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Jürgen Klopp: „Wir hätten die Tore schon ein bisschen besser verteilen können.“

Datum: 12.04.2014

30. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – Borussia Dortmund

Trainer der Borussia aus Dortmund, Jürgen Klopp, nach dem deutlichen 3:0 Erfolg über den frisch gebackenen Deutschen Meister zur besseren Verteilung der Tore in Bundesliga und Champions League. Jürgen Klopp: „Wir hätten die Tore schon ein bisschen besser verteilen können.“

Offensivpressing bringt den Erfolg

Der BVB aus Dortmund zeigte sich von Beginn an dieser Partie in der gleichen Verfassung wie unter der Woche beim deutlichen 2:0 Erfolg gegen Real Madrid in der Champions League.

Der Rekordmeister hatte vor heimischem Publikum den erwartet hohen Ballbesitz, kam jedoch aufgrund des extrem hohen Pressings der Dortmunder keinerlei zur Entfaltung.

In der Anfangsphase zeigten sich nur wenig Höhepunkte, weil sich die Gastgeber auf das Ballverschieben in der eigenen Defensive beriefen und der Gast aus dem Ruhrpott nach gelungener Balleroberung nur wenig nennenswertes zeigte.

Mit der ersten richtigen Chance der Dortmunder fiel auch schon das 1:0. Nach einem Angriff über die linke Seite hatte Dante zum Einwurf geklärt. Jonas Hofmann brachte den Ball in den Strafraum, welchen Aubameyang direkt auf Reus weiterleitete, der wiederum für den unter der Woche noch gescholtenen Mkhitaryan ablegte, welcher die Führung erzielte (20.).

Bis zur 43. Minute ereignete sich im weiteren Spielverlauf des ersten Durchgang nur wenig, als die Münchner kurz vor der Pause ihr erstes Lebenszeichen in Richtung Roman Weidenfeller sendeten. Der Schuss von Mario Mandzukic stellte für den Borussen – Schlussmann jedoch keine echte Bewährungsprobe dar.

Der zweite Durchgang startete ähnlich fulminant wie die ersten 45 Minuten. Der BVB presste erneut sehr hoch und setzte die Bayern somit schon frühzeitig unter Druck. Nach einer Ecke verlor zunächst Ribery das Leder an Eric Durm, welcher den Ball auf Mkhitaryan weiterleitete. Der folgende Pass von Aubameyang auf Reus bescherte den Gästen die 2:0 Führung (49.).

Nur wenige Minuten später war es um den Rekordmeister geschehen. Nach einem langen Ball aus der Hälfte der Dortmunder war es Jonas Hofmann, der den Ball frei vor dem Tor in die Maschen hämmerte – 3:0 (56.).

Das Spiel war gelaufen. Im weiteren Spielverlauf schraubte die Borussia das hochangelegte Pressing zurück und lies den Gastgeber kommen.

Erst in der Schlussphase versuchten diese den Spielstand noch etwas zu korrigieren. Doch die Chancen im Minutentakt von Mandzukic (71.), Schweinsteiger (72.) und Dante (73.) blieben ungenutzt.

Nach diesen Möglichkeiten fing sich der BVB wieder und verdichtete die Räume erneut so gut, dass dem Deutschen Meister keine wirkliche Idee kam, den Anschlusstreffer zu erzielen. Somit gewann der BVB aus Dortmund deutlich mit 3:0 und wahrt die Distanz zum FC Schalke 04 im Rennen um Platz zwei in der Tabelle.

Rückblick auf die Champions League

Im Interview mit Jürgen Klopp nach dem Spiel wird deutlich, wie wichtig dieser deutlich Sieg für ihn und sein Team war. Gerade nach dem Ausscheiden aus der Champions League unter der Woche gegen Real Madrid war dieser Erfolg, gerade gegen den FC Bayern, Balsam für die gebeutelte BVB – Seele.

Der Trainer der Borussia blickt jedoch auch mit einem weinenden Auge auf die beiden Spiele zurück. Er spricht genau das an, was sich viele Dortmund – Fans denken, „Lieber ein weniger gegen Bayern und eins mehr gegen Real.“ So hätten sich sicherlich viele den Ausgang der beiden Spiele gewünscht.

Doch leider ist und bleibt Fußball kein Wunschkonzert. Festzuhalten bleibt, dass der BVB ein wahrlich tolles Spiel gegen den FC Bayern München, wie auch gegen Real Madrid, abgeliefert hat und somit die Hoffnung auf eine erfolgreiche neue Saison gewahrt ist – hoffentlich mit mehr Spannung in der Liga und einem langen Verbleib der deutschen Teams in der UEFA Champions League.

