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Schwierige Wochen beim BVB

Datum: 02.12.14

Der Vizemeister des vergangenen Jahres befindet sich wohl in der schwersten Krise in der Ära Jürgen Klopp.

Der Kapitän des BVB, Mats Hummels spricht offen über einen Trainerrücktritt und weist diesen vehement zurück.

Er bringt dabei deutlich zum Ausdruck, dass die gesamte Mannschaft hinter ihrem Erfolgstrainer steht und niemand intern solche Gedanken hortet.

Des Weiteren macht er deutlich, dass er auch ausschließt, dass der Trainer selbst so denkt, da er stets volle Unterstützung und Rückendeckung aus der Mannschaft und der Führungsetage erhält.

Nun bleibt nur abzuwarten, wie, wann und ob es dem BVB überhaupt gelingt die sportliche Talfahrt abzuwenden und so auch die Fragen um das Amt des Trainers so schnell wie möglich zu begraben.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „Wir haben heute 2:2 gewonnen.“

Datum: 20.09.2014

5. Bundesligaspieltag: Borussia Dortmund – VFB Stuttgart

Der Trainer des Champions – League – Teilnehmers Borussia Dortmund, Jürgen Klopp, ist sichtlich glücklich über das 2:2 Unentschieden gegen den VFB aus Stuttgart. Jürgen Klopp: „Wir haben heute 2:2 gewonnen.“

Disziplinierter VFB mit Unentschieden

Die Partie zeigte sich mit Beginn an so, dass der BVB mit viel Ballbesitz auf eine tiefstehende Gäste – Elf traf. Der Ballbesitz allein reichte jedoch nicht, um ein wirkliches Übergewichtig herzustellen, da die Schwaben dem Gastgebern nur wenig Raum für Kombinationen ließen.

In dieser Phase der Partie wirkte der BVB zu ideenlos und lies somit die notwendige Gefahr vor dem Tor vermissen. Auch auf der Gegenseite passierte wenig, weil der VFB sein angestrebtes schnelles Umschaltspiel unsauber zu Ende spielte und so dem Tor von Roman Weidenfeller nicht näher kam.

In Mitte des ersten Durchgangs erspielten sich die Gäste aus Stuttgart mehr Ballbesitz und zogen ihr eigenes Kombinationsspiel auf, während das Team von Jürgen Klopp häufig zu umständlich agierte.

Bis zum Pausenpfiff hatten beide Teams Tormöglichkeiten, die sie jedoch nicht nutzen konnten. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. In der 48. Spielminute gingen die Gäste durch Didavi in Führung, nach dem es dem BVB nicht gelang den Ball entscheidend zu klären.

Nach dem Rückstand war es das größte Problem der Westfalen, die Kugel im letzten und somit gefährlichen Drittel an den eigenen Mann zu bekommen. So dass man keine wirkliche Gefahr vor dem Stuttgarter Tor versprühte.

Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs versuchten die Dortmunder nun mehr Akzente in der Offensive zu zeigen, erlebten jedoch das Gegenteil. Nach einem langen Ball von Stuttgarts Rüdiger, war es Schmelzer der den Ball genau vor die Füße von Werner abwehrte. Dieser legte quer auf Didavi, welcher auf 2:0 erhöhte (68.).

Von diesem Zwei – Tore – Rückstand schienen die Gastgeber scheinbar zu erwachen und konnten bereits wenige Minuten später durch das Tor von Aubameyang auf 1:2 verkürzen (73.).

Die Schlussphase brach an und Dortmund drängte auf den Ausgleich. Geschuldet diesem offensiven Anrennen, offenbarte der BVB defensive Lücken, wodurch die Gäste zu Chancen kamen, jedoch nicht auf die Entscheidung erhöhen konnten.

So war es der BVB, welcher in Person von Immobile in der 86. Spielminute nach einer Flanke von Marcel Schmelzer den Ausgleich und auch gleichzeitig das Endergebnis herstellte.

Glücklicher Trainer

In der Aussage von Jürgen Klopp, dem Trainer des BVB, wird deutlich wie glücklich die Dortmunder über diesen Punktgewinn sein können. Klopp spricht von einem gedachten Erfolg für seine Mannschaft, die nach dem 2:0 Rückstand noch zurück ins Spiel fand und nur wenige Minuten vor Schlusspfiff den Ausgleich erzielte.

Auf der einen Seite muss man in Anbetracht dieser Tatsache der Aussage von Jürgen Klopp besteuern. Jedoch ist jedem Zuschauer und Experten sicherlich klar, dass dieses Unentschieden vor heimischen Publikum für den Meisteranwärter unter dem Strich viel zu wenig ist.

Nun muss der BVB in den nächsten Wochen beweisen, dass der Kader in der Breite stark genug ist, um auf der internationalen und nationalen Bühne gleichzeitig zu bestehen.

Autor: Tom Wolny

Rudi Völler: „Da hätten nicht viele drauf getippt.“

Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer Leverkusen, im Interview nach dem Unentschieden vor heimischen Publikum gegen Borussia Dortmund. Rudi Völler: „Da hätten nicht viele drauf getippt.“

Furioser erster Durchgang

Das Topspiel des 32. Spieltages zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund hatte diesen Namen völlig verdient. Von Beginn an zeigten sich beide Teams extrem motiviert und exzellent eingestellt. Die Werkself, wie auch de BVB warteten nicht ab was der Gegner zu bieten hatte, sondern pressten von Anfang an verdammt hoch.

