Stetua Bukarest – FC Schalke 04

Datum: 26.11.2013
Rückspiel Champions League Gruppenphase (E): Stetua Bukarest – FC Schalke 04

Horst Heldt: „Das Ergebnis ist zweitrangig, weil wir sowieso ein Endspiel gegen den FC Basel gehabt hätten.“
Schalkes Manager Horst Heldt, nach dem dem 0:0 Unentschieden in Bukarest gegen Stetua. Horst Heldt: „Das Ergebnis ist zweitrangig, weil wir sowieso ein Endspiel gegen den FC Basel gehabt hätten.“

Überschaubares Stückwerk bringt keinen Erfolg

Nach einem enttäuschenden 0:0, gegen den viertplatzierten der Gruppe, scheinen die Verantwortlichen der Königsblauen um keine Ausrede verlegen zu sein, um der Mannschaft den Rücken zu stärken.

Über weiter Strecken des Spiels erschien der Gast aus Schalke unauffällig, schwach und, keines Wegs dem Winter von Bukarest geschuldet, blass. Der Bundesligist aus dem Ruhrpott agierte mit viel Stückwerk und dem Fehlen einer klaren Linie im Spiel. Es fehlte zu meist an Kreativität und Ideen, um den Gastgebern wirklich gefährlich zu werden. Im gesamten Spielverlauf zeigten sich die Königsblauen zwar überlegener, aber trotzdem behielt der Gastgeber aus Bukarest die Oberhand in Sachen Gefährlichkeit. Stetua erarbeitete sich mehr zwingende Chancen, scheiterten letztendlich jedoch an der Verwertung dieser.

Halbzeit eins der Begegnung bot ein mäßiges und somit überschaubares Tempo. Zu Beginn der Partie spielte sich das gesamte Spielgeschehen nur im Mittelfeld ab. Bukarest versuchte, vor heimischem Publikum, über Kurzpassspiel die abwartenden und passiven Schalker in Verlegenheit zu bringen. Doch hierbei verschob die Mannschaft von Trainer Jens Keller gekonnt und verdichtete somit die torgefährliche Zone – Chancen blieben Mangelware.

Im weiteren Verlauf des Spiels fand der S04 besser ins Spiel und übernahm das Geschehen sichtlich. Der Ball lief nun gut in den eigenen Reihen, wobei man Konsequenz und Zielgerichtetheit vermissen ließ.

Der zweite Durchgang brachte zunächst das gleiche Bild. Schalke 04 dominierte den ersten Teil der Halbzeit. Mit zunehmendem Spielverlauf erkämpfte sich Stetua Bukarest die Überlegenheit zurück, fand jedoch kein Mittel Ralf Fährmann im Tor der Gäste, welcher mit zwei Glanzparaden die Null hielt, zu überwinden.

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass die Null auf Seiten der Schalker gehalten wurde, negativer Beigeschmack jedoch ist, dass diese sowie Hinten als auch Vorn steht.

Held als erneuter Krisenmanager

Ist es wirklich sinnvoll nach einem enttäuschenden Auftritt gegen den vermeintlich schwächsten Gegner der Gruppe mit einer solchen Gleichgültigkeit nach dem Spiel aufzutreten? Bewegt sich ein Manager eines Vereins mit solchen Ansprüchen dabei nicht auf dünnem Eis? Dies wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen, doch fest steht, dass Horst Heldt wieder einmal als Krisenmanager auf Schalke fungieren muss.

Natürlich lastet nun mehr enormer Druck auf dem Trainer und seiner Mannschaft, die vor den Wochen der Wahrheit stehen – in der Bundesliga kriselt der Klub und im internationalen Geschehen muss man um das Weiterkommen zittern.

Doch sollte Horst Heldt mit derartigen Aussagen zu einem Spiel innehalten, da es trotz der sich nicht ändernden Situation für Schalke wichtig gewesen wäre, in Bukarest zu gewinnen. Druck von der Mannschaft nehmen, diese entlasten und schützen, hin oder her, Fans eines Vereins wie dem FC Schalke 04 erwarten immer 120% von ihren Spielern und können derartige Aussagen einer Führungskraft schnell falsch einordnen und interpretieren.

Nun muss die Mannschaft, am 11.12.13, im letzten Gruppenspiel zu Hause gegen den FC Basel wahre Größe demonstrieren und ihre Stärke unter Beweis stellen.

Autor: Tom Wolny

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