Schlagwort-Archiv: Eintracht Frankfurt

Thomas Schaaf: „Die Schiedsrichter haben, glaube ich, ein Training gehabt, wie einer natürlich oder unnatürlich fällt.“

Datum: 20.09.2014

4. Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt

Thomas Schaaf, Trainer der Eintracht aus Frankfurt, nach dem Bundesligaspiel gegen den FC Schalke 04 über die umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen. Thomas Schaaf: „Die Schiedsrichter haben, glaube ich, ein Training gehabt, wie einer natürlich oder unnatürlich fällt.“

Turbulente Partie

Die Gäste aus Hessen begannen forsch und strebten ein zielstrebiges Spiel nach vorn an. Prompt brachte die erste gute Möglichkeit der Frankfurter schon den ersehnten Erfolg.

Nach einem übersehenen Handspiel von Schalkes Ayhan und des in dieser Auslegung der Situation folgerichtigen Eckballs, war es Alexander Meier, welcher den Ball  nach einer Flanke von Djakpa und einem verunglückten Klärversuch von Boateng zum 1:0 für Frankfurt über die Linie drückte (14.).

Im weiteren Spielverlauf gelang es den „Knappen“ nicht spielerische Mittel zu finden, um den Gästen wirkliche Parole zu bieten. Ganz im Gegenteil: die Hessen zeigten sich weiterhin überlegen und erzielten so auch Treffer zwei.

In der 24. Spielminute war es Russ, welcher sich gleich gegen zwei Schalker durchsetzte und maßgenau mit einem technisch anspruchsvollen Außenristschuss zur 2:0 Führung einnetzte.

Erst mit diesem Zwei – Tore – Rückstand entwickelten die Gelsenkirchener einen Plan um der Defensive der Frankfurter gefährlicher zu werden. Doch die Möglichkeiten von Aogo und Meyer brachte nicht den gewünschten Torerfolg.

Jedoch gelang den Gastgebern mit großzügiger Unterstützung des Unparteiischen vor der Pause der Anschlusstreffer. Nach einer überzogenen Handelfmeterentscheidung war es Choupo – Moting, welcher den fälligen Strafstoß per Lupfer verwandelte (40.).

Zurück aus den Kabinen war es der S04, der sofort zielstrebiger und agiler wirkte. Mit diesem Schwung schafften es die Schalker  mit dem Tor kurz vor der Halbzeit und einem  Weiteren nur wenige Minuten nach der Halbzeit die Führung der Gäste aus Frankfurt zu egalisierten.

Nach einer Flanke des Torschützen der Schalker aus Durchgang eins, war es Julian Draxler, welcher den Ausgleich per Kopf markierte (50.).

Gerade als die Gastgeber dominanter wurden und auf die Führung drängten, schwächte sie sich selbst. Erst sah Boateng wegen eines taktischen Fouls seine zweite Gelbe Karte (61.), bevor sich Torschütze Draxler zu einer Tätlichkeit hinreisen lies (71.) und so die zweite Rote Karte binnen weniger Minuten sah.

In der Schlussphase versuchte sich die nun in Überzahl agierende Eintracht nochmals mit Offensivaktionen. Doch scheiterte an eigener Ideenlosigkeit und fehlendem Tempo.

Das Ende der Begegnung besiegelte nicht ein weiterer Treffer, sondern ein weiterer Platzverweis. Auch die Eintracht dezimierte sich in den Schlussminuten (85.).

Schiedsrichter in der Kritik

Thomas Schaaf, Trainer der Frankfurter Eintracht, äußert sich sehr kritisch zur Schiedsrichterleistung des Unparteiischen an diesem Tag.

In seiner Aussage wird deutlich, wie unzufrieden er mit den Entscheidungen an diesem Tag ist. Damit spricht er auf die zwar berichtigten, aber vielen Platzverweise an und auf die völlig falsch geahndeten Handspielentscheidungen, die das Spiel maßgeblich beeinflussten.

In den folgenden Wochen bleibt nur zu hoffen, dass der Schiedsrichter aus Stuttgart seine Leistungen steigern kann und so mehr dem Geschmack der  Trainer entspricht.

