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Pep Guardiola: „Ich bin sehr, sehr zufrieden. Gegen diese Mannschaft ist es nicht einfach. Wir haben das Spiel kontrolliert, hatten genug Torchancen.“

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – FC Schalke 04

Pep Guardiola: „Ich bin sehr, sehr zufrieden. Gegen diese Mannschaft ist es nicht einfach. Wir haben das Spiel kontrolliert, hatten genug Torchancen.“

Der spanische Trainer des deutschen Rekordmeisters honoriert die Leistung seiner Mannschaft in Unterzahl gegen den FC Schalke 04 mit diesem Statement.

Er spricht davon, dass er mit dem Spiel und dem Auftreten der Münchner sehr zufrieden war, vor allem nach der zeitigen roten Karte gegen seinen Abwehrchef Jerome Boateng.

Zeitgleich lobt er die Mannschaft von Gästetrainer Roberto Di Matteo. Der Spanier spricht dabei von einer guten Mannschaft gegen die es nie leicht ist, zu gewinnen.

Unrecht hat der vorzeige Trainer als er sagt, seine Mannschaft habe sich genug Torchancen erarbeitet. Fragt man hier die 75.000 Zuschauer der Begegnung begegnen sicherlich 100% dieser mit Ablehnung auf diese Aussage.

Denn die Partie lies über 90 Minuten kaum Höhepunkte zu und zeigte sich nur in den wenigen Minuten, als die Tore fielen, interessant.

Autor: Tom Wolny

Manuel Neuer: „Ich kenne seinen Anlauf und wusste, dass ich lange warten muss.“

Artikel 21.02.14 – Fußballzitate.de
Datum: 19.02.2014
Champions League Achtelfinale: Arsenal London – FC Bayern München

Manuel Neuer, Torwart des FC Bayern München, nach dem Spiel in London zur Befragung seines gehaltenen Elfmeters gegen seinen langjährigen Mitspieler Mesut Özil. Manuel Neuer: „Ich kenne seinen Anlauf und wusste, dass ich lange warten muss.“

Überraschte Münchner profitieren vom Schiedsrichter

Die Gastgeber legten gegen den Titelverteidiger los wie die Feuerwehr. Es war deutlich zu erkennen, dass sich das Team von Trainer Arsene Wenger eine Menge vorgenommen hatte. Immer wieder attackierten die Londoner früh und überfallartig die zunächst noch unsortiert wirkende Münchner Defensive.

So kam es dann auch zum ersten Höhepunkt der Partie. Nach einem tollem Zuspiel der Londoner in die Tiefe auf Mesut Özil lies dieser seinen Gegenspieler Jerome Boateng mit einer schönen Finte aussteigen. Boateng versuchte dennoch den flinken Mittelfeldakteur der Gunners zu stellen, stoppte diesen jedoch regelwidrig – Elfmeter. Der gefoulte trat selbst an und scheiterte kläglich an seinem Gegenüber (9.).

Im weiteren Verlauf der anfänglich sehr hektischen Partie gelang des den Gästen aus München das Spiel zu mindestens phasenweise zu beruhigen, ohne ihre gewohnte Dominanz aufgrund eine hohen Ballzirkulation herzustellen. Zu dem gelang es dem Titelverteidiger nicht Torgefahr zu entwickeln.

Die wohl spiellenkende Aktion ereignete sich in der 41. Minute. Nach einem tollen hohen Ball von Toni Kroos in die Spitze auf Arjen Robben, wurde dieser wüst und stupide vom herauseilenden Torhüter der Gunners gefoult. Es gab den zweiten berechtigten Elfmeter der Partie. Doch auch wie sein Vorgänger auf der anderen Seite, scheiterte David Alaba vom Punkt und verpasste es seine Mannschaft in Führung zu bringen (41.).

Mit Beginn des zweiten Durchgangs stellte Pep Guardiola sein Team auf drei Positionen um, was dem Spiel der Münchner sichtlich gut tat. Nun konnte der FC Bayern in gewohnter Manier Dominanz und Sicherheit ausstrahlen und war in der Lage, auch der personellen Überzahl bevorteilt, mehr Zielstrebigkeit zu entwickeln.

Bereits in der 54. Spielminute zirkelte Toni Kroos nach eine Vorlage von Philipp Lahm des Leder gekonnt unhaltbar ins rechte obere Eck des Tores von Fabianski. Die Gastgeber verständigen sich nun mehr und mehr auf die Defensive und waren offensiv völlig inaktiv.

Bis zur Schlussphase ereignete sich wenig. Die Gäste aus Deutschland ließen den Ball gewohnt in den eigenen Reihen laufen, fanden jedoch kein wirkliches Mittel um den Abwehrriegel der Londoner zu durchbrechen.

Erst in der 88. Spielminute war es der eingewechselte Thomas Müller der nach einer Maßflanke von Philipp Lahm freistehend die Führung ausbauen konnte.

Der gefoulte (ver-) schießt selbst

Schon in der neunten Spielminute hätte der Gast aus München in Rückstand geraten können. Doch Mesut Özil vergab diese große Chance zur 1:0 Führung und lies Manuel Neuer jubeln.

Hierbei stellt sich nicht die Frage, warum verschießt der deutsche Nationalspieler, sondern warum schießt er überhaupt? Manuel Neuer und Mesut Özil kennen sich seit der Jugend bei Schalke 04 und durchliefen mehrere Mannschaften zusammen, spielten zusammen in der Bundesliga für Schalke und jetzt im Nationalteam. Neuer weiß also genau, was Özil kann, wie er denkt und handelt. Seine Aussage nach dem Spiel bestätigt noch einmal diese These.