Die Leverkusener erspielten sich dadurch zunächst ein leichtes Übergewicht, welches prompt belohnt wurde. In der siebten Spielminute war es die Flanke von Son, die Stefan Kießling zunächst an die Latte köpfte. Den zurückspringenden Ball konnte Lars Bender aus kürzester Distanz dann zur 1:0 Führung verwerten.

Nun zeigte Borussia Dortmund, warum sie zu den aktuell besten Mannschaften der Welt gehört und drehte spielte nun stark auf. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Marco Reus erreichte Oliver Kirch, der den Ball mit dem Kopf zum 1:1 Ausgleich ins Tor verlängerte (29.).

Damit war das Spiel wieder völlig offen und beide Mannschaften erspielten mit ihren herausragenden Offensivreihen Chancen im Minutentakt.

Das dritte Tor fiel zunächst für die Gastgeber. Kießling lies sich aus der Spitze fallen und passte den Ball auf Son, welcher den Ball zu Brandt auf den Flügel spielte. Der junge Leverkusener hob das Spielgerät gefühlvoll auf den langen Pfosten, wo Castro dieses gegen die Laufrichtung Weidenfellers zur erneuten Führung einköpfte (35.).

Nur wenige Minuten später klärte Roberto Hilbert eine Flanke des BVB im Strafraum mit der Hand. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marco Reus sicher zum 2:2 Pausenstand (39.).

Der zweite Durchgang zeigte sich ähnlich temporeich und hochinteressant wie die ersten 45 Minuten. Beide Mannschaften spielten vollkommen auf Sieg und pressten wiederum zeitig in der Hälfte des Gegners.

Doch leider wurden im Gegensatz zum ersten Durchgang die Chancen auf beiden Seiten nicht so effizient genutzt. Auf Seiten der Leverkusener vergaben Kießling (60./62.) und Julian Brandt (72.) gute Möglichkeiten zur erneuten Führung für ihre Mannschaften.

Auf Seiten der Gäste aus Dortmund war es Marco Reus, dessen Freistoß den Kopf von Mats Hummels nur knapp verpasste (78.).

In den Schlussminuten ereignete sich nur noch wenig, so dass das Spiel auf hohem Niveau und tollem Unterhaltungswert Unentschieden endete.

Klare Leistungssteigerung

Der Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen, Rudi Völler, spricht die klare Leistungssteigerung der Mannschaft mit dieser Aussage an.

Er ist sichtlich stolz auf die Leistung seines Teams, auch im Gegensatz zu den letzten Monaten, als die Werkself deutlich unter ihren Möglichkeiten agierte.

In seiner Aussage wird zu dem die klare Underdog – Rolle der Leverkusener vor diesem Spiel deutlich. Doch das Team von Interimstrainer Sascha Lewandowski spielte toll auf gegen den BVB aus Dortmund.

Anschließend an diese Aussage Völlers, zeigt sich auch der Geschäftsführer der Bayer – Elf sehr zu frieden und spricht von einem förmlichen Quantenspruch im Vergleich zu den vergangenen Spielen.

Fest steht, dass Leverkusen gegen ein bärenstarkes Dortmund klasse spielte und so auch in den beiden verbleibenden Partien im Kampf um die Champions League weiter hoffen darf.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „Wir hätten die Tore schon ein bisschen besser verteilen können.“

Datum: 12.04.2014

30. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – Borussia Dortmund

Trainer der Borussia aus Dortmund, Jürgen Klopp, nach dem deutlichen 3:0 Erfolg über den frisch gebackenen Deutschen Meister zur besseren Verteilung der Tore in Bundesliga und Champions League. Jürgen Klopp: „Wir hätten die Tore schon ein bisschen besser verteilen können.“

Offensivpressing bringt den Erfolg

Der BVB aus Dortmund zeigte sich von Beginn an dieser Partie in der gleichen Verfassung wie unter der Woche beim deutlichen 2:0 Erfolg gegen Real Madrid in der Champions League.

Der Rekordmeister hatte vor heimischem Publikum den erwartet hohen Ballbesitz, kam jedoch aufgrund des extrem hohen Pressings der Dortmunder keinerlei zur Entfaltung.

In der Anfangsphase zeigten sich nur wenig Höhepunkte, weil sich die Gastgeber auf das Ballverschieben in der eigenen Defensive beriefen und der Gast aus dem Ruhrpott nach gelungener Balleroberung nur wenig nennenswertes zeigte.

Mit der ersten richtigen Chance der Dortmunder fiel auch schon das 1:0. Nach einem Angriff über die linke Seite hatte Dante zum Einwurf geklärt. Jonas Hofmann brachte den Ball in den Strafraum, welchen Aubameyang direkt auf Reus weiterleitete, der wiederum für den unter der Woche noch gescholtenen Mkhitaryan ablegte, welcher die Führung erzielte (20.).

