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Sami Khedira: „Wir haben zu langsam gespielt. Die Amerikaner hatten es relativ leicht. Um im Turnier weit zu kommen, müssen wir unser Spiel noch schneller machen.“

Datum: 26.06.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: USA – Deutschland

Sami Khedira, der Mittelfeldantreiber der deutschen Nationalmannschaft, nach dem Spiel gegen die USA, welches er 90 Minuten von der Bank betrachtete. Sami Khedira: „Wir haben zu langsam gespielt. Die Amerikaner hatten es relativ leicht. Um im Turnier weit zu kommen, müssen wir unser Spiel noch schneller machen.“

Deutschland Gruppensieger

Von Anfang an dominierte die deutsche Elf das Geschehen auf dem Platz und setzte dabei auf totalen Ballbesitz. So kam es bereits nach wenigen Minuten dazu, dass Deutschland die ersten Annährungen an das US – Tor suchte.

Philipp Lahm lies sich immer wieder zwischen die Innenverteidiger fallen und forcierte so das deutsche Aufbauspiel. Über die Außen wurden die Spielzüge vorangetrieben um über Flanken zum Abschluss zu kommen.

Im weiteren Spielverlauf kamen die US – Boys besser ins Spiel und schalteten immer wieder schnell nach Ballgewinn um und waren in den Zweikämpfen extrem präsent.

Dadurch entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten, das die Begegnung torlos mit einem Unentschieden in die Kabinen ging.

Die Deutschen kamen direkt mit Wiederanpfiff aggressiv und zum Siegen gewillt zurück. So ergaben sich auch die ersten Chancen für das Löw – Team.

In der 55. Spielminute war es wieder einmal Müller, welcher den Ball nach einer abgewehrten Ecke durch Howard, im Nachschuss unhaltbar und platziert zur 1:0 Führung einnetzte.

Anschließend schraubte die deutsche Nationalmannschaft das Tempo etwas herunter, weil es ihnen die Amerikaner auch nicht wirklich schwer machten. Die Klinsmann – Truppe riss sich nicht wirklich ein Bein aus, um ein großes Offensivspektakel abzubrennen.

In der Schlussphase lies das deutsche Team die Kugel sicher in den eigenen Reihen laufen und verwaltete den Vorsprung sicher und souverän.

In den letzten Minuten kamen die Amerikaner noch einmal zu ihren größten Chancen auf den Ausgleich. Doch Bedoya scheiterte am grätschenden Lahm (90. + 1) und Dempsey köpfte einen Ball über das Tor (90. + 3), sodass Deutschland verdient siegt.

Kritik am Mitspieler

Khedira spricht im Interview nach dem Spiel von einem zu langsamen und moderaten Umschaltspiel, welches das Spieltempo verlangsamte und es so dem Gegner leichter machte gegen die deutsche Mannschaft zu bestehen.

Ein Spieler, welcher 90 Minuten das Spielgeschehen von der Bank betrachtet sollte sich seine Wortwahl und Kritik zu einzelnen Spielern wohl besser überlegen.

Denn mit dieser Kritik über zu langsames Spiel und dem zu Grunde liegenden langsamen Umschaltspiel gilt indirekt vorrangig Bastian Schweinsteiger. Genau dessen Aufgabe ist es, das Spiel von Defensive auf Offensive aus seiner zentralen Position zu gestalten und zu forcieren.

Diese Aussage Khediras entfacht nun womöglich ein Feuer von Fragen über die wirkliche Teamchemie und den Zusammenhalt der Mannschaft. Offenbar ist Khedira mit seiner Reservistenrolle gegen die Amerikaner sehr unzufrieden und kritisiert deshalb offen seinen direkten „Gegner“ Bastian Schweinsteiger.

Nun bleibt abzuwarten, wie der Bundestrainer auf diese Kritik reagiert und vor allem die Mannschaft intern sowie auch auf dem Feld damit umgeht.

Autor: Tom Wolny

Joachim Löw: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen.“

Datum: 26.06.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Deutschland – Ghana

Der Bundestrainer, Joachim Löw, nach dem hart umkämpften Unentschieden gegen eine gut aufspielende Nationalmannschaft Ghanas. Joachim Löw: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen.“

Klose rettet Deutschland

Die deutsche Mannschaft suchte in der Anfangsphase zunächst nach Sicherheit und Souveränität und hielt dabei das Leder in den eigenen Reihen. Die Ghanaer jedoch brauchten keine lange Anlaufzeit und attackierten früh.

