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Joachim Löw: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen.“

Datum: 26.06.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Deutschland – Ghana

Der Bundestrainer, Joachim Löw, nach dem hart umkämpften Unentschieden gegen eine gut aufspielende Nationalmannschaft Ghanas. Joachim Löw: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen.“

Klose rettet Deutschland

Die deutsche Mannschaft suchte in der Anfangsphase zunächst nach Sicherheit und Souveränität und hielt dabei das Leder in den eigenen Reihen. Die Ghanaer jedoch brauchten keine lange Anlaufzeit und attackierten früh.

Doch das Pressing Ghanas erwies sich als Möglichkeit für die deutsche Mannschaft. Immer wieder ergaben sich Räume, die die Deutschen zu nutzen wussten. Nach einer tollen Kombination spielten sie so Thomas Müller frei, welcher den Ball klasse für Toni Kroos ablegte. Dessen Schuss wurde aber im letzten Moment noch geblockt (11.).

Durch die sich immer wieder bietenden Räume kamen die Deutschen in der Folgezeit zu weiteren guten Chancen. Vor allem auf der rechten Seite erwies sich Mesut Özil als Aktivposten. Jedoch konnten die Mitspieler seine guten Eingaben nicht in Zählbares umwandeln – Khedira (18.) und Müller (21.) vergaben gute Chancen auf das Führungstor.

Im weiteren Spielverlauf lies die Konzentration der deutschen Elf etwas nach, sodass die Black Stars wieder besser ins Spiel kamen. Durch häufige Diagonalbälle versuchten diese die enggestaffelte Abwehr der Deutschen auseinander zu reißen.

Dies blieb jedoch ohne Erfolg, so dass es mit einem 0:0 Unentschieden in die Pause ging.

Nach Wiederbeginn übernahmen die Deutsche direkt die Initiative und setzten Ghana früh unter Druck. Nach einem Positionswechsel von Müller und Götze erzielte man die erlösenden 1:0 Führung.

Thomas Müller, welcher auf den rechten Flügel ausgewichen war, flankte gezielt auf Götze, welcher den Ball per Kopf und Knie in das Tor Ghanas beförderte (51.).

Dies sollte nun erst einmal für Sicherheit sorgen, doch Ghana kam zurück ins Spiel. Nur wenige Minuten nach dem Führungstreffer der Deutschen war es Andre Ayew, welcher den Ball per Kopf in die Maschen nagelte.

Es sollte jedoch noch schlimmer für die deutsche Nationalmannschaft kommen. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld, spielte Muntari den Ball clever tief auf seinen Kapitän, der den Ball frei vor Neuer unhaltbar zur Führung für Ghana ins lange Eck schoss (61.).

Nach wenigen Wechseln im Team der Deutschen war es Miroslav Klose, der nach einer Ecke und der Kopfballverlängerung von Höwedes, den ersehnten Ausgleich besorgte (71.).

Nunn sah sich die Mannschaft Deutschlands zurück im Spiel und drängte auf den erneuten Führungstreffer. Aber eine nur mangelnde Chancenverwertung und einer weiterhin gut mitspielender Gegner verhinderten dies. So blieb es bei einem leistungsgerechten 2:2 Unentschieden.

Deutschland beweist Klasse

Der Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Joachim Löw, lobt in diesem Interview sein Team. Er spricht die tolle Moral an, welche das Team nach dem Abgeben der eigenen Führung gezeigt hat und danach außerordentlich gut zurückgekommen ist.

Nach dem deutlichen 4:0 Erfolg der Deutschen gegen Portugal erwartete man natürlich großes gegen vermeintlich schwächere Ghanaer.

Aber dass dieses Team um Kevin – Prince Boateng nicht zu unterschätzen ist, zeigt die Leistung gegen den Mitfavoriten auf den WM – Titel, Deutschland. Die Afrikaner machten es den Deutschen über die kompletten 90 Minuten schwer, so dass die Aussage von Joachim Löw mehr als berechtigt ist.

Die deutsche Nationalmannschaft hat im kompletten Mannschaftsverbund eine gute Reaktion auf den Ausgleich und Rückstand binnen weniger Minuten gezeigt. Dies honoriert der Bundestrainer folgerichtig mit viel Lob.

Womöglich hat dieses Spiel den Zuschauern und Verantwortlichen bewiesen, zu welchen Taten Deutschland bei diesem Turnier im Stande ist zu leisten. Vielleicht haben unsere Jungs hierbei bewiesen, dass sie dieses Jahr bereit für den Titel sind.