Autor: Tom Wolny

Hans – Joachim Watzke: „Das war ein fantastisches Spiel. Trotzdem sind wir enttäuscht. Wir waren ganz nah dran. Beim dritten Tor wäre Real Madrid tot gewesen. Und wir hätten es zwei oder drei Mal machen können.“

Datum: 08.04.2014         

Champions League Viertelfinale: Borussia Dortmund – Real Madrid

Der Geschäftsführer des BVB, Hans – Joachim Watzke, nach dem Champions – League – Viertelfinal –  Rückspiel vor heimischen Publikum gegen Real Madrid. Hans – Joachim Watzke: „Das war ein fantastisches Spiel. Trotzdem sind wir enttäuscht. Wir waren ganz nah dran. Beim dritten Tor wäre Real Madrid tot gewesen. Und wir hätten es zwei oder drei Mal machen können.“

Weidenfeller sorgt für die Initialzündung

Von Beginn an ließ der BVB erahnen, was an diesem Abend ihrerseits passieren sollte. Die Hausherren versuchten früh zu attackieren und so den Spielaufbau der Gäste schnellst möglich zu stören.

Real hingegen agierte die ersten Minuten eben so konzentriert und abgeklärt und passte sich dem frühen Pressing der Dortmunder an, in dem man sehr defensiv stand.

In der 16. Spielminute verstummte das komplette Stadion als die Defensiv – Taktik der Madrilenen aufzugehen erschien. Nach einer Flanke von Coentrao spielte Lukasz Piszczek den Ball im Strafraum mit der Hand – Elfmeter. Doch Roman Weidenfeller parierte diesen Strafstoß von Di Maria und der BVB fand zu einem Spiel, welches seines Gleichen sucht.

Die Dortmunder begannen nun noch früher zu attackieren und setzten die spanischen Gäste mit einem solch enormen Pressing unter Druck, dass diese damit nicht zu recht kamen.

Bereits in der 19. Spielminute vergab Henrikh Mkhitaryan nach toller Vorarbeit von Lewandowski und Reus eine fast schon hundertprozentige Chance zur frühen Führung.

Doch nur wenige Minuten später wurde das Spiel der Borussia belohnt als Reals Verteidiger Pepe nach einem langen Ball der Dortmunder patzte und Reus Casillas ausspielte und zur 1:0 Führung einschob (24.).

Die Gastgeber spielten sich weiter in einen Rausch, der gegen passive und zweikampfschwache Madrilenen unerklärlich schien. In der 32. Minute parierte Casillas einen Kopfball von Mats Hummels, ehe er in der 37. Spielminute das zweite Mal hinter sich greifen musste.

Nach einem Fehler im Aufbauspiel Reals schaltete Marco Reus schnell um und spielte Robert Lewandowski frei, welcher den Ball gekonnt ins lange Eck zur 2:0 Pausenführung schlenzte.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus der spanischen Hauptstadt besser ins Spiel und agierten nun selbst in der Offensive. Zweimal Gareth Bale (49./59.), gegen den Weidenfeller toll reagierte und Benzema (64.), der im letzten Moment noch von Hummels gestoppt werden konnte, vergaben gute Chancen auf den Anschlusstreffer.

Dieses Aufbäumen der Spanier hielt nicht lange an und der BVB kam stark zurück ins Spiel und erspielte sich Chance um Chance, die zum Leid der Dortmunder zum Teil kläglich vergeben wurden. Mit einem Dreierpack an sehr guten Möglichkeiten vergaben die Borussen einen weiteren Treffer, um das Hinspielergebnis zu egalisieren.

Zweimal Henrikh Mkhitaryan (65./68.) und einmal Kevin Großkreutz (70.) verpassten es die größte Druckphase der eigenen Mannschaft im zweiten Durchgang zu belohnen.

Im Anschluss an diese Chancen zeigten sich die Folgen des hohen Aufwandes der Dortmunder. In der Schlussphase mussten die Hausherren, geschuldet dieser enormen Energieleistung ihr Tempo etwas zurückschrauben, was Real natürlich entgegen kam.

Immer wieder blieben die Madrilenen in dieser letzten Phase des Spiels gefährlich über Konter, ohne das der BVB auf der anderen Seite noch einmal wirklich gefährlich werden konnte.

So scheidet ein herausragend spielender BVB im Rückspiel gegen Real Madrid aus der Champions – League – Saison 2013/14 nur denkbar knapp aus.

Versäumnis zur Erhöhung des Spielstandes

In der Aussage des Geschäftsführer von Borussia Dortmund wird die Enttäuschung über das Ausscheiden aus der Champions League deutlich.

Zum einen ist es großartig mit solch einem Spiel auszuscheiden, doch auf der anderen Seite ist es einfach nur traurig das Weiterkommen so knapp verpasst zu haben.

Anhand dieser Aussage wird außerdem klar, dass jeder gesehen hat, dass Real Madrid bei einem weiteren Tor der Dortmunder völlig tot gewesen und ein viertes Tor nur eine Frage der Zeit gewesen wäre.

