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Jürgen Klopp: „Wir haben heute 2:2 gewonnen.“

Datum: 20.09.2014

5. Bundesligaspieltag: Borussia Dortmund – VFB Stuttgart

Der Trainer des Champions – League – Teilnehmers Borussia Dortmund, Jürgen Klopp, ist sichtlich glücklich über das 2:2 Unentschieden gegen den VFB aus Stuttgart. Jürgen Klopp: „Wir haben heute 2:2 gewonnen.“

Disziplinierter VFB mit Unentschieden

Die Partie zeigte sich mit Beginn an so, dass der BVB mit viel Ballbesitz auf eine tiefstehende Gäste – Elf traf. Der Ballbesitz allein reichte jedoch nicht, um ein wirkliches Übergewichtig herzustellen, da die Schwaben dem Gastgebern nur wenig Raum für Kombinationen ließen.

In dieser Phase der Partie wirkte der BVB zu ideenlos und lies somit die notwendige Gefahr vor dem Tor vermissen. Auch auf der Gegenseite passierte wenig, weil der VFB sein angestrebtes schnelles Umschaltspiel unsauber zu Ende spielte und so dem Tor von Roman Weidenfeller nicht näher kam.

In Mitte des ersten Durchgangs erspielten sich die Gäste aus Stuttgart mehr Ballbesitz und zogen ihr eigenes Kombinationsspiel auf, während das Team von Jürgen Klopp häufig zu umständlich agierte.

Bis zum Pausenpfiff hatten beide Teams Tormöglichkeiten, die sie jedoch nicht nutzen konnten. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. In der 48. Spielminute gingen die Gäste durch Didavi in Führung, nach dem es dem BVB nicht gelang den Ball entscheidend zu klären.

Nach dem Rückstand war es das größte Problem der Westfalen, die Kugel im letzten und somit gefährlichen Drittel an den eigenen Mann zu bekommen. So dass man keine wirkliche Gefahr vor dem Stuttgarter Tor versprühte.

Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs versuchten die Dortmunder nun mehr Akzente in der Offensive zu zeigen, erlebten jedoch das Gegenteil. Nach einem langen Ball von Stuttgarts Rüdiger, war es Schmelzer der den Ball genau vor die Füße von Werner abwehrte. Dieser legte quer auf Didavi, welcher auf 2:0 erhöhte (68.).

Von diesem Zwei – Tore – Rückstand schienen die Gastgeber scheinbar zu erwachen und konnten bereits wenige Minuten später durch das Tor von Aubameyang auf 1:2 verkürzen (73.).

Die Schlussphase brach an und Dortmund drängte auf den Ausgleich. Geschuldet diesem offensiven Anrennen, offenbarte der BVB defensive Lücken, wodurch die Gäste zu Chancen kamen, jedoch nicht auf die Entscheidung erhöhen konnten.

So war es der BVB, welcher in Person von Immobile in der 86. Spielminute nach einer Flanke von Marcel Schmelzer den Ausgleich und auch gleichzeitig das Endergebnis herstellte.

Glücklicher Trainer

In der Aussage von Jürgen Klopp, dem Trainer des BVB, wird deutlich wie glücklich die Dortmunder über diesen Punktgewinn sein können. Klopp spricht von einem gedachten Erfolg für seine Mannschaft, die nach dem 2:0 Rückstand noch zurück ins Spiel fand und nur wenige Minuten vor Schlusspfiff den Ausgleich erzielte.

Auf der einen Seite muss man in Anbetracht dieser Tatsache der Aussage von Jürgen Klopp besteuern. Jedoch ist jedem Zuschauer und Experten sicherlich klar, dass dieses Unentschieden vor heimischen Publikum für den Meisteranwärter unter dem Strich viel zu wenig ist.

Nun muss der BVB in den nächsten Wochen beweisen, dass der Kader in der Breite stark genug ist, um auf der internationalen und nationalen Bühne gleichzeitig zu bestehen.

