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Markus Gisdol: „Die Bundesliga ist zurzeit die wahrscheinlich gefährlichste Liga der Welt.“

Datum: 25.01.2014
19. Bundesligaspieltag: TSG Hoffenheim – Hamburger SV

Markus Gisdol: „Die Bundesliga ist zurzeit die wahrscheinlich gefährlichste Liga der Welt.“

Markus Gisdol, Trainer der TSG aus Hoffenheim, nach dem deutlichen 3:0 Erfolg gegen den fallenden Bundesliga – Dino Hamburger SV über die Situation im Abstiegskampf. Markus Gisdol: „Die Bundesliga ist zurzeit die wahrscheinlich gefährlichste Liga der Welt.“

Der Albtraum der Hamburger dauert weiter an

Die Gastgeber schienen sich gegen den taumelnden Dino der Bundesliga viel vorgenommen zu haben. Die TSG begann zielstrebig und aggressiv ihr Angriffsspiel aufzubauen. Bereits nach wenigen Minuten forderte Kai Herdling Jaroslav Drobny im Tor der Hamburger, welcher den Freistoß erfolgreich abwehren konnte.

Doch wenige Minuten später musste dieser sich dann schnell geschlagen geben. Nach einem Fehlpass von Lam überbrückte der Kapitän der deutschen U21 – Nationalmannschaft, das Mittelfeld schnell und bediente Roberto Firmino, der sich nicht zweimal bitten ließ und den Ball zur 1:0 Führung versenkte.

Im weiteren Verlauf drängten die Hausherren auf das schnelle zweite Tor, hatten jedoch in der einen oder anderen Situation Pech und konnten so den Vorsprung nicht ausbauen. Daraufhin nahmen die Gastgeber den Fuß etwas vom Gas und verlagerten ihre Spielweise in Richtung Spielkontrolle und Konter.

Doch dem Wechsel der Spielweise wurden auch keine Steine seitens der Hamburger in den Weg gelegt. Diese glänzten nur mit Ideenlosigkeit und machten es so den Hoffenheimer einfach, den Ball möglichst weit vom eigenen Tor zu halten. Viel mehr gelang es der TSG sich den Gegner zurechtzulegen und auf ihre Chance zu warten. In der 44. Spielminute erhöhten die Gastgeber durch Niklas Süle folgerichtig ihre Führung auf 2:0.

In Durchgang zwei verlagerte das Team von Trainer Markus Gisdol immer mehr Richtung eigene Defensive und ließen die Hamburger Ideenlosigkeit im Mittelfeld walten. Aus dieser sicheren und ungefährdeten Defensive bauten die Hoffenheimer ihr Passspiel auf und kamen vereinzelt wieder zu guten Torchancen.

Bereits in der 60. Spielminute beendete die TSG förmlich das Spiel. Nach einem Steilpass von Sejad Salihovic behielt Roberto Firmino die Übersicht und passte auf Andreas Beck, der ungehindert zum 3:0 vollenden konnte.

In den verbliebenen 30 Minuten ereignete sich ein langsames und uninteressantes Spiel. Die Gastgeber überließen, mit dem Bewusstsein der Harmlosigkeit des Gegners, den Hamburgern die Spielkontrolle und arbeiteten nur noch gegen den Ball. Das Spiel lief so vor sich hin und wartete sehnlichst auf den Abpfiff durch Günter Perl.

Unberechenbarer Abstiegskampf

Mit seiner Aussage weist Hoffenheims Trainer Markus Gisdol auf die Unberechenbarkeit der Liga im Moment hin. Keines der Teams, welches sich um die 20 Punkte befindet kann sich sicher sein. In keiner Liga der Welt, so die Aussage Gisdols, herrscht der Zeit solch eine Enge der „Kellerkinder“. Eine Vielzahl von Mannschaften spielen aktuell auf einem Niveau im unteren Abschnitt der Tabelle.

Vor wenigen Wochen befand sich auch die TSG noch auf einem deutlich schlechteren Tabellenplatz. Den Hoffenheimern reichten wenige Spiele und Punkte aus, um sich dennoch etwas Luft nach ganz unten zu verschaffen.

Genau auf diese Art und Weise der Schnelllebigkeit im Fußballgeschäft weist Trainer Gisdol mit dieser Aussage hin. Keiner kann sich im Moment erlauben, von Sicherheit im Abstiegskampf zu sprechen.

Viele Mannschaften müssen daher von Spiel zu Spiel denken zu dem auf Ausrutscher der direkten Gegner hoffen, um sich einen gewissen Puffer vor der „Roten Zone“ zu verschaffen.

