Archiv der Kategorie: Hamburger SV

Karl Gernandt: „Wir werden nicht in Panik verfallen, werden nicht handeln – das kann ich zu 120 Prozent sagen.”

Datum: 14.09.2014

3. Bundesligaspieltag: Hannover 96 – Hamburger SV

Der Chef des Aufsichtsrates beim Hamburger SV, Karl Gernandt, zur Trainersituation nach der Niederlage bei Hannover 96. Karl Gernandt: „Wir werden nicht in Panik verfallen, werden nicht handeln – das kann ich zu 120 Prozent sagen.”

HSV stürzt in Krise

Die Anfangsphase der Partie zeigte, dass die Hausherren zunächst spielbestimmend auftraten. Das Plus an Zweikämpfen und eine höhere Einsatzbereitschaft sowie Laufbereitschaft ließen das Übergewicht der Gastgeber entstehen.

Bereits nach 13 Spielminuten konnte die HSV – Defensive der Offensiv Wucht der Korkut – Elf nicht mehr Stand halten. Nach einer Maßflanke von Albornoz köpfte Andreasen im Luftduell mit Ostrzolek unhaltbar zur 1:0 Führung ein.

In der Folgezeit zeigte sich die Slomka – Elf jedoch unbeeindruckt vom Rückstand und investierte nun mehr in die eigene Offensive. Lasoggas Kopfball und Holtbys Volleyschuss verfehlten jedoch das Tor denkbar knapp.

Die bessere Spielanlage zeigten aber die Niedersachsen. Gerade im Umschaltspiel präsentierten sich die Gastgeber äußerst stark.

Dieses schnelle Umschaltspiel stellte die HSV – Defensive immer wieder vor große Probleme. In der 24. Spielminute war es dann Sobiech, der den Ball nach einem Querpass von der Grundlinie im Dreikampf, über die Linie drückte und so die Führung für Hannover ausbaute.

In der Phase vor dem Halbzeitpfiff schraubten die Gäste das Tempo zurück und ließen den HSV etwas mehr Chancen zu eigener Entfaltung. Die sich bietenden Räume konnten die Hamburger jedoch nicht zum Anschlusstor noch vor der Pause nutzen.

Die zweite Halbzeit dieser Begegnung zeigte sich intensiv und weiterhin hart umkämpft. Die Rollenverteilung des Spiels war nun klar definiert. 96 beschränkte sich offensiv nur noch auf Nadelstiche und der HSV suchte vergeblich nach dem Schlüssel die gut gestaffelte Hannover Defensive zu knacken.

Doch die einzig nennenswerte Aktion hatte der eingewechselte Rudnevs, welcher den Ball nach einer Flanke aus dem Außenraum knapp am Tor vorbeischoss (66.).

Im Anschluss verteidigte Hannover souverän und lies keine echten Chancen mehr zu. So blieb es bei einem klaren Heimsieg und einem tollen Auftakt für die Niedersachsen. Hingegen legt der HSV einen klassischen Fehlstart hin und rangiert nun mit keinem eigenen Tor auf dem letzten Tabellenplatz.

Hamburger Ausnahmezustand

In Hamburg herrscht früh in der Saison schon wieder einmal Krisenstimmung. Getätigte Aussagen vom Vortag zählen Folgetag schon nicht mehr. In seinem Interview direkt nach dem Spiel garantierte HSV Aufsichtsrat – Boss Karl Gernandt seinem Trainer Mirko Slomka noch volle Rückendeckung.

Die Führungsebene und der Verein wollen nicht in eine Panik verfallen und bezogen auf den Trainer nicht mit einem Wechsel reagieren.

Doch wie es zu aktuellen Zeiten beim Hamburger SV üblich ist, reagieren die Verantwortlichen schnell und oftmals kopflos. Nun, nach drei Spielen, einem Punkt und dem letzten Tabellenplatz begründet man den absoluten Fehlstart der Mannschaft mit der inakzeptablen Leistung des Trainers.

Mirko Slomka wurde bereits am Montagabend entlassen und ist damit nicht mehr Trainer des Tabellenachtzehnten der Fußballbundesliga.

Ob sich diese Entscheidung der Führungsetage des Bundesliga – Dinos bestätigen lässt oder ob man im Norden des Landes wieder einmal unüberlegt und mit einem Schnellschuss gehandelt hat, müssen die Leistungen der Mannschaft in den kommenden Wochen zeigen.

