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Marc Wilmots: „Ich bin stolz auf meine Spieler.“

Datum: 05.07.2014

Viertelfinale Weltmeisterschaft: Argentinien – Belgien

Marc Wilmots, Trainer der jungen Belgier, zeigte sich nach dem Spiel gegen Argentinien, trotz des Ausscheidens, glücklich und ehrte seine Mannschaft.

Souveräne Argentinier

Schon von Beginn an ließen die Belgier den Argentiniern und vor allem Lionel Messi große Räume um zur Entfaltung zu kommen. Bereits in der achten Minute bestrafte Argentinien die Nachlässigkeiten Belgiens.

Zu erste verlor Kapitän Kompany den Ball im Spielaufbau. Nach der Eroberung wurde das Zuspiel von Di Maria in die Spitze zwar unterbunden, jedoch landete der abgeprallte Ball direkt vor den Füßen von Higuain. Der Torjäger vom SSC Neapel verwertete, die sich bietenden Möglichkeit, kühl und trocken volley im langen Eck zur 1:0 Führung.

Dieses Tor gab den erfahrenen Argentiniern sichtlich noch mehr Sicherheit. Fortan lies man Ball und Gegner laufen und stand Defensiv sicher. Das junge Belgien hingegen zeigte sich harm- und ideenlos.

Die einzige Möglichkeit hatte De Bruyne. Dessen Distanzschuss wehrte Romero jedoch sicher ab. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit boten die Argentinier die souveränere sowie sicherere Leistung. Sie kontrollierten das Spiel ohne dabei groß zu glänzen.

Ein unverändertes Bild zeigte sich auch im zweiten Durchgang. Die Albiceleste zeigte sich als die frischere und bessere Mannschaft auf dem Rasen. Man erspielte sich auch in der zweiten Hälfte guten Chancen, die aber nicht in Zählbares umgewandelt werden konnten.

In der Folgezeit wachte Belgien auf. Die Partie nahm an Tempo zu. Zunehmend zeigte sich die Wilmots – Truppe engagierter und zielstrebiger. Belgien setzte Argentinien nun unter Druck, ohne jedoch wirklich zwingend und gefährlich zu werden.

Auch in der Endphase der Begegnung änderte sich daran nichts. Mit Glück und Geschick wehrten die Argentinier die Angriffe Belgiens ab und ziehen damit eine Runde weiter in die Runde der letzten vier.

Fehlende Erfahrung

Der Trainer Belgiens, Marc Wilmots, lobt seine sehr junge Mannschaft aufgrund dieses tollen Turnieres. Die Elf von Wilmots war vor der WM als Geheimfavorit angetreten, schied jedoch nach einer tollen Leistung in der Vorrunde und im Achtelfinale letztendlich im Viertelfinale gegen abgezockte Argentinier aus.

Wilmots kann aufgrund dieser Leistungen bei der WM in Brasilien sehr stolz auf seine Spieler sein. Man zeigte vor allem in der Vorrunde spielerisch tolle Leistungen und erreichte mit einer sehr jungen Truppe die Runde der letzten acht Mannschaften.

Letztendlich schien die mangelnde Erfahrung den Unterschied zwischen Argentinien und Belgien auszumachen. In vielen Situationen auf dem Platz zeigte sich die entscheidende Coolness und Sicherheit sowie das Vertrauen in die eigene Leistung bei den Argentiniern.

Abschließend gilt es festzuhalten, dass uns diese junge Mannschaft der Belgier mit tollem Fußball begeistert hat und viel Potential für die Zukunft und die kommenden Welt- und Europameisterschaften besitzt.

Autor: Tom Wolny

Ottmar Hitzfeld: „Die Mannschaft hat eine großartige, leidenschaftliche Leistung geboten.“

Datum: 01.07.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Argentinien – Schweiz

Der nun abtretende Trainer der Schweiz, Ottmar Hitzfeld, in seinem wohl letzten Interview als Hauptverantwortlicher dieser großartigen Mannschaft. Ottmar Hitzfeld: „Die Mannschaft hat eine großartige, leidenschaftliche Leistung geboten.“

Argentinien zittert sich weiter

Argentinien machte von Beginn an deutlich, wer hier Herr im Hause ist. Die Albiceleste erarbeitete sich schon früh deutlich mehr Ballbesitz und gewann die Zweikämpfe in entscheidenden Situationen.