Doch das Pressing Ghanas erwies sich als Möglichkeit für die deutsche Mannschaft. Immer wieder ergaben sich Räume, die die Deutschen zu nutzen wussten. Nach einer tollen Kombination spielten sie so Thomas Müller frei, welcher den Ball klasse für Toni Kroos ablegte. Dessen Schuss wurde aber im letzten Moment noch geblockt (11.).

Durch die sich immer wieder bietenden Räume kamen die Deutschen in der Folgezeit zu weiteren guten Chancen. Vor allem auf der rechten Seite erwies sich Mesut Özil als Aktivposten. Jedoch konnten die Mitspieler seine guten Eingaben nicht in Zählbares umwandeln – Khedira (18.) und Müller (21.) vergaben gute Chancen auf das Führungstor.

Im weiteren Spielverlauf lies die Konzentration der deutschen Elf etwas nach, sodass die Black Stars wieder besser ins Spiel kamen. Durch häufige Diagonalbälle versuchten diese die enggestaffelte Abwehr der Deutschen auseinander zu reißen.

Dies blieb jedoch ohne Erfolg, so dass es mit einem 0:0 Unentschieden in die Pause ging.

Nach Wiederbeginn übernahmen die Deutsche direkt die Initiative und setzten Ghana früh unter Druck. Nach einem Positionswechsel von Müller und Götze erzielte man die erlösenden 1:0 Führung.

Thomas Müller, welcher auf den rechten Flügel ausgewichen war, flankte gezielt auf Götze, welcher den Ball per Kopf und Knie in das Tor Ghanas beförderte (51.).

Dies sollte nun erst einmal für Sicherheit sorgen, doch Ghana kam zurück ins Spiel. Nur wenige Minuten nach dem Führungstreffer der Deutschen war es Andre Ayew, welcher den Ball per Kopf in die Maschen nagelte.

Es sollte jedoch noch schlimmer für die deutsche Nationalmannschaft kommen. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld, spielte Muntari den Ball clever tief auf seinen Kapitän, der den Ball frei vor Neuer unhaltbar zur Führung für Ghana ins lange Eck schoss (61.).

Nach wenigen Wechseln im Team der Deutschen war es Miroslav Klose, der nach einer Ecke und der Kopfballverlängerung von Höwedes, den ersehnten Ausgleich besorgte (71.).

Nunn sah sich die Mannschaft Deutschlands zurück im Spiel und drängte auf den erneuten Führungstreffer. Aber eine nur mangelnde Chancenverwertung und einer weiterhin gut mitspielender Gegner verhinderten dies. So blieb es bei einem leistungsgerechten 2:2 Unentschieden.

Deutschland beweist Klasse

Der Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Joachim Löw, lobt in diesem Interview sein Team. Er spricht die tolle Moral an, welche das Team nach dem Abgeben der eigenen Führung gezeigt hat und danach außerordentlich gut zurückgekommen ist.

Nach dem deutlichen 4:0 Erfolg der Deutschen gegen Portugal erwartete man natürlich großes gegen vermeintlich schwächere Ghanaer.

Aber dass dieses Team um Kevin – Prince Boateng nicht zu unterschätzen ist, zeigt die Leistung gegen den Mitfavoriten auf den WM – Titel, Deutschland. Die Afrikaner machten es den Deutschen über die kompletten 90 Minuten schwer, so dass die Aussage von Joachim Löw mehr als berechtigt ist.

Die deutsche Nationalmannschaft hat im kompletten Mannschaftsverbund eine gute Reaktion auf den Ausgleich und Rückstand binnen weniger Minuten gezeigt. Dies honoriert der Bundestrainer folgerichtig mit viel Lob.

Womöglich hat dieses Spiel den Zuschauern und Verantwortlichen bewiesen, zu welchen Taten Deutschland bei diesem Turnier im Stande ist zu leisten. Vielleicht haben unsere Jungs hierbei bewiesen, dass sie dieses Jahr bereit für den Titel sind.

Autor: Tom Wolny