Autor: Tom Wolny

Thomas Eichin: „Heute hätten wir wahrscheinlich drei Torhüter reinstellen müssen.“

Datum: 07.12.2013
15. Bundesligaspieltag: SV Werder Bremen – FC Bayern München

Thomas Eichin: „Heute hätten wir wahrscheinlich drei Torhüter reinstellen müssen, um diese Niederlage zu verhindern.“

Werder Bremens Manager nach dem Heimspieldebakel gegen den FC Bayern München über die Möglichkeit der Abwendung dieser Niederlage. Thomas Eichin: „Heute hätten wir wahrscheinlich drei Torhüter reinstellen müssen, um diese Niederlage zu verhindern.“

Unglaubliche Dominanz

Im Bremer Weserstadion lieferte der amtierende Deutsche Meister ein wahres Spektakel gegen desaströse Bremer ab. Mit Europas Fußballer des Jahres in den Reihen des Rekordmeisters stand der Mann des Spiel mit zwei Toren und zwei Assists sinnbildlich für die Dominanz der Münchner.

Werder Bremen überstand die ersten 15 Minuten ohne Gegentor, kam zu dem selbst durch Aaron Hunt zur ersten Möglichkeit des Spiels (17. Minute). Doch leider war dies das letzte Lebenszeichen der Grün – Weißen an diesem Tag. Im weiteren Spielverlauf ging alles, ähnlich dem Münchner Spiel, ziemlich schnell. In der 21. Spielminute eröffnete Franck Ribery den Torreigen der Bayern. Sein abgefälschter Schuss fand letztendlich den Weg ins Bremer Tor. Nur sechs Minuten erhöhte Daniel van Buyten nach einem Kroos Freistoß per Kopf auf 2:0. Werder verfiel sichtlich in Schockstarre. Die bis dahin gute Defensive passte sich nun dem mäßigen Niveau der Offensive an – das Fehlschlagen der Bremer Abseitsfalle ebnete Franck Ribery den Weg zum 3:0 Halbzeitergebnis (38.).

In der zweiten Halbzeit ereignete sich das gleiche Bild – der Rekordmeister dominierte die Nordlichter, die eine tolle Moral aufweisen, nach Belieben. Werder durfte sich zu diesem Zeitpunkt bei ihrem Keeper Rafael Wolf bedanken, der die Fehler seiner Vorderleute mit starken Aktionen ausbügelte.

Doch binnen acht Minuten erhöhten die Münchner Bayern in der Folge erst auf 4:0, dann auf 5:0 (Mandzukic 60./Müller 68.). Damit war dem FCB noch nicht die Lust vergangen. Gegen nun wehrlose Bremer brannte die Offensive ein wahres Kurzpassfeuerwerk ab. Der weiterhin hohe Aufwand wurde in Form von Toren nochmals belohnt. Ribery und Mario Götze trafen in den verbleibenden zehn Minuten zum 0:7 Endstand aus Bremer Sicht.

Andauernde Torwartfrage?

Werder Manager Thomas Eichin musste diese derartige Niederlage mit etwas Lächeln betrachten und seiner Aussage nach dem Spiel etwas Sarkasmus beifügen. Er wählt hier eine Form der Übertreibung in dem er von drei Torhütern spricht, die es an diesem Tage für einen Sieg gebraucht hätte.

Desweiteren wird deutlich, dass er sofort versucht die Schuld von seinem Torhüter Rafael Wolf zu nehmen, der an keinen der Gegentore nur einen Hauch einer Chance hatte. Bezogen auf den, von Trainer Robin Dutt, vorgenommenen Torwartwechsel, schützt Eichin zeitgleich auch den Trainer der Bremer – übt keine Kritik an dieser Entscheidung und gibt somit auch keinen Spielraum für eventuelle Diskussionen über Torhüter oder gar den Trainer.

Auffällig wird hingegen, dass er mit seiner Aussage herbe Kritik an der Leistung der restlichen Mannschaft übt.

Doch abschließend fest zu halten bleibt, dass auch mehrere Glanzparaden von Keeper Wolf das Verwüsten des Weserstadions durch Sturm „Pep“ nicht verhindern konnten.

Autor: Tom Wolny