Autor: Tom Wolny

Klaus Allofs: „Das ist die Steigerung von unglücklich.“

Datum: 30.08.2014

2. Bundesligaspieltag: VFL Wolfsburg – Eintracht Frankfurt

Klaus Allofs, Manager des ambitionierten Clubs aus der Autostadt – dem VFL Wolfsburg, nach dem verpassten Siegtor von Junior Malanda im Heimspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt. Klaus Allofs: „Das ist die Steigerung von unglücklich.“

Wolfsburg weiterhin sieglos

In den ersten Minuten dieser Begegnung des zweiten Spieltages agierten beide Teams zunächst verhalten und machten viele Abspielfehler, sodass intensive Angriffsbemühungen fehlten.

Mehr und mehr gelang es dem Gastgeber die kleinen Fehler zu minimieren und so das Spiel an sich zu ziehen. Es dauerte in diesem Spielabschnitt bis zur 15. Spielminute, ehe ein Standard den Torreigen eröffnete. Wolfsburgs Innenverteidiger und Distanzschütze vom Dienst, Naldo, fasste sich bei einem Freistoß aus gut 25 Metern ein Herz und jagte den Ball per Aufsetzer zur 1:0 Führung in die Maschen.

Doch entgegen allen Erwartungen gab dieses Tor dem VFL keinen Rückenwind. Vielmehr waren es nun die Gäste aus Frankfurt, welche zielstrebiger und besser nach vorn spielten.

Diese Bemühungen wurden in der 23. Minute auch schon mit dem Ausgleichstreffer belohnt. Nach einem Freistoß von Inui war es der Ex – Frankfurter Jung, der den Ball unhaltbar zum Ausgleich abfälschte.

Im weiteren Spielverlauf verflachte das Niveau der Partie zunehmend. Beide Teams neutralisierten sich und kamen nur zu einigen Halbchancen, welche jedoch am bevorstehenden Pausenstand nichts ändern sollten.

Die Hoffnungen der Zuschauer auf eine spannende und unterhaltsame zweite Hälfte sollten schnell verfliegen. Bot der erste Durchgang noch einen gewissen Grad an Unterhaltung, so verlor die Partie jegliche Spannung in den zweiten 45 Minuten.

Präzision im Passspiel und schnelle Offensivbemühungen waren zu diesem Zeitpunkt Fehlanzeige. Beiden Teams gelang erschreckend wenig. Einzig und allein Einzelaktionen ließen etwas Bundesligaluft schnuppern.

Mitte der zweiten Hälfte wurde das Spiel, durch häufige Unterbrechungen und Fehler auf beiden Seiten, noch hektischer und zerfahrener.

Erst die Schlussminuten sollten den Unterhaltungswert noch einmal steigern. In der 79. Spielminute war es Maximilian Arnold, welcher das Leder straff aus halb – linker Position unhaltbar in das rechte untere Toreck feuerte und so sein Team erneut in Führung brachte.

Doch dem  nicht genug. Ähnlich der ersten Führung der Wölfe, verstanden es die Hessen, diese binnen weniger Minuten erneut zu egalisieren. Nach einer Flanke köpfte Kadlec den Ball zum 2:2 Ausgleich in die Maschen (86.).

Da dem eingewechselten Pechvogel der letzten Woche, Junior Malanda, erneut die Nerven in erschreckender Manier versagten, blieb es bei dem 2:2 Unentschieden, welches den Wolfsburger Ansprüchen keineswegs genügen dürfte.

Malanda im Pech

Ist es einzig und allein Pech oder spielen andere Faktoren eine tragende Rolle, bei der Ursache, warum Junior Malanda nicht in der Lage ist, größte Torchancen zu nutzen.

Am ersten Spieltag der neuen Bundesligasaison in der Allianz Arena gegen den FC Bayern München lies der Belgier bereits die erste 100 prozentige Chance liegen. Danach sprach man über Pech und über eine Aktion, welche so schon einmal passieren kann.

Nun am zweiten Spieltag vergibt der junge Belgier erneut nur wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff eine Großchance und kostet dem VFL wieder wichtige Punkte im Kampf um Europa.

Auch der Manager des VFL Wolfsburg, Klaus Allofs, kann diese Situationen nicht wirklich in Worte fassen. Er spricht von der Steigerung von unglücklich und zeigt dabei nur noch wenig Verständnis für diesen Umgang mit Chancen. Im gleichen Atemzug drückt er damit auch seine Unzufriedenheit und seinen Ärger über diese Fehler aus.