Bis zur 43. Minute ereignete sich im weiteren Spielverlauf des ersten Durchgang nur wenig, als die Münchner kurz vor der Pause ihr erstes Lebenszeichen in Richtung Roman Weidenfeller sendeten. Der Schuss von Mario Mandzukic stellte für den Borussen – Schlussmann jedoch keine echte Bewährungsprobe dar.

Der zweite Durchgang startete ähnlich fulminant wie die ersten 45 Minuten. Der BVB presste erneut sehr hoch und setzte die Bayern somit schon frühzeitig unter Druck. Nach einer Ecke verlor zunächst Ribery das Leder an Eric Durm, welcher den Ball auf Mkhitaryan weiterleitete. Der folgende Pass von Aubameyang auf Reus bescherte den Gästen die 2:0 Führung (49.).

Nur wenige Minuten später war es um den Rekordmeister geschehen. Nach einem langen Ball aus der Hälfte der Dortmunder war es Jonas Hofmann, der den Ball frei vor dem Tor in die Maschen hämmerte – 3:0 (56.).

Das Spiel war gelaufen. Im weiteren Spielverlauf schraubte die Borussia das hochangelegte Pressing zurück und lies den Gastgeber kommen.

Erst in der Schlussphase versuchten diese den Spielstand noch etwas zu korrigieren. Doch die Chancen im Minutentakt von Mandzukic (71.), Schweinsteiger (72.) und Dante (73.) blieben ungenutzt.

Nach diesen Möglichkeiten fing sich der BVB wieder und verdichtete die Räume erneut so gut, dass dem Deutschen Meister keine wirkliche Idee kam, den Anschlusstreffer zu erzielen. Somit gewann der BVB aus Dortmund deutlich mit 3:0 und wahrt die Distanz zum FC Schalke 04 im Rennen um Platz zwei in der Tabelle.

Rückblick auf die Champions League

Im Interview mit Jürgen Klopp nach dem Spiel wird deutlich, wie wichtig dieser deutlich Sieg für ihn und sein Team war. Gerade nach dem Ausscheiden aus der Champions League unter der Woche gegen Real Madrid war dieser Erfolg, gerade gegen den FC Bayern, Balsam für die gebeutelte BVB – Seele.

Der Trainer der Borussia blickt jedoch auch mit einem weinenden Auge auf die beiden Spiele zurück. Er spricht genau das an, was sich viele Dortmund – Fans denken, „Lieber ein weniger gegen Bayern und eins mehr gegen Real.“ So hätten sich sicherlich viele den Ausgang der beiden Spiele gewünscht.

Doch leider ist und bleibt Fußball kein Wunschkonzert. Festzuhalten bleibt, dass der BVB ein wahrlich tolles Spiel gegen den FC Bayern München, wie auch gegen Real Madrid, abgeliefert hat und somit die Hoffnung auf eine erfolgreiche neue Saison gewahrt ist – hoffentlich mit mehr Spannung in der Liga und einem langen Verbleib der deutschen Teams in der UEFA Champions League.

Autor: Tom Wolny

Hans – Joachim Watzke: „Das war ein fantastisches Spiel. Trotzdem sind wir enttäuscht. Wir waren ganz nah dran. Beim dritten Tor wäre Real Madrid tot gewesen. Und wir hätten es zwei oder drei Mal machen können.“

Datum: 08.04.2014         

Champions League Viertelfinale: Borussia Dortmund – Real Madrid

Der Geschäftsführer des BVB, Hans – Joachim Watzke, nach dem Champions – League – Viertelfinal –  Rückspiel vor heimischen Publikum gegen Real Madrid. Hans – Joachim Watzke: „Das war ein fantastisches Spiel. Trotzdem sind wir enttäuscht. Wir waren ganz nah dran. Beim dritten Tor wäre Real Madrid tot gewesen. Und wir hätten es zwei oder drei Mal machen können.“

Weidenfeller sorgt für die Initialzündung

Von Beginn an ließ der BVB erahnen, was an diesem Abend ihrerseits passieren sollte. Die Hausherren versuchten früh zu attackieren und so den Spielaufbau der Gäste schnellst möglich zu stören.

Real hingegen agierte die ersten Minuten eben so konzentriert und abgeklärt und passte sich dem frühen Pressing der Dortmunder an, in dem man sehr defensiv stand.

In der 16. Spielminute verstummte das komplette Stadion als die Defensiv – Taktik der Madrilenen aufzugehen erschien. Nach einer Flanke von Coentrao spielte Lukasz Piszczek den Ball im Strafraum mit der Hand – Elfmeter. Doch Roman Weidenfeller parierte diesen Strafstoß von Di Maria und der BVB fand zu einem Spiel, welches seines Gleichen sucht.

Die Dortmunder begannen nun noch früher zu attackieren und setzten die spanischen Gäste mit einem solch enormen Pressing unter Druck, dass diese damit nicht zu recht kamen.

Bereits in der 19. Spielminute vergab Henrikh Mkhitaryan nach toller Vorarbeit von Lewandowski und Reus eine fast schon hundertprozentige Chance zur frühen Führung.

Doch nur wenige Minuten später wurde das Spiel der Borussia belohnt als Reals Verteidiger Pepe nach einem langen Ball der Dortmunder patzte und Reus Casillas ausspielte und zur 1:0 Führung einschob (24.).

