Schlagwort-Archiv: FC Chelsea London

Fuchs äußert offen Zweifel

Datum: 01.12.14

Dem FC Schalke 04 ist die Wiedergutmachung nach dem Champions League Debakel unter der Woche gegen den FC Chelsea London gelungen.

Die „Knappen“ setzten sich völlig verdient und souverän gegen unterlegene Mainzer durch. Doch Christian Fuchs bringt neue Brisanz in das Thema FC Schalke 04.

Der Österreicher übt offen Kritik am Systemwechsel des Trainer in der Champions League im Gegensatz zur Bundesliga. In dieser agierte die Mannschaft sicher und fuhr Siege gegen Wolfsburg und jetzt gegen Mainz ein.

Fuchs sprach außerdem davon, dass sich das Team mit diesem 3 – 5 – 2 sicher und wohl fühle und damit kein Grund für einen Wechsel bestanden hätte.

Doch ob dieser verbale Ausflug in die Interna des Mannschaftsgefüges dem Verein und speziell Christan Fuchs wohl tat, bleibt nur abzuwarten und schließt eventuelle Konsequenzen nicht aus.

Autor: Tom Wolny

Jens Keller: „Ich bin wahnsinnig stolz. Das war unglaublich gegen so eine Mannschaft und bei den Problemen, die wir haben.“

Datum: 17.09.2014         

Champions League Gruppenphase: FC Chelsea London – FC Schalke 04

Jens Keller, Trainer des FC Schalke 04, nach dem tollen Auftritt seiner Mannschaft im ersten Gruppenspiel an der Stanford – Bridge gegen den FC Chelsea London. Jens Keller: „Ich bin wahnsinnig stolz. Das war unglaublich gegen so eine Mannschaft und bei den Problemen, die wir haben.“

Wichtiger Punktgewinn

Die Gastgeber kamen mit viel Tempo und Elan aus der Kabine und setzten die Gäste aus Gelsenkirchen schon früh unter Druck. Hingegen der FC Schalke 04 war auf die Sicherheit und Staffelung der eigenen Defensive bedacht.

Dennoch gingen die Blues früh in diesem Spiel in Führung. Bereits in der 10. Spielminute war es Cesc Fabregas, welcher nach einem tollen Doppelpass mit Eden Hazard frei vor Schalkes Schlussmann, Ralf Fährmann, nur noch einzuschieben brauchte.

In den Folgeminuten war es den „Knappen“ anzumerken, dass sie den frühen Rückstand zunächst verdauen mussten. So war es der FC Chelsea, welcher immer wieder, insbesondere über die linke Angriffsseite und Hazard, gefährlich in den Strafraum von Fährmann eindrang.

Die Initialzündung gab Schalkes Sam, welcher mit einem Distanzschuss den Rückhalt der Blues das erste Mal prüfte. In der Folge dessen kamen die Gäste besser ins Spiel, weil der Gastgeber schlechter verteidigte und so mehr Räume zum Spielen gewährte.

Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten fanden die Londoner eher sporadisch den Weg nach vorn, blieben aber weiterhin extrem gefährlich. Auf Seiten der Schalker waren es Draxler und Boateng, welche gute Chancen auf den Ausgleich nur denkbar knapp vergaben.

Zurück aus den Kabinen zeigten sich die Hausherren erneut sehr dominant. In der 49. Und 60. Spielminute war es Didier Drogba, welcher es mit seinen guten Möglichkeiten verpasste, das Ergebnis zu erhöhen und so das Spiel bereits in eine entscheidende Richtung zu lenken.

Dieser schlechte Umgang mit Chancen sollte sich nur wenige Augenblicke später rächen. Nach Huntelaars Balleroberung in der eigenen Hälfte und der Kombination mit Draxler war der Niederländer plötzlich in gefährlicher Schussposition vor dem Tor der Blues.

Diese Position nutzte der Top Torjäger der Gelsenkirchener und egalisierte mit seinem platzierten Schuss die Führung der Gastgeber (62.).

Nach einigen Minuten der Sammlung und neuer Konzentration durch die Blues, setzten diese zu einer Schlussoffensive an.

Doch in den verbleibenden 20 Minuten kämpften die Schalker aufopferungsvoll und hatten zu dem etwas Glück, dass die Londoner ihre Chancen durch Remy (76.), Hazard (83.) und Terry (90.) nicht nutzten.  So blieb es bei dem zufriedenstellenden Unentschieden zwischen dem FC Chelsea und Schalke 04.

Zufriedener Trainer

Jens Keller, der Trainer der Schalker, zeigt sich über dieses Spiel und vor allem über das Ergebnis sehr erfreut. In dem Interview nach dem Spiel lobt er die Moral und Einstellung seiner Mannschaft und freut sich über den Punktgewinn.

Anlass zu dieser großen Freude über einen Punkt gibt die gesamte Situation. Wie es Keller bereits anspricht haben es die Schalker geschafft einer der reichsten und international top besetzten Mannschaften ein Unentschieden vor deren heimischen Publikum zu entführen.

