Archiv der Kategorie: Borussia Mönchengladbach

Lucien Favre: „Man sieht bei Christoph Kramer im Training, dass er viel mehr Vertrauen hat.“

Datum: 24.08.2014

1. Bundesligaspieltag: Borussia Mönchengladbach – VFB Stuttgart

Der Trainer von Borussia Mönchengladbach, Lucien Favre, nach dem Last – Minute Punktgewinn gegen toll spielende Stuttgarter. Lucien Favre: „Man sieht bei Christoph Kramer im Training, dass er viel mehr Vertrauen hat.“

Bessere Leistung – schlechte Chancenverwertung

Die Spielidee der Gladbacher wurde schnell deutlich. Die Fohlen wollten über hohes Tempo im Umschaltspiel, schnell gefährlich vor das Tor der Stuttgarter kommen. Doch die Gäste attackierten mit ihren Stürmern das Aufbauspiel der Gastgeber früh und stand dahinter mit zwei Viererketten sicher.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Favre – Elf mehr vom Spiel. Jedoch brachten der höhere Ballbesitz und die besseren Zweikampfwerte keine gewinnbringenden Vorteile.

In der Folge kamen die Gäste aus Stuttgart besser ins Spiel, aber ließen eine zielstrebige Idee im eigenen Spielaufbau vermissen, die ihnen verwehrte gefährlich vor dem Tor der Gladbacher aufzutauchen.

Auch die Offensivbemühungen der Gastgeber stockten, da sich der VFB Defensiv gut präsentierte und sicher hinter dem Ball agierte. So ging es mit einem 0:0 Unentschieden in die Pause.

Die Gastgeber kamen mit viel Tempo und engagierte Leistung zurück auf das Spielfeld. Folgerichtig hatten die Hausherren auch die erste Torchance, welche sie kläglich vergaben. Dies rächte sich nur wenige Sekunden später.

Fast im Gegenzug brachte Maxim die Schwaben nach einem tollen Zuspiel von Gentner in Führung (51.). Deutlich zu sehen, mussten sich die Gastgeber vom Rückstand erst einmal erholen. Die Gäste zogen sich fortan wieder weiter zurück und verdichteten die Räume gekonnt.

In der Schlussphase rannten die Hausherren beherzt an und erzielten in Person von Christoph Kramer den verdienten Ausgleich in der 90. Spielminute und retteten somit den Punkt zum Auftakt vor heimischen Publikum.

Weltmeister mit Selbstvertrauen

Der Trainer der Gladbacher, Lucien Favre, spricht es an, welche positiven Auswirkungen ein Weltmeistertitel auf einen Spieler haben kann.

Im Interview nach dem Spiel berichtet der Trainer, welche Entwicklung sein Spieler Christoph Kramer mit dem Gewinn des Weltmeistertitels genommen hat. Er sei im Training agiler, selbstbewusster und würde die Mannschaft mehr anweisen und führen.

Alles Attribute und Fähigkeiten, die er aus dem Training der Nationalelf in Brasilien mitgenommen habe und die ihn in seiner Entwicklung einen wahren Stoß verliehen hätten.

So zieht der Gewinn der Weltmeisterschaft durch das DFB Team auch durch die Bundesliga und verhilft der Borussia aus Mönchengladbach in letzter Minute noch zu einem Punktgewinn und verhindert so einen verpatzten Saisonstart.

Autor: Tom Wolny

Max Eberl: „Nach neun nicht gewonnenen Spielen fange ich nach zwei Siegen nicht an durchzudrehen.“

26. Bundesligaspieltag: Borussia Mönchengladbach – Hertha BSC Berlin

Max Eberl, Sportdirektor der Borussia aus Gladbach, nach dem 3:0 Sieg gegen Hertha BSC Berlin über die Ambitionen nach diesem deutlichen Heimsieg.  Max Eberl: „Nach neun nicht gewonnenen Spielen fange ich nach zwei Siegen nicht an durchzudrehen.“

Hausherren sorgen früh für klare Verhältnisse

Die Borussia fand sehr schnell ins Spiel und spielte engagiert und mit viel Ballbesitz auf. Schon nach wenigen Spielminuten konnte man die erste Torchance verbuchen. Hermann stürmte über die rechte Außenbahn und spielte scharf in die Mitte. Doch seine Eingabe verpassten Arrango und letztendlich Max Kruse nur knapp (5.).