Der deutlichere Ballbesitz machte sich zwar bemerkbar, strahlte jedoch keinerlei Torgefahr aus, weil die Schweizer dicht gestaffelt und sicher in den eigenen Reihen agierten.

Mit zunehmender Spieldauer gingen beide Teams ein höheres Risiko ein und erarbeiteten sich so Torchancen zu gleich.

Bis zum Pausenpfiff durch den Unparteiischen bestimmte Argentinien das Geschehen, schaffte es jedoch nicht das Übergewicht in Zählbares umzuwandeln. So blieb es auch nach zunehmender Gefahr vor beiden Tore 0:0 zur Halbzeit.

In der zweiten Hälfte nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Argentinien arbeitete nun vorrangig mit langen und hohen Bällen, welche die Schweiz kontrollierte und mit eigenem Flachpassspiel und schneller Überbrückung des Mittelfeldes begegnete.

Auch im zweiten Durchgang gelang es den Argentiniern nicht, den Defensivblock der Schweizer zu knacken. Zwar lief Argentinien immer wieder an, aber verstand es nicht die richtigen Ideen zu entwickeln um wirklich dem Tor der Schweiz gefährlich zu werden.

In der Verlängerung baute Argentinien zunächst hohen Druck auf, aber biss sich weiter die Zähne am Schweizer Beton aus. Mit zunehmender Spieldauer merkte man den Akteuren den Erschöpfungszustand an. Das Spiel schleppte sich wohl ins Elfmeterschießen.

Doch dazu kam es nicht, weil die Partie eine dramatische Schlussphase einläutete. Nach einem Fehlpass der Schweizer war es Angel di Maria, der den Ball in der 118. Spielminute zur Führung Argentiniens verwertete.

Damit begannen hoch emotionale Schlusssekunden. Direkt nach dem Gegentor hatten die Schweiz die Möglichkeit zum Ausgleich, doch der Kopfball von Dzemaili knallte an den Pfosten und ein Freistoß knapp vor dem Tor von Shaqiri, landete in der Mauer. So zitterten sich die Argentinier ins Viertelfinale dieser WM.

Große Moral

Ottmar Hitzfeld beschreibt im Interview nach dem Ausscheiden im Achtelfinale gegen Argentinien die tolle Einstellung seiner Mannschaft.

Hitzfeld wählt hierbei nur die besten und höchsten Worte, um sein Team gebührend mit Lob für dieses Spiel zu ehren.

Gegen den Favoriten aus Argentinien boten die Jungs um den Bayern – Profi Xherdan Shaqiri eine herausragende Leistung und spielten über die komplette Zeit auf hohem Niveau gegen die Südamerikaner mit.

Dass die Partie in den letzten Minuten der Verlängerung eine solche Dramaturgie annimmt, kann kein Regisseur eines Drehbuches schaffen.

Selbst Hitzfeld, der Jahrzehnte im Traineramt tätig ist, hat solche ein Ende noch nicht erlebt. Er spricht weiterhin davon, dass die letzten Minuten all das beinhaltet haben, was in einem Trainerleben möglich ist.

Diese Aussage und der Verlauf des Spiels zeigen deutlich, was diesen Sport so interessant und einzigartig macht. Auch wenn es leider nicht zum Weiterkommen für die Schweiz gereicht hat, ebnet diese Begegnung einen würdigen Abgang eines wohl größten und besten Trainers unserer Zeit.

Für seinen nun folgenden Lebensabschnitt bleibt dem Trainer der Schweiz nur alles Gute zu wünschen, seine Mannschaft ehrte ihn schon einmal mit dieser tollen Leistung über 120 Minuten.