Auf diese Schnelllebigkeit hoffen sicherlich auch die Fans des Hamburger SV, welche von Woche zu Woche mehr um den Verbleib ihres zu stürzen drohenden Dinos in der Fußballbundesliga bangen müssen.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „So viel Fußball heute. Da müsst ihr so’ ne Kackgeschichte machen.”

Datum: 14.12.2013
16. Bundesligaspieltag: TSG Hoffenheim – Borussia Dortmund

Jürgen Klopp: „So viel Fußball heute. Da müsst ihr so’ ne Kackgeschichte machen. Ist das ein Drecksleben, das tut mir echt leid.“

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem Unentschieden im Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim auf eine Frage der Journalisten zur Szene als Marco Reus Schiedsrichterassistenten Mark Borsch umstieß. Jürgen Klopp: „So viel Fußball heute. Da müsst ihr so’ ne Kackgeschichte machen. Ist das ein Drecksleben, das tut mir echt leid.“

Packend und spannend bis zum Schluss

In dieser Partie des 16. Spieltages gab es zu Beginn keine Phase des Abtastens. Beide Teams begannen angriffslustig und suchten den direkten Weg zum Tor. Dortmund erzielte aus mehreren sich ergebenen Chancen das erste Tor, welches folgerichtig aufgrund der Abseitsstellung Lewandowskis zurückgepfiffen wurde (16.).
Fast im Gegenzug erzielten die Hausherren über ein tolles Kombinationsspiel im Mittelfeld den ersten regelgerechten Treffer der Partie. Sven Schipplock vollendet den Pass aus dem Mittelfeld mit einem tollen „Chip“ über den heraus eilenden Langerack (18.).

Hoffenheim zeigte sich sichtlich gestärkt und übernahm das Spielgeschehen mit Drang auf den Ausbau der Führung. Der BVB hatte zwar mehr Ballbesitz, blieb jedoch ansonsten blass in der Spielgestaltung. Ganz im Gegenteil die TSG, welche stark nach vorn spielte. Nach einer tollen Kombination zwischen Firmino und Rudy vollendete Kevin Volland aus halb – linker Position zum 2:0 (37.).

Eine eigentlich sichere Pausenführung zerstörte ein grober Fehler von Krahl kurz vor dem Pausentee. Der Torhüter ließ den Ball nach einer BVB Ecke fallen, so dass Aubameyang nach Lewandowskis schneller Reaktion auf 1:2 aus Sicht der Dortmunder verkürzen konnte (44.).

Beflügelt durch dieses Tor kam die Borussia aggressiv aus den Kabinen und erhöhte den Druck. Ähnlich dem Spiel unter der Woche in Marseille hatte man die deutliche Überhand, ließ jedoch Torabschlüsse vermissen. Hoffenheim legte nun Wert auf Konter.

In der 67. Spielminute stocherte Lukasz Piszczek den Ball über die Linie. Hoffenheim zeigte sich nun stark verunsichert. Vor allem Torhüter Krahl wankte erheblich. Dieser verschuldete fast das nächste Tor nach einem Lewandowski Schuss aus 15 Metern.

Die Schlussviertelstunde brachte noch einmal hochkarätige Chancen auf beiden Seiten, die jedoch nicht in ein Siegtor umgemünzt werden konnten. Somit trennen sich beide Teams in einem anschaulichen und packenden Spiel gerecht 2:2 Unentschieden.

Anspannung aufgrund schwerer Wochen

Jürgen Klopp, Trainer des BVB, ist durchaus für teilweise lustige und exklusive Interviews gern gesehen. Doch die Aussage in diesem Interview nach dem Unentschieden seiner Mannschaft sollte kritisch betrachtet werden. Die tägliche Arbeit der Journalisten als Drecksleben zu beschimpfen lässt jegliche Form feiner Sitten und des Anstandes vermissen. Eine solche Aussage ist übertrieben, hart und zu dem völlig unpassend.

Verständlich ist, dass ein Trainer wie Jürgen Klopp nach ähnlichen Wochen, wie sie der BVB erlebt hat, gereizt ist, aber kein Argument für eine solche Artikulation bietet. Klar ist, Borussia Dortmund liegt abgeschlagen auf Platz 3 in der Bundesliga mit fünf Punkten Rückstand auf Leverkusen und gar 12 Punkten Rückstand auf den FC Bayern München.

Anhand dieser Situation und der letzten angespannten Wochen in Bundesliga und Champions League, in der man um das Einziehen in die K.O. – Runde zittern musste, ist eine Verärgerung und Unzufriedenheit völlig verständlich, sollte aber niemals in einer solchen Ausdrucksweise enden. Abschließend bleibt festzuhalten, dass das enttäuschende Unentschieden in Hoffenheim auch nicht so schnell etwas an der Stimmung in Dortmund ändern werden kann.

Autor: Tom Wolny