Festzuhalten bleibt, dass einem hochbezahlten Bundesligaprofi solch ein Fehler einmal passieren darf und auch muss, jedoch sollte ein Spieler dieser Klasse, einen derartigen Fehler kein zweites Mal begehen.

Nun bleibt abzuwarten, ob der Belgier noch einmal die Chance und das Vertrauen der VFL Führung erhält und möglichst diese zu nutzen weiß.

Autor: Tom Wolny

Fredi Bobic: „Ich schließe nichts aus.“

Datum: 02.03.2014
23. Bundesligaspieltag: Eintracht Frankfurt – VFB Stuttgart

Fredi Bobic, Sportchef des VFB Stuttgart, nach der achten Niederlage in Folge, auf die Frage nach der Jobgarantie von Trainer Thomas Schneider. Fredi Bobic: „Ich schließe nichts aus.“

Hochdramatisches Ende im Kellerduell

Im Kellerduell zwischen der Eintracht aus Frankfurt und den seit acht Spielen in Folge von Niederlagen gebeutelten Stuttgartern, dauerte es knapp 20 Minuten bis die Schwaben überhaupt ins Spiel fanden.

In der Anfangsphase versuchten die Frankfurter über die Außen das Spielgeschehen zu bestimmen und sich Torchancen zu erarbeiten. Mit zunehmendem Spielverlauf kam der VFB besser ins Spiel und agierte aggressiv und konsequent. Immer wieder erkämpften sich die Gäste Bälle im Mittelfeld und schalteten dann gezielt schnell um.

Genau aus dieser Spielanlage resultierend erzielten die Cannstätter das erste Tor der Partie. Nach der Balleroberung im Mittelfeld setzte Maxim Harnik ein, der zur 1:0 Auswärtsführung traf (31.).

Direkt im Anschluss boten sich weitere gute Möglichkeiten für die Gäste ihre Führung auszubauen. Doch Cacau (35.) und Harnik (37.) vergaben nur knapp.

Im zweiten Durchgang änderte sich wenig am Spielverlauf. Der Spielaufbau der Hausherren erschien deutlich schwach. So fuhren die Stuttgarter Konter um Konter, aber die letzte Konsequenz im Abschluss verhinderte ein Tor.

Nach einer turbulenten Zwischenphase mit einem zunächst gegebenen und dann revidierten Elfmeter, brach die Schlussphase der Partie an, in der die Dramatik weiter stieg.

Ein Fehler in der Hintermannschaft der Gastgeber bot die 100 prozentige Chance zur Erhöhung auf 2:0, doch der vor dem leeren Tor freistehende Maxim scheiterte kläglich – mit verheerenden Folgen.

Nur zwei Minuten später glich die Frankfurter Eintracht durch Rosenthal aus (80.). Wiederum nur neun Minuten später fiel der 2:1 Siegtreffer für die Hausherren. Flum setzte sich gekonnt im Strafraum gegen Niedermeier durch und legte auf den Goalgetter der Frankfurter, Alexander Meier, zurück, welcher sicher zum Endstand einschob (89.).

Abrücken von Bekenntnis zum Trainer

Mit diesem unglücklichen Gegentreffer in der 89. Spielminute musste der VFB seine achte Niederlage in Folge schlucken und dies wieder einmal sehr spät im Verlauf einer Bundesligabegegnung.

Die Unzufriedenheit der Schwaben macht sich deutlich bemerkbar im Bekenntnis zum Trainer Thomas Schneider. Vor wenigen Wochen teilte der Verein noch mit, dass man egal wie, weiter am Trainer festhalten werde und diesem vollstes Vertrauen entgegen bringen wird.

Doch betrachtet man die aktuelle Aussage des Sportchefs der Schwaben, wird deutlich, dass dieses Vertrauen in den Trainer verloren gegangen ist. Fredi Bobic schließt nach dieser Niederlage keine Folgen mehr aus.

Fest steht, dass der VFB aus Stuttgart mit seiner achten Niederlage in Folge eine neue Negativbilanz in der Vereinsgeschichte aufzeigt und mit diesem Verlauf weiter in den Abstiegsstrudel gerät.

Nun bleibt abzuwarten, in welcher Form sich diese Phase auf den Posten des Trainers auswirkt.