Autor: Tom Wolny

Pablo Zabaleta: „Es war eine unklare Situation.“

Datum: 21.06.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel:  Argentinien – Iran

Argentiniens Verteidiger, Pablo Zabaleta, über das Foul im WM – Gruppenspiel gegen den Iran. Pablo Zabaleta: „Es war eine unklare Situation.“

Glückliches Argentinien

Von Beginn an zeigte sich wer in dieses Spiel als Favorit ging. Argentinien bestimmte mit dem Anpfiff die Partie und bespielte die Iraner nach Belieben. Der Iran hingegen stand tief und erwartete die Angriffe Argentiniens mit elf Spielern in der eigenen Hälfte.

Die erste Torchance hatten jedoch die Iraner zu verbuchen (4.). Ab diesem Zeitpunkt spielte nur noch der zweimalige Weltmeister. Superstar Lionel Messi lies sich immer wieder zwischen die Reihen fallen um so das Spiel seines Teams zu lenken.

Im weiteren Verlauf suchten Messi, Aguero und Di Maria immer wieder da Dribbling, um so die engmaschige Abwehr der Iraner zu durchbrechen. Ohne Erfolg.

Die Albiceleste hatte deutlich mehr vom Spiel und erarbeitete sich bis zum Pausenpfiff mehrere Großchancen. Doch immer wieder scheiterten die Spieler Argentiniens am herausragenden Schlussmann der Iraner, Alireza Haghighi. So ging es mit einem glücklichen Unentschieden für die Iraner und knappen 80 Prozent Ballbesitz für Argentinien in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit zeichnete sich das gleich Bild wie in Durchgang eins. Die technisch überlegenen Argentinier suchten nach Mittel und Wegen, um der tief gestaffelten iranischen Mannschaft gefährlich zu werden.

Nach und nach schöpften die Asiaten mehr Selbstvertrauen aus ihrer eigenen Leistung und boten den Argentiniern einen offen Schlagabtausch, so dass sich ein völlig offenes und ausgeglichenes Spiel entwickelte.

Immer wieder tauchte der frühere Bundesliga – Profi Dejagah gefährlich vor dem Tor der Albiceleste auf. Er entwickelte sich zum herausragenden Spieler auf Seiten des Iran, konnte jedoch seine tolle Leistung nicht durch ein Tor krönen.

Aufgrund der mangelnden Chancenverwertung und dem offenen Schlafabtausch blieb das Spiel bis in die letzte Spielminute spannend. Mit dem besseren und glücklicheren Ende für den zweimaligen Weltmeister.

In der 91. Spielminute war es wieder einmal Lionel Messi, der sein Team vor einer Blamage bewahrte und den Ball aus halbrechter Position sehenswert und unhaltbar zum erlösenden 1:0 im Tor unterbrachte.

Klarer Elfmeter

In einer Partie, die vor allem im zweiten Durchgang durch tolle Offensivaktionen geprägt war, enttäuschte wieder einmal der Unparteiische in Mitten der 22 Akteure.

Der Schiedsrichter, Milorad Mazic, aus Serbien fand zu keiner Zeit der Begegnung zu einer klaren Linie und bewies in vielen Situationen ein schlechtes Maß an Fingerspitzengefühl.

In der 55. Spielminute verweigerte der Schiedsrichter einen klaren Elfmeter für den Iran. Der Übeltäter Pablo Zabaleta spricht von einer unklaren Situation.

Jeder, der diese Situation als Außenstehender betrachtet, fragt sich weshalb ein Spieler solch eine Aussage tätigt.

In der Wiederholung, aber selbst in den Live – Bildern ist deutlich zu erkennen, wie der Argentinier seinen Gegenspieler regelwidrig zu Fall bringt und ein Strafstoß die einzig richtig Folge dieser Aktion gewesen wäre.

So ist es schwer die Aussage von Pablo Zabaleta zu bewerten, da jeder Zuschauer sieht, dass der Spieler foult und im Interview nach Spiel nur nach Ausreden zu dieser Situation sucht.