Die Gastgeber spielten sich weiter in einen Rausch, der gegen passive und zweikampfschwache Madrilenen unerklärlich schien. In der 32. Minute parierte Casillas einen Kopfball von Mats Hummels, ehe er in der 37. Spielminute das zweite Mal hinter sich greifen musste.

Nach einem Fehler im Aufbauspiel Reals schaltete Marco Reus schnell um und spielte Robert Lewandowski frei, welcher den Ball gekonnt ins lange Eck zur 2:0 Pausenführung schlenzte.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus der spanischen Hauptstadt besser ins Spiel und agierten nun selbst in der Offensive. Zweimal Gareth Bale (49./59.), gegen den Weidenfeller toll reagierte und Benzema (64.), der im letzten Moment noch von Hummels gestoppt werden konnte, vergaben gute Chancen auf den Anschlusstreffer.

Dieses Aufbäumen der Spanier hielt nicht lange an und der BVB kam stark zurück ins Spiel und erspielte sich Chance um Chance, die zum Leid der Dortmunder zum Teil kläglich vergeben wurden. Mit einem Dreierpack an sehr guten Möglichkeiten vergaben die Borussen einen weiteren Treffer, um das Hinspielergebnis zu egalisieren.

Zweimal Henrikh Mkhitaryan (65./68.) und einmal Kevin Großkreutz (70.) verpassten es die größte Druckphase der eigenen Mannschaft im zweiten Durchgang zu belohnen.

Im Anschluss an diese Chancen zeigten sich die Folgen des hohen Aufwandes der Dortmunder. In der Schlussphase mussten die Hausherren, geschuldet dieser enormen Energieleistung ihr Tempo etwas zurückschrauben, was Real natürlich entgegen kam.

Immer wieder blieben die Madrilenen in dieser letzten Phase des Spiels gefährlich über Konter, ohne das der BVB auf der anderen Seite noch einmal wirklich gefährlich werden konnte.

So scheidet ein herausragend spielender BVB im Rückspiel gegen Real Madrid aus der Champions – League – Saison 2013/14 nur denkbar knapp aus.

Versäumnis zur Erhöhung des Spielstandes

In der Aussage des Geschäftsführer von Borussia Dortmund wird die Enttäuschung über das Ausscheiden aus der Champions League deutlich.

Zum einen ist es großartig mit solch einem Spiel auszuscheiden, doch auf der anderen Seite ist es einfach nur traurig das Weiterkommen so knapp verpasst zu haben.

Anhand dieser Aussage wird außerdem klar, dass jeder gesehen hat, dass Real Madrid bei einem weiteren Tor der Dortmunder völlig tot gewesen und ein viertes Tor nur eine Frage der Zeit gewesen wäre.

Bei allem Lob und jeglicher Freude über dieses herausragende Spektakel übt Watzke auch Kritik an der Chancenverwertung und womöglich speziell an Henrikh Mkhitaryan, welcher beste Chancen vergab, in dem er davon spricht, dass die Möglichkeiten zur Erhöhung des Spielstandes mehrmals gegeben waren.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „Wir haben uns keine Situation erspielt, um große Kampfansagen zu machen. Aber wir spielen trotzdem.”

Datum: 02.04.2014         

Champions League Viertelfinale: Real Madrid – Borussia Dortmund

Jürgen Klopp nach dem Hinspiel in Madrid. Jürgen Klopp: „Wir haben uns keine Situation erspielt, um große Kampfansagen zu machen. Aber wir spielen trotzdem.”

Borussia Dortmund geht mit einer deutlichen Niederlage gegen spielerisch klar überlegene Madrilenen ins Rückspiel des Champions League Viertelfinals vor heimischem Publikum. Im Hinspiel im Estadio Bernabeau in Madrid verlor der BVB mit 0:3.

Tor zum Halbfinale für Real weit offen

Die Devise des BVB war es Defensiv gut zu stehen und den Gegner so lang wie möglich vom eigenen Tor fernzuhalten.

Doch dieses taktische Ausrichtung hielt nur bis zu dritten Minute. Benzema sicherte einen langen Ball am rechten Flügel und konnte so den Ball in den Strafraum auf Carvajal spielen, welcher diesen auf Bale weiterleitete, welcher sich mit einer sehr guten Ballmitnahme gegen die Dortmunder Verteidiger durchsetzte und den Ball an Weidenfeller vorbei ins Tor spitzelte (3.).

Diesen Schockzustand nach wenigen Minuten versuchten die Madrilenen sofort auszunutzen. Real attackierte zeitig in der Hälfte des BVB und eroberte bereits nach wenigen Pässen der Gäste den Ball zurück und tauchte mehrmals gefährlich vor Weidenfeller auf (10./12.).

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten kamen die Gäste aus Dortmund etwas besser ins Spiel und hatten die erste Angriffswelle der Gastgeber überstanden.

Die Borussia hatte nun mehr eigenen Ballbesitz und ließ den Ball auch über mehrere Stationen laufen, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Es wurde jedoch deutlich, dass die Spanier ganz klar Herr im Haus blieben. Immer wenn die Gastgeber das Tempo erhöhten wurde es gefährlich.