Autor: Tom Wolny

Sebastian Jung: „Es ist mir scheißegal, wie wir gespielt haben. Hauptsache, wir haben gewonnen.“

Datum: 25.01.2014
18. Bundesligaspieltag: Eintracht Frankfurt – Hertha BSC Berlin

Sebastian Jung: „Es ist mir scheißegal, wie wir gespielt haben. Hauptsache, wir haben gewonnen.“

Rechtsverteidiger Sebastian Jung nach dem knappen 1:0 Heimsieg gegen die Überraschungsmannschaft der Hinrunde aus Berlin. Sebastian Jung: „Es ist mir scheißegal, wie wir gespielt haben. Hauptsache, wir haben gewonnen.“

Wieder einmal Alexander Meier erlöst die Frankfurter Eintracht

Die Anfangsminuten ließen schon viel über den weiteren Spielverlauf dieses Bundesligaspiels zwischen dem Tabellenviertzehnten und dem Tabellensiebten erahnen. Beide Mannschaften begannen so die Partie vorsichtig, mit gegenseitigem Abtasten und versuchten über einen guten Spielaufbau Sicherheit zu gewinnen.

Die Folge – ein langes Mittelfeldgeplänkel ohne wirkliche Höhepunkte. Vor allem die Eintracht wirkte vor heimischem Publikum unsicher und nervös. Immer wieder leiteten eigene leichtsinnige Fehlpässe Berliner Angriffe ein, die jedoch auch in guten Situationen, ungenutzt blieben (Allagui 13./15.).
Im weiteren Verlauf zeigten so die Frankfurter ihre Antwort auf das beginnende Übergewicht der Gäste. Die bis dahin komplett in der Luft hängende Doppelspitze Meier/Rosenthal zog sich ihrerseits mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück und arbeitete so als wirklich erste Verteidigung gegen den Ball.

Die nun gut verschiebende Eintracht und die hart arbeitende Berliner Hertha verstärkten mit dieser Spielanlage weiterhin den Spielablauf zwischen den Strafräumen.
Wie in ähnlichen Spielen oft der Fall, führen hier grobe Aussetzer meist zu Tormöglichkeiten oder gar Toren. Auch an diesem Samstagabend in Frankfurt. Aus dem Nichts lief der Frankfurter Torjäger Alexander Meier, nach einem Befreiungsschlaf von Mitspieler Russ, allein auf das Tor der Berliner zu und verwertete sicher ins linke Eck zur 1:0 Pausenführung für die SGE.

Die zweiten 45 Minuten starteten sehr zerfahren und angespannt. Ein ständiger Wechsel von Fehlpass und Foul ereignete sich in dieser niveauarmen Partie, die zunehmend an Spielfluss verlor.

Der einzige „Höhepunkt“ des Spiels lag in einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters Dr. Drees aus Münster, welcher nach einem Armeinsatz des Frankfurter Verteidigers Zambrano fälschlicher Weise, statt dem Elfmeterpfiff für die Hertha, einen Freistoßpfiff für die Gastgeber, ertönen ließ.

In der Schlussphase fand die Eintracht zu ihrem Spiel aus der ersten Hälfte zurück und stand tief und arbeitete gut gegen den Ball. Die Folge war, dass die Berliner Hertha keine gefährlichen Akzente mehr setzen konnte und somit in einem schwachen Spiel, trotz deutlich besserer Spielanlage in den ersten 45 Minuten, unglücklich als Verlierer von fremdem Platz gehen musste.

Deutliche Wortwahl nach mäßiger Leistung

Deutlich und hart erscheinen die Worte des Verteidigers der Frankfurter Eintracht nach dem Spiel. Doch verweist man auf den Spielverlauf und die Leistung der Eintracht flacht diese Art und Weise der Artikulation des Jungprofis ab.

Diese zeigt, dass die Jungs der Eintracht mehr als froh, glücklich und zu dem erleichtert über das Spielende und das Ergebnis der Partie sein können. Die Partie muss nun schnell verarbeitet und abgehakt werden.

Auf der anderen Seite zeigt sich, dass die Frankfurter Spieler von ihrer schlechten und schwachen Leistung vor heimischen wohl wissen und es gilt diese in gewisser Weise ebenso aufzuarbeiten, wie vergessen zu machen.

Die Aussage von Sebastian Jung wird auch im Gespräch mit dem Trainer der Frankfurter, Armin Veh, nochmals unterstrichen und bestätigt. Jener antwortete auf die Fragen der Journalisten vergleichbar: „Wichtig ist heute nur, dass wir gewonnen haben. Fertig. Aus. Punkt!“

Autor: Tom Wolny