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Jürgen Klopp: „Wir haben uns keine Situation erspielt, um große Kampfansagen zu machen. Aber wir spielen trotzdem.”

Datum: 02.04.2014         

Champions League Viertelfinale: Real Madrid – Borussia Dortmund

Jürgen Klopp nach dem Hinspiel in Madrid. Jürgen Klopp: „Wir haben uns keine Situation erspielt, um große Kampfansagen zu machen. Aber wir spielen trotzdem.”

Borussia Dortmund geht mit einer deutlichen Niederlage gegen spielerisch klar überlegene Madrilenen ins Rückspiel des Champions League Viertelfinals vor heimischem Publikum. Im Hinspiel im Estadio Bernabeau in Madrid verlor der BVB mit 0:3.

Tor zum Halbfinale für Real weit offen

Die Devise des BVB war es Defensiv gut zu stehen und den Gegner so lang wie möglich vom eigenen Tor fernzuhalten.

Doch dieses taktische Ausrichtung hielt nur bis zu dritten Minute. Benzema sicherte einen langen Ball am rechten Flügel und konnte so den Ball in den Strafraum auf Carvajal spielen, welcher diesen auf Bale weiterleitete, welcher sich mit einer sehr guten Ballmitnahme gegen die Dortmunder Verteidiger durchsetzte und den Ball an Weidenfeller vorbei ins Tor spitzelte (3.).

Diesen Schockzustand nach wenigen Minuten versuchten die Madrilenen sofort auszunutzen. Real attackierte zeitig in der Hälfte des BVB und eroberte bereits nach wenigen Pässen der Gäste den Ball zurück und tauchte mehrmals gefährlich vor Weidenfeller auf (10./12.).

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten kamen die Gäste aus Dortmund etwas besser ins Spiel und hatten die erste Angriffswelle der Gastgeber überstanden.

Die Borussia hatte nun mehr eigenen Ballbesitz und ließ den Ball auch über mehrere Stationen laufen, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Es wurde jedoch deutlich, dass die Spanier ganz klar Herr im Haus blieben. Immer wenn die Gastgeber das Tempo erhöhten wurde es gefährlich.

So auch in der 27. Spielminute als Mkhitaryan den Ball leichtfertig vertändelte. Die Folge war ein präziser Abschluss von Isco von der Strafraumgrenze ins linke untere Eck des Tores der Dortmunder – 2:0.

Auch im weiteren Spielverlauf der ersten 45 Minuten zeigte sich die Borussia in der Offensive kaum. Es waren vielmehr die Madrilenen, die auf die Erhöhung des Spielstandes spielte. Doch die Chancen durch Ronaldo und Benzema blieben ungenutzt (38./40.). So ging es mit der 2:0 Pausenführung in die Kabinen.

Zurück aus der Pause zeigten sich die Borussen offensiver und spielten besser nach vorn, zeigten mit ihrem nun engagierteren Angriffsbemühungen die offensichtlichen Schwächen der Madrid  – Defensive auf, ohne diese auszunutzen.

Im Gegensatz zum Dortmunder „Harmlosspiel“ setzte Real den letzten Nadelstich. So war es Ronaldo, der in der 57. Minute, nach einem Modric Pass, das 3:0 erzielte.

In der Schlussphase schaltete die Borussia noch einmal einen Gang hoch und drängte nun vehement auf das Auswärtstor, wurde jedoch im letzten Moment immer wieder entscheidend geblockt, sodass es beim deutlichen 0:3 aus deutscher Sicht blieb.

Keine großen Sprüche

Anhand der Aussage von Jürgen Klopp wird deutlich, dass sich seine Mannschaft nicht in die Lage versetzt hat, große Sprüche zu klopfen und den Gegner im Vorfeld des Rückspiels unter Druck zu setzen.

Klopp schätzt die Situation realistisch ein und hofft trotzdem noch auf das Wunder von Dortmund in der diesjährigen Champions League Saison.

Man spürt förmlich die Enttäuschung beim so emotionalen und mit Vorfreude auf das nächste Spiel geladenen Trainer des BVB.

Nun liegt es an der Borussia ganz allein, die Weichen im Rückspiel vor heimischem Publikum doch noch in Richtung Halbfinale zu stellen.

In der Vergangenheit hat Dortmund gezeigt, was im Signal Iduna Park möglich ist und das auch schon verlorengeglaubte Spiele gewonnen werden können.

Autor: Tom Wolny