So auch in der 27. Spielminute als Mkhitaryan den Ball leichtfertig vertändelte. Die Folge war ein präziser Abschluss von Isco von der Strafraumgrenze ins linke untere Eck des Tores der Dortmunder – 2:0.

Auch im weiteren Spielverlauf der ersten 45 Minuten zeigte sich die Borussia in der Offensive kaum. Es waren vielmehr die Madrilenen, die auf die Erhöhung des Spielstandes spielte. Doch die Chancen durch Ronaldo und Benzema blieben ungenutzt (38./40.). So ging es mit der 2:0 Pausenführung in die Kabinen.

Zurück aus der Pause zeigten sich die Borussen offensiver und spielten besser nach vorn, zeigten mit ihrem nun engagierteren Angriffsbemühungen die offensichtlichen Schwächen der Madrid  – Defensive auf, ohne diese auszunutzen.

Im Gegensatz zum Dortmunder „Harmlosspiel“ setzte Real den letzten Nadelstich. So war es Ronaldo, der in der 57. Minute, nach einem Modric Pass, das 3:0 erzielte.

In der Schlussphase schaltete die Borussia noch einmal einen Gang hoch und drängte nun vehement auf das Auswärtstor, wurde jedoch im letzten Moment immer wieder entscheidend geblockt, sodass es beim deutlichen 0:3 aus deutscher Sicht blieb.

Keine großen Sprüche

Anhand der Aussage von Jürgen Klopp wird deutlich, dass sich seine Mannschaft nicht in die Lage versetzt hat, große Sprüche zu klopfen und den Gegner im Vorfeld des Rückspiels unter Druck zu setzen.

Klopp schätzt die Situation realistisch ein und hofft trotzdem noch auf das Wunder von Dortmund in der diesjährigen Champions League Saison.

Man spürt förmlich die Enttäuschung beim so emotionalen und mit Vorfreude auf das nächste Spiel geladenen Trainer des BVB.

Nun liegt es an der Borussia ganz allein, die Weichen im Rückspiel vor heimischem Publikum doch noch in Richtung Halbfinale zu stellen.

In der Vergangenheit hat Dortmund gezeigt, was im Signal Iduna Park möglich ist und das auch schon verlorengeglaubte Spiele gewonnen werden können.

Autor: Tom Wolny

Kevin Großkreutz: „Zuschauer sollen nicht so verwöhnt sein.“

Datum: 19.03.2014
Champions League Achtelfinale: Borussia Dortmund – Zenit St. Petersburg

Die Allroundwaffe des BVB, Kevin Großkreutz, im Interview nach dem Spiel vor heimischem Publikum gegen Zenit St. Petersburg zur fehlenden Unterstützung der Fans. Kevin Großkreutz: „Zuschauer sollen nicht so verwöhnt sein.“

Die Verwaltung des Hinspiels glückt

Der BVB ging von Beginn an abwartend und verhalten in das Rückspiel im Champions – League – Viertelfinale. Die Gäste aus St. Petersburg erhielten überwiegenden Ballbesitz und waren so bemüht ihr Spiel in Ruhe aufzubauen.

Doch die erste Chance der Partie erspielte sich der Gastgeber. Nach einer Schmelzer Flanke war es Aubameyang, der den Ball vor dem herauseilenden Keeper der Russen per Kopf nur knapp neben das Gehäuse setzte.

Zenit wirkte deutlich aggressiver und ballsicherer als noch im Hinspiel. Mit zunehmender Spielzeit wurde das eigene Spiel mehr und mehr gefälliger und man erarbeitete sich gefährliche Chancen.

In der 16. Spielminute war es der bullig wirkende Hulk, welcher die Passivität der Borussia bestrafte. Der Brasilianer zog aus halbrechter Position in quer vor dem Strafraum und schloss energisch ab und drosch den Ball unhaltbar ins linke obere Toreck.

Dieses Gegentor wirkte beim BVB wie ein Wunder und beendete die vorherrschende Lethargie. Nun nahmen sich die Hausherren der Sache an und bestimmten fortan das Spielgeschehen.

Es dauerte folglich bis zur 38. Spielminute ehe Kapitän Sebastian Kehl die Führung der Gäste egalisieren konnte. Nach einer Schmelzer Flanke setzte sich der Mittelfeldspieler gegen zwei Bewacher im Luftduell durch und versenkte die Kugel im Tor.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs versuchte der BVB die Kontrolle über das Spiel sofort wiederzuerlangen. Dazu agierte man deutlich energischer und staffelte sich defensiv gekonnt um das Angriffsspiel des Gegners früh zu stören.

Aufgrund dieser Tatsache und der, dass den Russen wenig im Spiel nach vorn einfiel, ereignete sich ein an Torchancen äußerst armes Spiel.

Wie aus dem Nichts gelang St. Petersburg die erneute Führung. Der eingewechselte Rondon, welcher Mats Hummels im Rücken davongeeilt war, köpfte eine Flanke von Criscito zur 2:1 Auswärtsführung ein (73.).

Die Schlussphase zeigte, dass die Gäste auf das dritte Tor drängten, aber der BVB leidenschaftlich verteidigte und somit, außer vereinzelten Fernschüssen (88./89.), keine Möglichkeiten zuließ.

