Schlagwort-Archiv: Dr. Jochen Drees

Sebastian Jung: „Es ist mir scheißegal, wie wir gespielt haben. Hauptsache, wir haben gewonnen.“

Datum: 25.01.2014
18. Bundesligaspieltag: Eintracht Frankfurt – Hertha BSC Berlin

Sebastian Jung: „Es ist mir scheißegal, wie wir gespielt haben. Hauptsache, wir haben gewonnen.“

Rechtsverteidiger Sebastian Jung nach dem knappen 1:0 Heimsieg gegen die Überraschungsmannschaft der Hinrunde aus Berlin. Sebastian Jung: „Es ist mir scheißegal, wie wir gespielt haben. Hauptsache, wir haben gewonnen.“

Wieder einmal Alexander Meier erlöst die Frankfurter Eintracht

Die Anfangsminuten ließen schon viel über den weiteren Spielverlauf dieses Bundesligaspiels zwischen dem Tabellenviertzehnten und dem Tabellensiebten erahnen. Beide Mannschaften begannen so die Partie vorsichtig, mit gegenseitigem Abtasten und versuchten über einen guten Spielaufbau Sicherheit zu gewinnen.

Die Folge – ein langes Mittelfeldgeplänkel ohne wirkliche Höhepunkte. Vor allem die Eintracht wirkte vor heimischem Publikum unsicher und nervös. Immer wieder leiteten eigene leichtsinnige Fehlpässe Berliner Angriffe ein, die jedoch auch in guten Situationen, ungenutzt blieben (Allagui 13./15.).
Im weiteren Verlauf zeigten so die Frankfurter ihre Antwort auf das beginnende Übergewicht der Gäste. Die bis dahin komplett in der Luft hängende Doppelspitze Meier/Rosenthal zog sich ihrerseits mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück und arbeitete so als wirklich erste Verteidigung gegen den Ball.

Die nun gut verschiebende Eintracht und die hart arbeitende Berliner Hertha verstärkten mit dieser Spielanlage weiterhin den Spielablauf zwischen den Strafräumen.
Wie in ähnlichen Spielen oft der Fall, führen hier grobe Aussetzer meist zu Tormöglichkeiten oder gar Toren. Auch an diesem Samstagabend in Frankfurt. Aus dem Nichts lief der Frankfurter Torjäger Alexander Meier, nach einem Befreiungsschlaf von Mitspieler Russ, allein auf das Tor der Berliner zu und verwertete sicher ins linke Eck zur 1:0 Pausenführung für die SGE.

Die zweiten 45 Minuten starteten sehr zerfahren und angespannt. Ein ständiger Wechsel von Fehlpass und Foul ereignete sich in dieser niveauarmen Partie, die zunehmend an Spielfluss verlor.

Der einzige „Höhepunkt“ des Spiels lag in einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters Dr. Drees aus Münster, welcher nach einem Armeinsatz des Frankfurter Verteidigers Zambrano fälschlicher Weise, statt dem Elfmeterpfiff für die Hertha, einen Freistoßpfiff für die Gastgeber, ertönen ließ.

In der Schlussphase fand die Eintracht zu ihrem Spiel aus der ersten Hälfte zurück und stand tief und arbeitete gut gegen den Ball. Die Folge war, dass die Berliner Hertha keine gefährlichen Akzente mehr setzen konnte und somit in einem schwachen Spiel, trotz deutlich besserer Spielanlage in den ersten 45 Minuten, unglücklich als Verlierer von fremdem Platz gehen musste.

Deutliche Wortwahl nach mäßiger Leistung

Deutlich und hart erscheinen die Worte des Verteidigers der Frankfurter Eintracht nach dem Spiel. Doch verweist man auf den Spielverlauf und die Leistung der Eintracht flacht diese Art und Weise der Artikulation des Jungprofis ab.

Diese zeigt, dass die Jungs der Eintracht mehr als froh, glücklich und zu dem erleichtert über das Spielende und das Ergebnis der Partie sein können. Die Partie muss nun schnell verarbeitet und abgehakt werden.

Auf der anderen Seite zeigt sich, dass die Frankfurter Spieler von ihrer schlechten und schwachen Leistung vor heimischen wohl wissen und es gilt diese in gewisser Weise ebenso aufzuarbeiten, wie vergessen zu machen.

Die Aussage von Sebastian Jung wird auch im Gespräch mit dem Trainer der Frankfurter, Armin Veh, nochmals unterstrichen und bestätigt. Jener antwortete auf die Fragen der Journalisten vergleichbar: „Wichtig ist heute nur, dass wir gewonnen haben. Fertig. Aus. Punkt!“

Autor: Tom Wolny