Im weiteren Spielverlauf der ersten Halbzeit ließen die Gastgeber die Zügel etwas schleifen und zeigten sich nur noch wenig energisch in der Arbeit nach vorn. Die Berliner erstickten mit besser werdenden Zweikampfwerten diese Versuche der Gladbacher schon im Keim.

Die Borussia spielte in dieser Zeit viel über sichere Bälle in der eigenen Hälfte und agierte zunehmend mit Quer- und Rückpässen.

Doch suchte man dann ab und an den Drang in die Offensive wurde es sofort gefährlich in der Berliner Defensive. Hermann wurde in der 28. Spielminute erneut über seine rechte Außenbahn geschickt. Seine Flanke fand am langen Pfosten Juan Arango, welcher mit einem sehenswerten Dropkick dem Torhüter der Hertha keine Chance lies und die 1:0 Führung herstellte.

Diese Führung beflügelte die Hausherren sichtlich. Nur vier Minuten später fand Arangos Freistoß den Kopf von Kruse, der den Ball auf den Hinterkopf von Berlins Ramos beförderte. Von da fand die Kugel den Weg ins Tor der Gäste zum 2:0 (32.).

In der 35. Spielminute vergab Herthas Stürmer Ronny eine Möglichkeit zum Anschluss kläglich, was postwendend bestraft wurde. Kruse und Raffael kombinierten sich mit einem Doppelpass durch die Berliner Abwehr, welchen der Brasilianer mit einem Lupfer über Torwart Kraft zum 3:0 vollendete (40.).

Im zweiten Durchgang zeigte die Fohlen ein spielerisch sehenswertes Gesicht. Mit der deutlichen Führung im Rücken ließen sie so Ball und Gegner laufen und blieben stets gefährlich.

Die „alte Dame“ hingegen lief den vielen direkten Ballstafetten der Gastgeber nur hinterher und konnte kaum Akzente setzen.

In der Schlussphase dieser Begegnung zeigten sich den Zuschauern noch einige Torchancen auf beiden Seiten, welche jedoch ungenutzt blieben.

Die letzten Minuten dieser Begegnung plätscherten nur noch so vor sich hin. Mit dem sicheren Vorsprung und dem Wissen über die bevorstehende Englische Woche beschränkten sich die Gladbacher auf das Verwalten der Führung.

Auch die Berliner hatten jeglichen Glauben an eine Wende der Partie verloren und schonten ihre Kräfte.

Das Ende einer Negativserie

Mit diesem klaren und spielerisch tollen Sieg beenden die Fohlen ihre bittere und lange Negativserie von neun Spielen ohne Sieg.

Nach solch einer langen Durststrecke zeigt sich auch der Sportdirektor der Gladbacher zurückhaltend. Mit seiner Aussage nach dem Spiel, dass man nach einem Sieg nicht gleich wieder durchdrehen soll und von mehr träumen soll, zeigt Eberl, dass er die Lage realistisch und richtig einschätzen kann.

Es wird deutlich, dass man froh über diesen Sieg sein kann und zu dem auch Lob für diese spielerisch starke Leistung ernten darf, doch nicht gleich wieder von mehr sprechen sollte.

In den nächsten Wochen wird sich zeigen, was dieser Sieg der Borussia aus Gladbach wert war und ob die Mannschaft nun in der Lage ist eine Positivserie zu starten.

Autor: Tom Wolny

Max Eberl: „Die Europa League ist mir im Moment scheißegal.“

Artikel 25.02.14 – Fußballzitate.de
Datum: 22.02.2014
22. Bundesligaspieltag: Borussia Mönchengladbach – 1899 Hoffenheim

Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl zum Thema Europa League nach dem Bundesligaspiel gegen 1899 Hoffenheim. Max Eberl: „Die Europa League ist mir im Moment scheißegal.“

Zwei – Tore – Führung bringt nicht den ersten Dreier 2014

Die Borussia aus Gladbach erwischte einen Start nach Maß. Bereits nach vier Minuten konnte man gegen die neuformierte Innenverteidigung der Hoffenheimer den ersten Torerfolg verbuchen. Kruse enteilte der Hoffenheim – Defensive nach einem Pass von Kramer, scheiterte zunächst am Schlussmann der Hoffenheimer. Den geklärten Ball konnte Patrick Herrmann jedoch mit einem sehenswerten Heber aus der Distanz zur 1:0 Führung für die Hausherren umsetzen (4.).