Autor: Tom Wolny

Manuel Neuer: „Ich kenne seinen Anlauf und wusste, dass ich lange warten muss.“

Artikel 21.02.14 – Fußballzitate.de
Datum: 19.02.2014
Champions League Achtelfinale: Arsenal London – FC Bayern München

Manuel Neuer, Torwart des FC Bayern München, nach dem Spiel in London zur Befragung seines gehaltenen Elfmeters gegen seinen langjährigen Mitspieler Mesut Özil. Manuel Neuer: „Ich kenne seinen Anlauf und wusste, dass ich lange warten muss.“

Überraschte Münchner profitieren vom Schiedsrichter

Die Gastgeber legten gegen den Titelverteidiger los wie die Feuerwehr. Es war deutlich zu erkennen, dass sich das Team von Trainer Arsene Wenger eine Menge vorgenommen hatte. Immer wieder attackierten die Londoner früh und überfallartig die zunächst noch unsortiert wirkende Münchner Defensive.

So kam es dann auch zum ersten Höhepunkt der Partie. Nach einem tollem Zuspiel der Londoner in die Tiefe auf Mesut Özil lies dieser seinen Gegenspieler Jerome Boateng mit einer schönen Finte aussteigen. Boateng versuchte dennoch den flinken Mittelfeldakteur der Gunners zu stellen, stoppte diesen jedoch regelwidrig – Elfmeter. Der gefoulte trat selbst an und scheiterte kläglich an seinem Gegenüber (9.).

Im weiteren Verlauf der anfänglich sehr hektischen Partie gelang des den Gästen aus München das Spiel zu mindestens phasenweise zu beruhigen, ohne ihre gewohnte Dominanz aufgrund eine hohen Ballzirkulation herzustellen. Zu dem gelang es dem Titelverteidiger nicht Torgefahr zu entwickeln.

Die wohl spiellenkende Aktion ereignete sich in der 41. Minute. Nach einem tollen hohen Ball von Toni Kroos in die Spitze auf Arjen Robben, wurde dieser wüst und stupide vom herauseilenden Torhüter der Gunners gefoult. Es gab den zweiten berechtigten Elfmeter der Partie. Doch auch wie sein Vorgänger auf der anderen Seite, scheiterte David Alaba vom Punkt und verpasste es seine Mannschaft in Führung zu bringen (41.).

Mit Beginn des zweiten Durchgangs stellte Pep Guardiola sein Team auf drei Positionen um, was dem Spiel der Münchner sichtlich gut tat. Nun konnte der FC Bayern in gewohnter Manier Dominanz und Sicherheit ausstrahlen und war in der Lage, auch der personellen Überzahl bevorteilt, mehr Zielstrebigkeit zu entwickeln.

Bereits in der 54. Spielminute zirkelte Toni Kroos nach eine Vorlage von Philipp Lahm des Leder gekonnt unhaltbar ins rechte obere Eck des Tores von Fabianski. Die Gastgeber verständigen sich nun mehr und mehr auf die Defensive und waren offensiv völlig inaktiv.

Bis zur Schlussphase ereignete sich wenig. Die Gäste aus Deutschland ließen den Ball gewohnt in den eigenen Reihen laufen, fanden jedoch kein wirkliches Mittel um den Abwehrriegel der Londoner zu durchbrechen.

Erst in der 88. Spielminute war es der eingewechselte Thomas Müller der nach einer Maßflanke von Philipp Lahm freistehend die Führung ausbauen konnte.

Der gefoulte (ver-) schießt selbst

Schon in der neunten Spielminute hätte der Gast aus München in Rückstand geraten können. Doch Mesut Özil vergab diese große Chance zur 1:0 Führung und lies Manuel Neuer jubeln.

Hierbei stellt sich nicht die Frage, warum verschießt der deutsche Nationalspieler, sondern warum schießt er überhaupt? Manuel Neuer und Mesut Özil kennen sich seit der Jugend bei Schalke 04 und durchliefen mehrere Mannschaften zusammen, spielten zusammen in der Bundesliga für Schalke und jetzt im Nationalteam. Neuer weiß also genau, was Özil kann, wie er denkt und handelt. Seine Aussage nach dem Spiel bestätigt noch einmal diese These.

Fest steht, dass Mesut Özil, nach seinen tollen und für Euphorie sorgenden Auftritten nach seinem Wechsel von Real Madrid nach London, stark in der Kritik steht. Immer mehr Medien betiteln ihn als Mitläufer und prangern offen seine hohe Ablösesumme an.

Wollte er nach dieser klasse Finte gegen seinen Gegenspieler auch seinen Kritikern etwas beweisen? Doch leider vergab er in diesem Moment gegen Neuer die Chance sich wieder mehr ins positive Licht zu rücken und tauchte daraufhin im Spiel mehr und mehr unter.

Manuel Neuer hingegen wurde zusammen mit Toni Kroos zur Figur des Spiels und hielt nicht nur in dieser Situation den wichtigen 2:0 Auswärtssieg fest.

Autor: Tom Wolny