So gelang es der Borussia mit einer überschaubaren Leistung ins Viertelfinale der diesjährigen Champions League einzuziehen und nun die Hoffnung für Mehr zu hegen.

Fehlender Rückhalt?

Auch im Spiel gegen Zenit St. Petersburg war der Signal – Iduna – Park wieder einmal restlos ausverkauft. Unüblich erschien einzig und allein die Tatsache, dass Mannschaft und Fans nicht unbedingt an einem Strang zogen.

Folglich beschwert sich auch Fan – Liebling Kevin Großkreutz bei seinen Fans und ärgert sich vor allem über die Art und Weise wie die Fans auf den Sitzplätzen mit Fehlern der Mannschaft umgehen.

Im Stadion wurde deutlich, dass jegliche Fehlpässe oder Ballverluste sofort mit einem Raunen durch die Fans geahndet wurden. Doch die Anhänger des BVB müsste eigentlich wissen, wie stark das eine Mannschaft vor heimischem Publikum verunsichert. Umso unverständlicher ist die Reaktion der Zuschauer.

Nun stellt sich die Frage, warum diese sonst so sattelfeste Einheit in Uneinigkeit lebt. Fest steht, dass die Borussia in der Liga wie auch in der Champions League mehrere Spiele zu Hause verloren hat. Dies sollte jedoch kein Anlass sein die Mannschaft mit fehlender Unterstützung zu strafen da jeder Gegner, vor allem International, ein hohes Niveau besitzt.

Jetzt scheint es wichtig, dass Mannschaft und Fans möglichst schnell wieder zueinanderfinden, um gerade am Dienstag der kommenden Woche im Revierderby eine geschlossene Einheit zu bilden.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „So viel Fußball heute. Da müsst ihr so’ ne Kackgeschichte machen.”

Datum: 14.12.2013
16. Bundesligaspieltag: TSG Hoffenheim – Borussia Dortmund

Jürgen Klopp: „So viel Fußball heute. Da müsst ihr so’ ne Kackgeschichte machen. Ist das ein Drecksleben, das tut mir echt leid.“

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem Unentschieden im Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim auf eine Frage der Journalisten zur Szene als Marco Reus Schiedsrichterassistenten Mark Borsch umstieß. Jürgen Klopp: „So viel Fußball heute. Da müsst ihr so’ ne Kackgeschichte machen. Ist das ein Drecksleben, das tut mir echt leid.“

Packend und spannend bis zum Schluss

In dieser Partie des 16. Spieltages gab es zu Beginn keine Phase des Abtastens. Beide Teams begannen angriffslustig und suchten den direkten Weg zum Tor. Dortmund erzielte aus mehreren sich ergebenen Chancen das erste Tor, welches folgerichtig aufgrund der Abseitsstellung Lewandowskis zurückgepfiffen wurde (16.).
Fast im Gegenzug erzielten die Hausherren über ein tolles Kombinationsspiel im Mittelfeld den ersten regelgerechten Treffer der Partie. Sven Schipplock vollendet den Pass aus dem Mittelfeld mit einem tollen „Chip“ über den heraus eilenden Langerack (18.).

Hoffenheim zeigte sich sichtlich gestärkt und übernahm das Spielgeschehen mit Drang auf den Ausbau der Führung. Der BVB hatte zwar mehr Ballbesitz, blieb jedoch ansonsten blass in der Spielgestaltung. Ganz im Gegenteil die TSG, welche stark nach vorn spielte. Nach einer tollen Kombination zwischen Firmino und Rudy vollendete Kevin Volland aus halb – linker Position zum 2:0 (37.).

Eine eigentlich sichere Pausenführung zerstörte ein grober Fehler von Krahl kurz vor dem Pausentee. Der Torhüter ließ den Ball nach einer BVB Ecke fallen, so dass Aubameyang nach Lewandowskis schneller Reaktion auf 1:2 aus Sicht der Dortmunder verkürzen konnte (44.).

Beflügelt durch dieses Tor kam die Borussia aggressiv aus den Kabinen und erhöhte den Druck. Ähnlich dem Spiel unter der Woche in Marseille hatte man die deutliche Überhand, ließ jedoch Torabschlüsse vermissen. Hoffenheim legte nun Wert auf Konter.

In der 67. Spielminute stocherte Lukasz Piszczek den Ball über die Linie. Hoffenheim zeigte sich nun stark verunsichert. Vor allem Torhüter Krahl wankte erheblich. Dieser verschuldete fast das nächste Tor nach einem Lewandowski Schuss aus 15 Metern.

Die Schlussviertelstunde brachte noch einmal hochkarätige Chancen auf beiden Seiten, die jedoch nicht in ein Siegtor umgemünzt werden konnten. Somit trennen sich beide Teams in einem anschaulichen und packenden Spiel gerecht 2:2 Unentschieden.

Anspannung aufgrund schwerer Wochen

Jürgen Klopp, Trainer des BVB, ist durchaus für teilweise lustige und exklusive Interviews gern gesehen. Doch die Aussage in diesem Interview nach dem Unentschieden seiner Mannschaft sollte kritisch betrachtet werden. Die tägliche Arbeit der Journalisten als Drecksleben zu beschimpfen lässt jegliche Form feiner Sitten und des Anstandes vermissen. Eine solche Aussage ist übertrieben, hart und zu dem völlig unpassend.

