Archiv der Kategorie: Atletico Madrid

Sami Khedira: „Wir waren schon tot.“

Datum: 24.05.2014

Champions League Finale: Real Madrid – Atletico Madrid

Sami Khedira, Mittelfeldmotor Real Madrids, im Interview direkt nach dem Finale in Lissabon. Sami Khedira: „Wir waren schon tot.“

Aufopferungsvolles Altletico

Die Partie zeigte von Beginn an, was die Mehrheit erwartet hatte. Real besaß den Großteil an Ballbesitz und Atletico bestach durch hohe Laufarbeit und eine tolle taktische Einstellung.

Doch auch die Defensive der Königlichen, um Sergio Ramos, ließ keine Fehler zu und stand sattelfest.

Bereits nach einer knappen halben Stunde fiel das erste Tor. Zum Staunen aller Zuschauer jubelten nicht die Königlichen, sondern die Rojiblancos.

Nach einer Flanke von Juanfran in den Strafraum der Köngilichen setzte sich Godin im Kopfballduell gegen Sami Khedira durch und nutzte so den Stellungsfehler von Casillas im Tor der Madrilenen zur 1:0 Führung (36.).

In der Folgezeit gelang es den Königlichen jedoch nicht gefährlich vor das Tor von Courtois zu kommen. Dafür wurde es in der eigenen Defensive noch eimal eng.

Doch Adrian nutzte die gute Kopfballmöglichkeit nicht. Somit ging es mit einer knappen 1:0 Führung Atleticos in die Halbzeit.

Auch in der Anfangsphase der zweiten 45 Minuten änderte sich nichts an der Ideenlosigkeit der Königlichen. Einzig und allein über Standarts konnten die Weltstars nun etwas Gefahr versprühen.

Mehr und mehr wurde Real deutlich, was auf dem Spiel zu stehen schien. Dies machte sich im weiteren Spielverlauf deutlich.

Zum Entsetzten aller Real Madrid – Fans dauerte es bis zur Nachspielzeit der regulären 90 Minuten, ehe Sergio Ramos mit seinem Kopfballtor seine Mannschaft in die Verlängerung köpfte (90. + 3).

In der Verlängerung zeigte sich, das Real Madrid den größeren Willen aufbringen konnte. Nach einem sehenswerten Antritt und dem anschließenden Dribbling von Di Maria köpfte Bale seine Mannen mit 2:1 in Führung (110.).

Dieses Tor brachte die Entscheidung in diesem hart umkämpften und guten Finale. In den weiteren Minuten gelang es den Königlichen das Ergebnis noch auf ein 4:1 (Marcelo/Ronaldo) in die Höhe zu treiben, doch dies war der Erschöpfung und Enttäuschung der Rojiblancos geschuldet.

Khedira bringt es auf den Punkt

Sami Khedira findet die richtigen Worte nach diesem hochemotionalen Spiel gegen den Stadtrivalen aus Madrid.

Khedira spricht davon, dass sein Team nach dem 0:1 in der 36. Spielminute so gut wie ausgeschieden war. Er spielt vor allem darauf an, dass es den Königlichen an jeglichen Mitteln fehlte, um die Führung des Rojiblancos aus der ersten Hälfte zu egalisieren.

Die Aussage des Deutschen zielt zum dem auf die „Lastminute“ – Rettung vom ewigen Antreiber Reals, Sergio Ramos, ab.

Bis zu dieser 93. Spielminute war es Real nicht gelungen wirklich gefährlich vor das Tor Atleticos zu kommen.

Daher ist diese Aussage von Khedira vollkommen richtig und beschreibt sehr gut die Gedankengänge der Spieler von Real Madrid in den regulären 90 Minuten diess Finales.

Autor: Tom Wolny

Diego Simeone: „José Mourinho kam bereits zehn Minuten vor dem Ende zu mir und hat mir gratuliert. Das war eine tolle Geste.“

Datum: 29.04.2014         

Champions League Halbfinale: FC Chelsea London – Atletico Madrid

Der Trainer von Atletico Madrid, Diego Simeone, nach dem Erreichen des Champions  – League – Finales über Jose Mourinho. Diego Simeone: „José Mourinho kam bereits zehn Minuten vor dem Ende zu mir und hat mir gratuliert. Das war eine tolle Geste.“

Scheitern der „Beton – Taktik“

Zwar bot der Trainer der Hausherren, Jose Mourinho, im Rückspiel dieser Halbfinalbegegnung eine deutlich veränderte Beton – Taktik auf, wurde jedoch dafür nicht belohnt.