Autor: Tom Wolny

Kevin Großkreutz: „Zuschauer sollen nicht so verwöhnt sein.“

Datum: 19.03.2014
Champions League Achtelfinale: Borussia Dortmund – Zenit St. Petersburg

Die Allroundwaffe des BVB, Kevin Großkreutz, im Interview nach dem Spiel vor heimischem Publikum gegen Zenit St. Petersburg zur fehlenden Unterstützung der Fans. Kevin Großkreutz: „Zuschauer sollen nicht so verwöhnt sein.“

Die Verwaltung des Hinspiels glückt

Der BVB ging von Beginn an abwartend und verhalten in das Rückspiel im Champions – League – Viertelfinale. Die Gäste aus St. Petersburg erhielten überwiegenden Ballbesitz und waren so bemüht ihr Spiel in Ruhe aufzubauen.

Doch die erste Chance der Partie erspielte sich der Gastgeber. Nach einer Schmelzer Flanke war es Aubameyang, der den Ball vor dem herauseilenden Keeper der Russen per Kopf nur knapp neben das Gehäuse setzte.

Zenit wirkte deutlich aggressiver und ballsicherer als noch im Hinspiel. Mit zunehmender Spielzeit wurde das eigene Spiel mehr und mehr gefälliger und man erarbeitete sich gefährliche Chancen.

In der 16. Spielminute war es der bullig wirkende Hulk, welcher die Passivität der Borussia bestrafte. Der Brasilianer zog aus halbrechter Position in quer vor dem Strafraum und schloss energisch ab und drosch den Ball unhaltbar ins linke obere Toreck.

Dieses Gegentor wirkte beim BVB wie ein Wunder und beendete die vorherrschende Lethargie. Nun nahmen sich die Hausherren der Sache an und bestimmten fortan das Spielgeschehen.

Es dauerte folglich bis zur 38. Spielminute ehe Kapitän Sebastian Kehl die Führung der Gäste egalisieren konnte. Nach einer Schmelzer Flanke setzte sich der Mittelfeldspieler gegen zwei Bewacher im Luftduell durch und versenkte die Kugel im Tor.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs versuchte der BVB die Kontrolle über das Spiel sofort wiederzuerlangen. Dazu agierte man deutlich energischer und staffelte sich defensiv gekonnt um das Angriffsspiel des Gegners früh zu stören.

Aufgrund dieser Tatsache und der, dass den Russen wenig im Spiel nach vorn einfiel, ereignete sich ein an Torchancen äußerst armes Spiel.

Wie aus dem Nichts gelang St. Petersburg die erneute Führung. Der eingewechselte Rondon, welcher Mats Hummels im Rücken davongeeilt war, köpfte eine Flanke von Criscito zur 2:1 Auswärtsführung ein (73.).

Die Schlussphase zeigte, dass die Gäste auf das dritte Tor drängten, aber der BVB leidenschaftlich verteidigte und somit, außer vereinzelten Fernschüssen (88./89.), keine Möglichkeiten zuließ.

So gelang es der Borussia mit einer überschaubaren Leistung ins Viertelfinale der diesjährigen Champions League einzuziehen und nun die Hoffnung für Mehr zu hegen.

Fehlender Rückhalt?

Auch im Spiel gegen Zenit St. Petersburg war der Signal – Iduna – Park wieder einmal restlos ausverkauft. Unüblich erschien einzig und allein die Tatsache, dass Mannschaft und Fans nicht unbedingt an einem Strang zogen.

Folglich beschwert sich auch Fan – Liebling Kevin Großkreutz bei seinen Fans und ärgert sich vor allem über die Art und Weise wie die Fans auf den Sitzplätzen mit Fehlern der Mannschaft umgehen.

Im Stadion wurde deutlich, dass jegliche Fehlpässe oder Ballverluste sofort mit einem Raunen durch die Fans geahndet wurden. Doch die Anhänger des BVB müsste eigentlich wissen, wie stark das eine Mannschaft vor heimischem Publikum verunsichert. Umso unverständlicher ist die Reaktion der Zuschauer.

Nun stellt sich die Frage, warum diese sonst so sattelfeste Einheit in Uneinigkeit lebt. Fest steht, dass die Borussia in der Liga wie auch in der Champions League mehrere Spiele zu Hause verloren hat. Dies sollte jedoch kein Anlass sein die Mannschaft mit fehlender Unterstützung zu strafen da jeder Gegner, vor allem International, ein hohes Niveau besitzt.

Jetzt scheint es wichtig, dass Mannschaft und Fans möglichst schnell wieder zueinanderfinden, um gerade am Dienstag der kommenden Woche im Revierderby eine geschlossene Einheit zu bilden.

Autor: Tom Wolny