Verständlich ist, dass ein Trainer wie Jürgen Klopp nach ähnlichen Wochen, wie sie der BVB erlebt hat, gereizt ist, aber kein Argument für eine solche Artikulation bietet. Klar ist, Borussia Dortmund liegt abgeschlagen auf Platz 3 in der Bundesliga mit fünf Punkten Rückstand auf Leverkusen und gar 12 Punkten Rückstand auf den FC Bayern München.

Anhand dieser Situation und der letzten angespannten Wochen in Bundesliga und Champions League, in der man um das Einziehen in die K.O. – Runde zittern musste, ist eine Verärgerung und Unzufriedenheit völlig verständlich, sollte aber niemals in einer solchen Ausdrucksweise enden. Abschließend bleibt festzuhalten, dass das enttäuschende Unentschieden in Hoffenheim auch nicht so schnell etwas an der Stimmung in Dortmund ändern werden kann.

Autor: Tom Wolny

Jose Anigo: „Das ganze Spiel spiegelt unsere Saison wieder!”

Datum: 11.12.2013
6. Spieltag Champions League (F): Olympique Marseille – Borussia Dortmund

Jose Anigo: „Das ganze Spiel spiegelt unsere Saison wieder: Manchmal Pech, manchmal schlechte Spiele. Neu war heute die Einstellung meiner Spieler, wenn sie immer so gekämpft hätten, wären es ganz andere Spiele geworden.“

Marseilles Interimstrainer Jose Anigo nach der knappen Niederlage im heimischen Stadè Velodrome gegen Borussia Dortmund und dem folgenden Ausscheiden aus der Champions League. Jose Anigo: „Das ganze Spiel spiegelt unsere Saison wieder: Manchmal Pech, manchmal schlechte Spiele. Neu war heute die Einstellung meiner Spieler, wenn sie immer so gekämpft hätten, wären es ganz andere Spiele geworden.“

Hochintensive 90 Minuten

Die Partie begann mit einem Blitzstart des BVB, bei dem sich Robert Lewandowski mit seinem vierten Treffer in der laufenden Champions League Saison sofort in den Fokus der Zuschauer spielte. Ein langer Ball von Erik Durm erreichte Lewandowski, welcher sich gekonnt gegen Marseilles Verteidiger Mendes durchsetzte und den Ball sehenswert zur 1:0 Auswärtsführung über Mandanda lupfte (4.).

Doch der Traumstart der Borussia hielt nicht lange an. Nach einem scharf getretenen Freistoß patzte Roman Weidenfeller in dem er am Ball vorbeisegelte. Khalifa köpfte zunächst an die Latte, doch den zurückspringenden Ball drückte Diawara freistehend mit dem Kopf über Linie (13.).

Von diesem schnellen Gegentor ließ sich der nun stark unter Druck stehende BVB nicht beirren. Das Team von Jürgen Klopp kombinierte in gewohnter Manier und starte immer wieder gut vorgetragene Angriffe – nur der entscheidende Pass im gefährlichen Drittel fehlte, um zum Torerfolg zu kommen. Zu dem fehlte Dortmund der Abschluss, Reus vergab die einzige Chance und verzog in der 30. Spielminute.

Der Gast aus Deutschland kam mit dem Schwung der ersten Halbzeit aus den Kabinen. Kurz nach Wiederanpfiff vergaben Robert Lewandowski und Henrik Mkhitaryan ihre Möglichkeiten, um den Traumstart des ersten Durchgangs zu wiederholen (47./53.).
Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit spielte der BVB den Gastgeber aus Frankreich nahezu an die Wand. Dortmund kombinierte weiterhin gut und erspielte sich gute Chancen, um die Führung wiederherzustellen. Doch leider vergab man beste Chancen fahrlässig. Die größte Chance hatte erneut Robert Lewandowski, der einen zu kurzen Rückpass antizipierte, Mandanda umlief, jedoch am leeren Tor vorbeischob. Zu dem blieb Olympique immer durch Konter gefährlich.

In den letzten 10 Minuten des Spiels hatte Marseilles das Spiel komplett eingestellt und verteidigte mit allen Mitteln den ersten Punkt in der Gruppenphase. Doch drei Minuten vor Schluss schoss Kevin Großkreuz den BVB zum Gruppensieg und erwartet nun am Montag bei der Auslosung der K.O. – Runde das vermeintlich leichtere Los.

Frage über Einstellung und Leistungsbereitschaft

Über diese erneute Niederlage war Marseilles Interimstrainer Jose Anigo sichtlich unzufrieden. Mit dieser Aussage übt er Kritik am gesamten Team. Spricht zwar von einer erfreulichen Sache, nämlich der des Kampfes und der Bereitschaft zu Kämpfen, doch ist mehr als enttäuscht, dass dies das einzige Spiel mit ähnlicher Einstellung war.