Bei allem Lob und jeglicher Freude über dieses herausragende Spektakel übt Watzke auch Kritik an der Chancenverwertung und womöglich speziell an Henrikh Mkhitaryan, welcher beste Chancen vergab, in dem er davon spricht, dass die Möglichkeiten zur Erhöhung des Spielstandes mehrmals gegeben waren.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „Wir haben uns keine Situation erspielt, um große Kampfansagen zu machen. Aber wir spielen trotzdem.”

Datum: 02.04.2014         

Champions League Viertelfinale: Real Madrid – Borussia Dortmund

Jürgen Klopp nach dem Hinspiel in Madrid. Jürgen Klopp: „Wir haben uns keine Situation erspielt, um große Kampfansagen zu machen. Aber wir spielen trotzdem.”

Borussia Dortmund geht mit einer deutlichen Niederlage gegen spielerisch klar überlegene Madrilenen ins Rückspiel des Champions League Viertelfinals vor heimischem Publikum. Im Hinspiel im Estadio Bernabeau in Madrid verlor der BVB mit 0:3.

Tor zum Halbfinale für Real weit offen

Die Devise des BVB war es Defensiv gut zu stehen und den Gegner so lang wie möglich vom eigenen Tor fernzuhalten.

Doch dieses taktische Ausrichtung hielt nur bis zu dritten Minute. Benzema sicherte einen langen Ball am rechten Flügel und konnte so den Ball in den Strafraum auf Carvajal spielen, welcher diesen auf Bale weiterleitete, welcher sich mit einer sehr guten Ballmitnahme gegen die Dortmunder Verteidiger durchsetzte und den Ball an Weidenfeller vorbei ins Tor spitzelte (3.).

Diesen Schockzustand nach wenigen Minuten versuchten die Madrilenen sofort auszunutzen. Real attackierte zeitig in der Hälfte des BVB und eroberte bereits nach wenigen Pässen der Gäste den Ball zurück und tauchte mehrmals gefährlich vor Weidenfeller auf (10./12.).

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten kamen die Gäste aus Dortmund etwas besser ins Spiel und hatten die erste Angriffswelle der Gastgeber überstanden.

Die Borussia hatte nun mehr eigenen Ballbesitz und ließ den Ball auch über mehrere Stationen laufen, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Es wurde jedoch deutlich, dass die Spanier ganz klar Herr im Haus blieben. Immer wenn die Gastgeber das Tempo erhöhten wurde es gefährlich.

So auch in der 27. Spielminute als Mkhitaryan den Ball leichtfertig vertändelte. Die Folge war ein präziser Abschluss von Isco von der Strafraumgrenze ins linke untere Eck des Tores der Dortmunder – 2:0.

Auch im weiteren Spielverlauf der ersten 45 Minuten zeigte sich die Borussia in der Offensive kaum. Es waren vielmehr die Madrilenen, die auf die Erhöhung des Spielstandes spielte. Doch die Chancen durch Ronaldo und Benzema blieben ungenutzt (38./40.). So ging es mit der 2:0 Pausenführung in die Kabinen.

Zurück aus der Pause zeigten sich die Borussen offensiver und spielten besser nach vorn, zeigten mit ihrem nun engagierteren Angriffsbemühungen die offensichtlichen Schwächen der Madrid  – Defensive auf, ohne diese auszunutzen.

Im Gegensatz zum Dortmunder „Harmlosspiel“ setzte Real den letzten Nadelstich. So war es Ronaldo, der in der 57. Minute, nach einem Modric Pass, das 3:0 erzielte.

In der Schlussphase schaltete die Borussia noch einmal einen Gang hoch und drängte nun vehement auf das Auswärtstor, wurde jedoch im letzten Moment immer wieder entscheidend geblockt, sodass es beim deutlichen 0:3 aus deutscher Sicht blieb.

Keine großen Sprüche

Anhand der Aussage von Jürgen Klopp wird deutlich, dass sich seine Mannschaft nicht in die Lage versetzt hat, große Sprüche zu klopfen und den Gegner im Vorfeld des Rückspiels unter Druck zu setzen.

Klopp schätzt die Situation realistisch ein und hofft trotzdem noch auf das Wunder von Dortmund in der diesjährigen Champions League Saison.

Man spürt förmlich die Enttäuschung beim so emotionalen und mit Vorfreude auf das nächste Spiel geladenen Trainer des BVB.

Nun liegt es an der Borussia ganz allein, die Weichen im Rückspiel vor heimischem Publikum doch noch in Richtung Halbfinale zu stellen.

In der Vergangenheit hat Dortmund gezeigt, was im Signal Iduna Park möglich ist und das auch schon verlorengeglaubte Spiele gewonnen werden können.

Autor: Tom Wolny