Autor: Tom Wolny

Wolfgang Hesl: „Ich habe eigentlich keine Worte dafür. Wir waren in den zwei Spielen die bessere Mannschaft, aber uns hat das Glück gefehlt.“

Datum: 18.05.2014

Bundesliga – Relegation: SpVgg Greuther Fürth – Hamburger SV

Wolfgang Hesl, Torhüter und Kapitän der Spielvereinigung aus Fürth, fasste seine Enttäuschung direkt nach dem Spiel in Worte. Wolfgang Hesl: „Ich habe eigentlich keine Worte dafür. Wir waren in den zwei Spielen die bessere Mannschaft, aber uns hat das Glück gefehlt.“

Zittern zum Klassenerhalt

Nach einer schlechten Vorstellung im Hinspiel vor heimischem Publikum zeigte sich der Gast aus Hamburg von Beginn an dieser Partie als sehr selbstbewusst und ballsicher.

Die SpVgg Greuther Fürth zog sich zunächst weit zurück und lies die Gäste aus Hamburg kommen, um dann über Konter zum Torerfolg zu gelangen.

Im Gegenteil zum Hinspiel agierten die Hamburger zu dem auch aggressiver und stabiler – so gelang es dem HSV ihre Feldvorteile prompt in die Führung umzuwandeln.

Nach einer Van der Vaart – Ecke war es Pierre – Michel Lasogga, der mit einem herausragenden und wuchtigen Kopfball das Spielgerät unhaltbar im linken oberen Eck versenkte (14.).

Im direkten Gegenzug nach Wiederanpfiff verfehlte die Antwort der Fürther in Form eines Distanzschusses von Zoltan Stieber das Tor nur denkbar knapp (16.).

Im weiteren Spielverlauf merkte man den Gastgeber die Nervosität deutlich an, ihr Offensivspiel bestand hauptsächlich nur aus Stückwerk.

Die Hanseaten hingegen zeigten eine souveräne und konzentrierte Leistung, ließen somit den Ball und Gegner laufen.

Doch die Phase kurz vor dem Halbzeitpfiff gehörte wieder den „Kleeblättern“. Zum Leid der Fürther Fans verfehlten die Möglichkeiten von Azemi (40.) und Weilandt (45.) das Tor nur denkbar knapp.

Zurück aus den Kabinen blieb ein erwarteter Sturmlauf der Gastgeber zunächst aus. Viel mehr waren die Gäste aus Hamburg dem 2:0 näher als die Fürther dem Ausgleich. Den Kopfball von Lasogga parierte Wolfgang Hesl stark und hielt sein Team damit am Leben.

Wie aus dem Nichts gelang den Franken der Ausgleich. In der 59. Spielminute steckte Stieber einen klasse Ball durch die Abwehr der Hamburger, welchen Fürstner vor dem herauseilenden Drobny im Netz unterbrachte.

Dieser Ausgleichstreffer änderte die Kräfteverhältnisse des gesamten Spiels. Die Hanseaten begannen zu wackeln und die Fürther erfuhren einen deutlichen Aufwind.

Die „Kleeblätter“ drängten den Gast aus dem Norden komplett zurück in die eigene Hälfte, aus der man sich kaum noch befreien konnte.

Die Schlussphase brach an und der Zweitligist spielte nun nach dem Motto „Alles oder Nichts“. Die Fürther warfen alles nach vorn, was Team hergab. Doch die fehlende Durchschlagskraft und Genauigkeit im Abschluss verbauten den Gastgebern ein weiteres Tor und ließen das Spiel mit einem 1:1 Unentschieden enden.

Enttäuschung pur

Mit diesem enttäuschenden und traurigen 1:1 Unentschieden bleibt es den Fürther auch in der kommenden Spielzeit verwehrt im Oberhaus des deutschen Fußballs auf Punktejagd zu gehen.

In der Aussage von Wolfgang Hesl direkt nach dem Spiel wird deutlich wie viel Leid und Enttäuschung in jedem einzelnen Spieler der Fürther steckt.

Der Zweitligist agierte in Summe über beide Spiele deutlich engagierte und besser als der wankende Dino der Bundesliga.