Anigo spricht dabei von der gesamten schwachen und schlechten Saison. Deutlich wird der Ärger im Ausscheiden in der Vorrunde der Champions League als Gruppenletzter mit null Punkten und einem derzeitigen enttäuschenden 5. Platz in der Ligue 1 mit 13 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Paris.

Vorrangig übt der Trainer der Franzosen Kritik an der Einstellung seines Teams, denn klar ist: Marseilles hat eine hohe spielerische Qualität, zeigt jedoch bisher kaum etwas davon. Zu hinterfragen bleibt dabei, wo die Gründe hierfür liegen.

Nahe liegt, dass Jose Anigo mit diesen Vorwürfen zu mindestens versucht an den Stolz seines Teams zu appellieren und somit zu besseren Leistungen aufzurufen. Fest steht, dass man sich nun komplett auf die Ligue 1 konzentrieren kann, denn als Gruppenletzter ist man zu dem nicht für die Europa League qualifiziert.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „Wir sind nett genug, uns auf ein Niveau herunterzuverletzen.”

Datum: 30.11.2013
14. Bundesligaspieltag/Achtelfinalspiel DFB – Pokal: FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund/1. FC Saarbrücken – Borussia Dortmund

Jürgen Klopp: „Wir sind nett genug, uns auf ein Niveau herunterzuverletzen, dass das am Ende doch noch ein spannender Wettkampf wird.“
Dortmunds Meistertrainer von 2011 und 2012 nach dem Bundesligaspiel in seiner alten Heimat Mainz und vor dem DFB – Pokal Achtelfinalspiel in Saarbrücken. Jürgen Klopp: „Wir sind nett genug, uns auf ein Niveau herunterzuverletzen, dass das am Ende doch noch ein spannender Wettkampf wird.“

Durchwachsene Wochen

Für die Borussia aus Dortmund war es kein November nach ihren Vorstellungen. Zwei Niederlagen in Folge in der Bundesliga, dadurch das Abrutschen der Klopp – Elf auf den dritten Tabellenplatz und die durchwachsenen Auftritte in der Champions League. Durch die schlechte Chancenverwertung in Bundesliga und Champions League fällt der BVB hinter seine eigenen Ansprüche zurück. Nach diesen schweren Wochen folgten in der jüngsten Vergangenheit wieder Spiele, die dank sich bessernder Chancenverwertung sicher und deutlich für die Borussia ausgingen.

Mit dem 3:1 Sieg im heimischen Signal – Iduna – Park gegen den SSC Neapel am vergangenen Dienstag lebt die Hoffnung für den Einzug ins Achtelfinale der Champions League wieder auf. Doch am vergangenen 14. Bundesligaspieltag hatte der BVB in Klopps alter Heimat, beim FSV Mainz 05, große Probleme das Spiel nach seinen Vorstellungen zu gestalten. In der Coface – Arena in Mainz gewann Dortmund ebenfalls mit 3:1, aber hatte über weite Strecken des Spiels erhebliche Schwierigkeiten mit dem Gastgeber. Lange bot der FSV den Gästen Paroli, erst in der Schlussphase musste man die Gegentreffer, darunter zwei Elfmeter, hinnehmen.
Erkennbar ist, dass das Team von Jürgen Klopp die Beständigkeit in der Ergebniserzielung zur Zeit vermissen lässt und es somit auch gegen vermeintlich schwächere Gegner schwer hat zu gewinnen.

Überhebliche Herangehensweise?

Aktuell plagt sich die Borussia mit starken Verletzungssorgen herum. Nun sind es schon sieben Stammspieler, die Trainer Jürgen Klopp nicht zur Verfügung stehen. Deutlich wird dabei, dass jede Mannschaft, sei sie noch so stark, Probleme hat mit einer solchen Situation umzugehen.

Doch ist die Aussage von Jürgen Klopp zu seiner aktuellen Personalsituation und dem Achtelfinal – Pokalspiel in Saarbrücken sehr überheblich und kann schnell falsch verstanden werden. Natürlich sinkt das Niveau bei Dortmund erheblich, wenn gleich sieben Stammspieler ausfallen, doch sollte man niemals mit einer ähnlichen Art und Weise artikulieren, wie es der Trainer des BVB tat.

Betrachtet man diese Aussage näher, stellt sich die Frage: Nimmt der BVB das Pokalspiel in Saarbrücken überhaupt ernst? Kommt man erst nach den vielen Verletzungen beim BVB mit der Einstellung eines sicheren und deutlichen Sieges ins Wanken? Nichts desto trotz erscheint diese Aussage, des sonstigen Sympathieträgers Klopp sehr arrogant wie hochmütig und man sollte in Dortmund aufpassen, dass sich solche Aussagen nicht rächen.
Wie jeder weiß besitzt der Pokal seine eigenen Gesetze. Hier kann jeder jeden schlagen und keiner darf sich zu sicher sein, denn auch die vermeintlich Kleinen wittern in diesen Spielen ihre Chance.

Unter dem Strich wird klar, dass Saarbrücken als klarer Underdog in das Spiel gegen den Champions League Finalisten des Vorjahres geht, doch interessant wird, wie man vor heimischer Kulisse ins Spiel findet und was Willenskraft, Einsatz und Bereitschaft bewirken können.

Autor: Tom Wolny