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Jürgen Klinsmann: „Ein Drama, ein extremes Spiel.“

Datum: 01.07.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Belgien – USA

Der Trainer der USA, Jürgen Klinsmann, nach dem knappen Ausscheiden seines Teams im Achtelfinale dieser Weltmeisterschaft. Jürgen Klinsmann: „Ein Drama, ein extremes Spiel.“

Belgien knackt Howard

Die Anfangsphase begann sofort packend und intensiv. Belgien sicherte sich sofort das Oberwasser und drängte die USA weit in die eigene Hälfte.

Diese jedoch standen sicher und wirkten dem Druck der Belgier mit vereinzelten Nadelstichen entgegen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause nahm die Partie wieder Fahrt auf. Es entwickelten sich Chancen auf beiden Seiten, die jedoch im letzten Moment noch vereitelt werden konnten.

Die Minuten vor dem Pausenpfiff gehörten dem Team von Jürgen Klinsmann. Die US – Boys kamen immer wieder über die Außen gefährlich vor das belgische Tor, jedoch ohne Glück, sodass das Spiel mit einem 0:0 Unentschieden in die Pause ging.

Nach Wiederbeginn agierten die Belgier zielgerichtet und aggressiv. Immer wieder kamen die Roten Teufel gefährlich vor das Tor von Howard, welcher seine Mannschaft mit herausragenden Paraden und Reflexen im Spiel hielt.

In der Schlussphase wussten die Belgier aber weiterhin nicht, ihre drückende Überlegenheit in Tore umzuwandeln. So musste die Entscheidung in der Verlängerung erzielt werden.

Es waren nur wenige Minuten im ersten Durchgang der Verlängerung gespielt, da war es Wolfsburgs Kevin de Bruyne, der die erlösenden 1:0 Führung besorgte (93.).

Nun waren die US – Boys gefragt. Doch es fiel der Klinsmann – Elf schwer ihre Defensivtaktik zu ändern, um nun selbst gefährlich zu werden. Ganz im Gegenteil die Roten Teufel. Dieses spielten sich Offensiv in einen Rausch. So war es Lukaku, welcher einen blitzsauberen Konter zum 2:0 abschloss (105.).

Doch so einfach wollten sich die Amerikaner nicht geschlagen geben und erzielten in der 107. Spielminute den Anschlusstreffer. Binnen weniger Minuten hatte Jermaine Jones sogar den schnellen Ausgleich auf dem Fuß, schoss jedoch knapp am Pfosten vorbei (109.).

Mit dieser Chance war eine dramatische Schlussphase eingeläutet. Zunächst verpassten es die Belgier die Entscheidung herbeizuführen. Dann war es die USA, welche die beste Chance, auf die Vertagung der Entscheidung ins Elfmeterschießen, vergab.

Dadurch blieb es in einer intensiven, wie ansehnlichen Partie beim 2:1 für Belgien nach Verlängerung.

Treffende Worte

Jürgen Klinsmann wählt nach dieser wahnsinnigen und intensiven sowie packenden Achtelfinal – Begegnung die richtigen Worte. Diese Partie beinhaltete alles was sich ein Zuschauer nur wünschen kann.

Nach dem verhaltenen Beginn und einer von Taktik geprägten Begegnung entfachte das Spiel in der Verlängerung, mit dem 1:0 durch die Belgier, ihr wahres Feuer.

Klinsmann fasst in wenigen Worten die Kernpunkte dieses Spiels perfekt zusammen. Am Ende der 120 Minuten dieses Achtelfinals hätten beide Teams den Einzug in die nächste Runde mehr als verdient gehabt.

Für jeden Fußballfan bleibt sich zu wünschen, dass es noch viele solche Spiele bis hin zum Finale geben wird und das Jürgen Klinsmann auch bei der nächsten WM mit seinen US –Boys so einen Fußball zeigen wird.