Hoffenheim wirkte in der Folge etwas verunsichert und fern ab ihrer Linie. Die gut gestaffelte und organisierte Defensive der Gladbacher ließ keine Torchancen der Gäste zu.

In der Offensive wirkte Gladbach sehr aktiv und torgefährlich. Nach einer schönen Einzelaktion von Branimir Hrgota brachte die folgerichtige Ecke die 2:0 Führung der Fohlen. Tony Jantschke köpfte den auf den zweiten Pfosten geschlagenen Eckball unhaltbar über die Linie (18.).

Die Hausherren waren deutlich überlegen, standen weiterhin sicher in der Defensive und agierten schnell umschaltend im Spiel nach vorn und kamen immer wieder zu guten Chancen, welche noch im letzten Moment von Hoffenheims nun besser werdender Defensive geklärt werden konnten.

Die Gäste aus Hoffenheim tauten im Gesamtverbund mehr und mehr auf, verschafften sich einen Überhang im Ballbesitz und erhöhten zu dem den Druck auf die Fohlen. Trotz guter Tormöglichkeiten, wollte der Anschlusstreffer nicht fallen.

Der zweite Durchgang begann ähnlich brisant wie Durchgang Nummer eins. Hier bot sich die Möglichkeit für die Gladbacher ihre Führung nochmals zu erhöhen, Daems vergab diese sich bietende Chance jedoch.

So begann das große Zittern für die Gastgeber, die nach einer Flanke von Kevin Volland und dem Abschluss von Roberto Firmino, den 1:2 Anschlusstreffer hinnehmen mussten (60.).

Im weiteren Verlauf erspielten sich die Gladbacher noch gute Chancen den alten Zwei – Tore – Abstand wiederherzustellen, doch Hrgota, Kramer und auch Raffael versagten. Schlampige und unsaubere Abspiele waren in der Folgezeit das Resultat einsetzender Verunsicherung.

Der Gast aus Hoffenheim übernahm nun aktiv das Zepter der Partie und kam durch die ungeschickte Zweikampfführung von Martin Stranzl im eigenen 16 – Meterraum zum Elfmeter, den Sejad Salihovic eiskalt und sicher zum 2:2 Endstand verwandelte.

Konzentration auf die Bundesliga

Sichtlich enttäuscht und direkt reagierte der Sportdirektor der Fohlen auch nach dem Spiel auf die Frage nach dem Erreichen der Europa League für die nächste Spielzeit.
Grund für diese direkte und wuchtige Wirkung der Aussage von Max Eberl liegt in der Ergebniserzielung seiner Mannschaft im Jahr 2014.

Seit dem Jahreswechsel und dem Beginn der Rückrunde tut sich das Team von Lucien Favre zunehmend schwer und kommt nicht wirklich in die Gänge. Noch kein Spiel der Rückrunde der Fußball Bundesliga konnten die Gladbacher für sich entscheiden.

Aufgrund dieser so schlechten Punkteausbeute des aktuellen Jahres spricht Max Eberl derzeit nicht von der Europa League. Die Fohlen müssen sich zunächst erst einmal auf die Bundesliga konzentrieren, um hier die Negativbilanz von vier Unentschieden und drei Niederlagen, aufbessern zu können.

Bereits am kommenden Samstag haben die sieglosen Gladbacher in Braunschweig die Chance auf den ersten Dreier des Jahres.

Autor: Tom Wolny

Schlagworte: Borussia Mönchengladbach, Lucien Favre, Max Eberl, Tony Jantschke, Martin Stranzl, Branimir Hrgota, Philipp Daems, Christoph Kramer, Patrick Herrmann, Max Kruse, Raffael, 1899 Hoffenheim, Sejad Salihovic, Kevin Volland, Roberto Firmino