Hinzukommend zeigt sich noch die aktuelle Verletztenliste der „Knappen“. Gleich mehrere Stammspieler, rund um Kapitän Benedikt Höwedes, fallen aus.

Umso höher ist dieser Punktgewinn und Erfolg auswärts in London anzuerkennen. Genau dies spricht Jens Keller hier an und lobt somit sein Team.

Autor: Tom Wolny

Diego Simeone: „José Mourinho kam bereits zehn Minuten vor dem Ende zu mir und hat mir gratuliert. Das war eine tolle Geste.“

Datum: 29.04.2014         

Champions League Halbfinale: FC Chelsea London – Atletico Madrid

Der Trainer von Atletico Madrid, Diego Simeone, nach dem Erreichen des Champions  – League – Finales über Jose Mourinho. Diego Simeone: „José Mourinho kam bereits zehn Minuten vor dem Ende zu mir und hat mir gratuliert. Das war eine tolle Geste.“

Scheitern der „Beton – Taktik“

Zwar bot der Trainer der Hausherren, Jose Mourinho, im Rückspiel dieser Halbfinalbegegnung eine deutlich veränderte Beton – Taktik auf, wurde jedoch dafür nicht belohnt.

Die Gastgeber bestimmten von Beginn an das Spiel und hatten deutlich mehr Spielanteile. Aber aufgrund der engen Geschlossenheit der Spanier konnte die Spieler des FC Chelsea keine wirklich Gefahr für das Tor der Gäste ausstrahlen.

Doch plötzlich ging es schnell. In der 36. Spielminute generierten die Spieler des FC Chelsea eine tolle Ballstafette, die Fernando Torres blitzsauber zur 1:0 Führung vollendete.

In der Folgezeit zog sich Chelsea London mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück und versuchte augenscheinlich diesen Vorsprung bereits in dieser frühen Phase der Begegnung zu verwalten.

Diese veränderte Taktik des Gastgebers aus London sollte sich noch vor dem Seitenwechsel rächen. Nach eine Flanke auf den zweiten Pfosten legte Juanfran den Ball quer auf Adrian Lopez, welcher den Ball humorlos in den Maschen des Tores der Londoner versenkte (44.).

Zurück aus der Halbzeit waren die Spanier sofort wieder am Drücker und bespielten die Gastgeber aggressiv.

Jedoch blieb es den Gästen in dieser Phase verwehrt diese Überlegenheit in Tore umzumünzen.

Es dauerte bis zur 60. Spielminute bis die Spanier das Spiel drehen konnten. Nach einer Flanke Atleticos stieg Samuel  Eto’o zu harte gegen Diego Costa ein und brachte diesen dadurch zu Fall. Klare Angelegenheit in dieser Situation auf Elfmeter zu entscheiden. Diesen verwandelte der Topstürmer der Madrilenen sich zur 2:1 Auswärtsführung.

Im weiteren Spielverlauf kam auch der FC Chelsea noch einmal gefährlich vor des Gegners Tor, konnte den Ball jedoch nicht zum Ausgleich in diesem unterbringen.

Auf der anderen Seite machten es die Gäste aus Spanien deutlich besser und entschieden diese Partie knapp 20 Minute vor dem Ende für sich.

Nach einem tollen öffnenden Pass legte Juanfran perfekt für Arda Turan ab, welcher den Ball mit dem ersten Kontakt an die Latte zimmerte und im Nachsetzen zum entscheidenden 3:1 vollendete (72.).

In der Schlussphase war es dann weiterhin Atletico, die das Spiel bestimmten und den Gegner nahezu vorführten. Die Spanier ließen in dieser Phase des Spiels nichts mehr zu und stehen damit verdient am 24. Mai 2014 im Stadtduell gegen Real Madrid im Finale von Lissabon auf dem Rasen.

Faire Geste

Nach dem Führungstreffer seiner Mannschaft stellte der Trainer der Blues, Jose Mourinho, erneut auf seine Beton – Taktik um, welche sich in diesem Spiel leider als völlig falsch erwies.

Die ersten 35. Minuten zeigten ein deutlich verändertes Chelsea, dass Hoffnung auf mehr machte. Doch scheinbar wird sich die Auffassung über Taktik und Spieleinstellung beim portugiesischen Startrainer nie ändern.

Zu mindestens scheint sich aber das Verhalten des Badboy – Mourinho abseits des Platzes zu ändern. Dies macht die Aussage von Atletico – Trainer, Diego Simeone, deutlich. Er bewundert die Geste seines Gegenübers an diesem Abend.

Bereits 10 Minuten vor Abpfiff, vor heimischem Publikum, dem Trainer der Rivalen zu gratulieren, zeigt wahre charakterliche Größe und eine tollen Sportsgeist. Eben genau dies, was dem Trainer des FC Chelsea eigentlich zu fehlen schien. Dafür gilt es höchsten Respekt zu zollen.

Autor: Tom Wolny