Autor: Tom Wolny

Sami Khedira: „Wir haben zu langsam gespielt. Die Amerikaner hatten es relativ leicht. Um im Turnier weit zu kommen, müssen wir unser Spiel noch schneller machen.“

Datum: 26.06.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: USA – Deutschland

Sami Khedira, der Mittelfeldantreiber der deutschen Nationalmannschaft, nach dem Spiel gegen die USA, welches er 90 Minuten von der Bank betrachtete. Sami Khedira: „Wir haben zu langsam gespielt. Die Amerikaner hatten es relativ leicht. Um im Turnier weit zu kommen, müssen wir unser Spiel noch schneller machen.“

Deutschland Gruppensieger

Von Anfang an dominierte die deutsche Elf das Geschehen auf dem Platz und setzte dabei auf totalen Ballbesitz. So kam es bereits nach wenigen Minuten dazu, dass Deutschland die ersten Annährungen an das US – Tor suchte.

Philipp Lahm lies sich immer wieder zwischen die Innenverteidiger fallen und forcierte so das deutsche Aufbauspiel. Über die Außen wurden die Spielzüge vorangetrieben um über Flanken zum Abschluss zu kommen.

Im weiteren Spielverlauf kamen die US – Boys besser ins Spiel und schalteten immer wieder schnell nach Ballgewinn um und waren in den Zweikämpfen extrem präsent.

Dadurch entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten, das die Begegnung torlos mit einem Unentschieden in die Kabinen ging.

Die Deutschen kamen direkt mit Wiederanpfiff aggressiv und zum Siegen gewillt zurück. So ergaben sich auch die ersten Chancen für das Löw – Team.

In der 55. Spielminute war es wieder einmal Müller, welcher den Ball nach einer abgewehrten Ecke durch Howard, im Nachschuss unhaltbar und platziert zur 1:0 Führung einnetzte.

Anschließend schraubte die deutsche Nationalmannschaft das Tempo etwas herunter, weil es ihnen die Amerikaner auch nicht wirklich schwer machten. Die Klinsmann – Truppe riss sich nicht wirklich ein Bein aus, um ein großes Offensivspektakel abzubrennen.

In der Schlussphase lies das deutsche Team die Kugel sicher in den eigenen Reihen laufen und verwaltete den Vorsprung sicher und souverän.

In den letzten Minuten kamen die Amerikaner noch einmal zu ihren größten Chancen auf den Ausgleich. Doch Bedoya scheiterte am grätschenden Lahm (90. + 1) und Dempsey köpfte einen Ball über das Tor (90. + 3), sodass Deutschland verdient siegt.

Kritik am Mitspieler

Khedira spricht im Interview nach dem Spiel von einem zu langsamen und moderaten Umschaltspiel, welches das Spieltempo verlangsamte und es so dem Gegner leichter machte gegen die deutsche Mannschaft zu bestehen.

Ein Spieler, welcher 90 Minuten das Spielgeschehen von der Bank betrachtet sollte sich seine Wortwahl und Kritik zu einzelnen Spielern wohl besser überlegen.

Denn mit dieser Kritik über zu langsames Spiel und dem zu Grunde liegenden langsamen Umschaltspiel gilt indirekt vorrangig Bastian Schweinsteiger. Genau dessen Aufgabe ist es, das Spiel von Defensive auf Offensive aus seiner zentralen Position zu gestalten und zu forcieren.

Diese Aussage Khediras entfacht nun womöglich ein Feuer von Fragen über die wirkliche Teamchemie und den Zusammenhalt der Mannschaft. Offenbar ist Khedira mit seiner Reservistenrolle gegen die Amerikaner sehr unzufrieden und kritisiert deshalb offen seinen direkten „Gegner“ Bastian Schweinsteiger.

Nun bleibt abzuwarten, wie der Bundestrainer auf diese Kritik reagiert und vor allem die Mannschaft intern sowie auch auf dem Feld damit umgeht.

Autor: Tom Wolny