Fest steht, dass Mesut Özil, nach seinen tollen und für Euphorie sorgenden Auftritten nach seinem Wechsel von Real Madrid nach London, stark in der Kritik steht. Immer mehr Medien betiteln ihn als Mitläufer und prangern offen seine hohe Ablösesumme an.

Wollte er nach dieser klasse Finte gegen seinen Gegenspieler auch seinen Kritikern etwas beweisen? Doch leider vergab er in diesem Moment gegen Neuer die Chance sich wieder mehr ins positive Licht zu rücken und tauchte daraufhin im Spiel mehr und mehr unter.

Manuel Neuer hingegen wurde zusammen mit Toni Kroos zur Figur des Spiels und hielt nicht nur in dieser Situation den wichtigen 2:0 Auswärtssieg fest.

Autor: Tom Wolny

Sammer: „Ich habe ihn als Fußballromantiker bezeichnet.“

Datum: 09.11.2013
12. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – FC Augsburg

Matthias Sammer, Sportvorstand des FC Bayern München über Pep Guardiola nach dem klaren 3:0 Erfolg über Augsburg und dem Aufstellen einer weiteren Bestmarke in diesem Jahr. Matthias Sammer: „Ich habe dann nachher noch einmal mit ihm gesprochen und ihn als Fußballromantiker bezeichnet.“

Souveräne Bayern

Ein hochinteressantes und tolles Spiel entwickelte sich über keine der 90 Minuten in der Münchner Allianz Arena. Das lag jedoch nicht an der geringen Qualität des Gastes aus Augsburg, sondern vielmehr an der unnachahmlichen Präsenz und Stärke des Rekordmeisters, der nach diesem Tage 37 Ligaspiele ohne Niederlage blieb. Zu dem schaffte es bisher kein Trainer der Bundesliga aus den ersten 12 Spielen 32 Punkte zu holen. Von 36 möglichen – unglaublich.

Bereits nach vier Minuten erzielte Jerome Boateng die zeitige Führung der Münchner Bayern. Nach einem Eckball fand der Schuss aus der Drehung des Nationalverteidigers den Weg ins Tor des FC aus Augsburg. In der Folgezeit entwickelte sich eine wahre Dominanz und Abgeklärtheit, die seines Gleichen sucht. Die Münchner waren bissig, aggressiv und ließen nahezu nichts an Chancen zu.

Kurz vor der Halbzeit erhöhte Europas Fußballer des Jahres, Franck Ribery, mit einem ansehnlich, direkt verwandelten Freistoß, auf 2:0. Mit einer sicheren und unangefochtenen 2:0 Führung kamen die Bayern aus der Kabine. Mit einem starken Pressing und gutem Aufbauspiel unter Pep Guardiola verfiel nicht ein Hauch der Dominanz aus Halbzeit eins. Zwar waren die Augsburger nun bemüht, etwas offensiver zu agieren, doch die Bayern hatten das Geschehen weitgehend im Griff und ließen bis auf zwei Torschüsse von Moravek (46.) und Hahn (64.) nichts zu.

Doch die Torgefahr des FCB blieb auch aus. Erst in der Schlussphase kamen die Gastgeber wieder häufiger gefährlich vor das Augsburger Tor, aber die eingewechselten Arjen Robben (73./87.) und Jan Kirchhoff (86.) versäumten es, den Vorsprung weiter auszubauen. Dies dauerte bis zur Nachspielzeit als der eingewechselte Thomas Müller, per Handelfmeter, auf 3:0 erhöhte und das Endergebnis herstellte.

Eine besondere Form des Lobes

Die Aussage Sammers zu Pep Guardiola lobt diesen in den höchsten Tönen. Einen Fußballtrainer, sei es auch ein Lehrers des Fußballs, mit Romantiker zu betiteln scheint doch eher unangebracht und dem Sport fern.

Blickt man jedoch auf die Erfolge, die der FC Bayern unter Guardiola in der noch jungen Saison schon eingefahren hat, relativiert sich der Gedanke nach Übertreibung. Mit dieser Aussage, auch bezogen auf die Ergebnisse in den letzten Wochen, zeigt Sammer seine große Zufriedenheit am Verlauf der Saison und der Entwicklung der Mannschaft.

Mit der Betitelung Joseph Guardiolas als gefühlsbetonten und träumerischen Fußballfachmann, was ein Fußballromantiker ist, verliert dieser jedoch nicht die Grundlage seiner wahren Begabung. Denn jener Ausnahmetrainer ist mit einem derart hohen sportlich – analytischen Verstand ausgestattet, der ihm offenkundig keinen Abbruch tut.

Genau dieser analytische Verstand verhilft den Münchner Bayern derzeit zu solchen Höhenflügen in der Champions League wie auch in der Liga. Die Bayern unter dem Hirn, Pep Guardiola, schweben zurzeit über den Dingen in der Fußballwelt.

Es scheint so, als könnte selbst das Kräftemessen der Schwergewichte am kommenden Spieltag nichts daran ändern. Am Samstag, den 16.11.13, reisen die Münchner zum arg gebeutelten BVB nach Dortmund. Alle Vorzeichen deuten daraufhin, dass die Serie der „Überflieger – Bayern“ fortgesetzt wird.

Doch die Schwarz – Gelben sind fest entschlossen ihre komplett schwarze Vorwoche mit einem Paukenschlag vergessen zu machen.

Autor: Tom Wolny