Die Gastgeber bestimmten von Beginn an das Spiel und hatten deutlich mehr Spielanteile. Aber aufgrund der engen Geschlossenheit der Spanier konnte die Spieler des FC Chelsea keine wirklich Gefahr für das Tor der Gäste ausstrahlen.

Doch plötzlich ging es schnell. In der 36. Spielminute generierten die Spieler des FC Chelsea eine tolle Ballstafette, die Fernando Torres blitzsauber zur 1:0 Führung vollendete.

In der Folgezeit zog sich Chelsea London mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück und versuchte augenscheinlich diesen Vorsprung bereits in dieser frühen Phase der Begegnung zu verwalten.

Diese veränderte Taktik des Gastgebers aus London sollte sich noch vor dem Seitenwechsel rächen. Nach eine Flanke auf den zweiten Pfosten legte Juanfran den Ball quer auf Adrian Lopez, welcher den Ball humorlos in den Maschen des Tores der Londoner versenkte (44.).

Zurück aus der Halbzeit waren die Spanier sofort wieder am Drücker und bespielten die Gastgeber aggressiv.

Jedoch blieb es den Gästen in dieser Phase verwehrt diese Überlegenheit in Tore umzumünzen.

Es dauerte bis zur 60. Spielminute bis die Spanier das Spiel drehen konnten. Nach einer Flanke Atleticos stieg Samuel  Eto’o zu harte gegen Diego Costa ein und brachte diesen dadurch zu Fall. Klare Angelegenheit in dieser Situation auf Elfmeter zu entscheiden. Diesen verwandelte der Topstürmer der Madrilenen sich zur 2:1 Auswärtsführung.

Im weiteren Spielverlauf kam auch der FC Chelsea noch einmal gefährlich vor des Gegners Tor, konnte den Ball jedoch nicht zum Ausgleich in diesem unterbringen.

Auf der anderen Seite machten es die Gäste aus Spanien deutlich besser und entschieden diese Partie knapp 20 Minute vor dem Ende für sich.

Nach einem tollen öffnenden Pass legte Juanfran perfekt für Arda Turan ab, welcher den Ball mit dem ersten Kontakt an die Latte zimmerte und im Nachsetzen zum entscheidenden 3:1 vollendete (72.).

In der Schlussphase war es dann weiterhin Atletico, die das Spiel bestimmten und den Gegner nahezu vorführten. Die Spanier ließen in dieser Phase des Spiels nichts mehr zu und stehen damit verdient am 24. Mai 2014 im Stadtduell gegen Real Madrid im Finale von Lissabon auf dem Rasen.

Faire Geste

Nach dem Führungstreffer seiner Mannschaft stellte der Trainer der Blues, Jose Mourinho, erneut auf seine Beton – Taktik um, welche sich in diesem Spiel leider als völlig falsch erwies.

Die ersten 35. Minuten zeigten ein deutlich verändertes Chelsea, dass Hoffnung auf mehr machte. Doch scheinbar wird sich die Auffassung über Taktik und Spieleinstellung beim portugiesischen Startrainer nie ändern.

Zu mindestens scheint sich aber das Verhalten des Badboy – Mourinho abseits des Platzes zu ändern. Dies macht die Aussage von Atletico – Trainer, Diego Simeone, deutlich. Er bewundert die Geste seines Gegenübers an diesem Abend.

Bereits 10 Minuten vor Abpfiff, vor heimischem Publikum, dem Trainer der Rivalen zu gratulieren, zeigt wahre charakterliche Größe und eine tollen Sportsgeist. Eben genau dies, was dem Trainer des FC Chelsea eigentlich zu fehlen schien. Dafür gilt es höchsten Respekt zu zollen.

Autor: Tom Wolny