Doch seien es Glück, fehlende Durchschlagskraft oder vielmehr der eine fehlende Funke, welcher in dieser Relegation über Freud und Leid entschied, so gilt es für die Fürther in der kommenden Saison alles dafür zu investieren um den Aufstieg im kommenden Jahr zu realisieren.

Autor: Tom Wolny

Frank Kramer: „Wir hätten mehr mitnehmen müssen.“

Datum: 15.05.2014

Bundesliga – Relegation: Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth

Frank Kramer, Trainer der SpVgg Greuther Fürth, nach dem Relegations – Hinspiel beim Hamburger SV. Kramer: „Wir hätten mehr mitnehmen müssen.“

Überzeugenderer Zweitligist

Die Anfangsphase zeigte deutlich wie viel Respekt und Nervosität in diesem Spiel lag. Beide Mannschaften agierten verhalten und wollten bloß keine Fehler machen.

Zunächst präsentierte sich der Bundeliga – Dino mit mehr Ballbesitz, wusste jedoch nichts damit anzufangen. Im weiteren Verlauf kamen die Fürther immer besser ins Spiel und bauten eine wahre Druckphase auf.

Mit zahlreichen Standartsituationen näherten sie sich dem Tor der Hamburger an. Der HSV hingegen verlor komplett die Linie und war nur noch in der Defensive gefangen. Erst nach ca. einer viertel Stunde gelang es den Hanseaten das Spiel mehr ins Mittelfeld zu verlagern und so die Gefahr etwas vom eigenen Tor zu lenken.

Der Zweitligist agierte deutlich schneller und frischer. In der Defensive stand man sicher und schaltete immer wieder blitzartig auf das Offensivspiel um. Mehr gewonnene Zweikämpfe, mehr gelaufene Kilometer und das aggressivere Spiel führten zu einem Übergewicht der Gäste aus Fürth.

Doch zum Leid der Anhänger der Franken konnte diese sichtliche Überlegenheit nicht in wirkliche Torchancen umgewandelt werden. Aufgrund dieser Tatsache und der völligen Inaktivität der Gastgeber ging es mit einem 0:0 Unentschieden in die Halbzeit.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich nichts am Bild dieser Partie. Der Zweitligist aus Fürth bespielte mehr und mehr den HSV und kam in der 51. Spielminute zur besten Chance. Gießelmann köpfte dabei eine Ecke von Brosinski nur knapp neben das Tor.

Erst nach einer knappen Stunde schafften es die Hamburger ein eigenes Offensivspiel zu initiieren und den Gast aus Fürth über Standartsituationen unter Druck zu setzen. In dieser Phase erarbeiteten sich die Gastgeber eigene Chancen, die jedoch auch nicht in Tore umgewandelt werden konnten.

Nach dieser Druckphase des HSV befreiten sich die Franken wieder und bespielten nun einen völlig verausgabten Gastgeber nach Belieben. Doch leider bleibt unter dem Strich nur ein, anhand des Spielverlaufs für Greuther Fürth, enttäuschendes 0:0, weil es die Mannschaft von Frank Kramer nicht schaffte wirklich gefährlich vor das Tor der Hamburger zu kommen.

Deutlich bessere Gäste

Der Trainer der Fürther, Frank Kramer, spricht genau das im Interview nach dem Spiel an, was alle Zuschauer dachten.

Die Gäste aus Franken hätten nach dem Spielerlauf deutlich mehr mitnehmen müssen. In der Aussage von Kramer wird deutlich, dass dieser über das 0:0 sehr enttäuscht ist. Im gesamten Spiel zeigte sich sein Team als die aktivere und präsentere Mannschaft an diesem Abend.

Der Trainer der Fürther ist sichtlich enttäuscht über das Unentschieden und bedauert, dass es seinen Spielern nicht gelungen ist ein so wichtiges Auswärtstor zu erzielen.

Trotz alle dem hat sich der Zweitligist sehr gut verkauft und den Bundesliga – Dino aus Hamburg an den Rand einer Niederlage geführt.

Genau mit diesem Resümee und eine guten Vorbereitung auf das Rückspiel ist alles möglich und die SpVgg Greuther Fürth hält ihre Chance auf den Aufstieg weiterhin am Leben.

Autor: Tom Wolny