Daher ist es nur als sehr enttäuschend und sportlich unfair zu betrachten, nicht einmal nach dem Spiel die Aktion wahrheitsgetreu zu schildern.

Autor: Tom Wolny

Sami Khedira: „Wir waren schon tot.“

Datum: 24.05.2014

Champions League Finale: Real Madrid – Atletico Madrid

Sami Khedira, Mittelfeldmotor Real Madrids, im Interview direkt nach dem Finale in Lissabon. Sami Khedira: „Wir waren schon tot.“

Aufopferungsvolles Altletico

Die Partie zeigte von Beginn an, was die Mehrheit erwartet hatte. Real besaß den Großteil an Ballbesitz und Atletico bestach durch hohe Laufarbeit und eine tolle taktische Einstellung.

Doch auch die Defensive der Königlichen, um Sergio Ramos, ließ keine Fehler zu und stand sattelfest.

Bereits nach einer knappen halben Stunde fiel das erste Tor. Zum Staunen aller Zuschauer jubelten nicht die Königlichen, sondern die Rojiblancos.

Nach einer Flanke von Juanfran in den Strafraum der Köngilichen setzte sich Godin im Kopfballduell gegen Sami Khedira durch und nutzte so den Stellungsfehler von Casillas im Tor der Madrilenen zur 1:0 Führung (36.).

In der Folgezeit gelang es den Königlichen jedoch nicht gefährlich vor das Tor von Courtois zu kommen. Dafür wurde es in der eigenen Defensive noch eimal eng.

Doch Adrian nutzte die gute Kopfballmöglichkeit nicht. Somit ging es mit einer knappen 1:0 Führung Atleticos in die Halbzeit.

Auch in der Anfangsphase der zweiten 45 Minuten änderte sich nichts an der Ideenlosigkeit der Königlichen. Einzig und allein über Standarts konnten die Weltstars nun etwas Gefahr versprühen.

Mehr und mehr wurde Real deutlich, was auf dem Spiel zu stehen schien. Dies machte sich im weiteren Spielverlauf deutlich.

Zum Entsetzten aller Real Madrid – Fans dauerte es bis zur Nachspielzeit der regulären 90 Minuten, ehe Sergio Ramos mit seinem Kopfballtor seine Mannschaft in die Verlängerung köpfte (90. + 3).

In der Verlängerung zeigte sich, das Real Madrid den größeren Willen aufbringen konnte. Nach einem sehenswerten Antritt und dem anschließenden Dribbling von Di Maria köpfte Bale seine Mannen mit 2:1 in Führung (110.).

Dieses Tor brachte die Entscheidung in diesem hart umkämpften und guten Finale. In den weiteren Minuten gelang es den Königlichen das Ergebnis noch auf ein 4:1 (Marcelo/Ronaldo) in die Höhe zu treiben, doch dies war der Erschöpfung und Enttäuschung der Rojiblancos geschuldet.

Khedira bringt es auf den Punkt

Sami Khedira findet die richtigen Worte nach diesem hochemotionalen Spiel gegen den Stadtrivalen aus Madrid.

Khedira spricht davon, dass sein Team nach dem 0:1 in der 36. Spielminute so gut wie ausgeschieden war. Er spielt vor allem darauf an, dass es den Königlichen an jeglichen Mitteln fehlte, um die Führung des Rojiblancos aus der ersten Hälfte zu egalisieren.

Die Aussage des Deutschen zielt zum dem auf die „Lastminute“ – Rettung vom ewigen Antreiber Reals, Sergio Ramos, ab.

Bis zu dieser 93. Spielminute war es Real nicht gelungen wirklich gefährlich vor das Tor Atleticos zu kommen.

Daher ist diese Aussage von Khedira vollkommen richtig und beschreibt sehr gut die Gedankengänge der Spieler von Real Madrid in den regulären 90 Minuten diess Finales.

Autor: Tom Wolny

Philipp Lahm: „Wir sind top aufgetreten und haben versucht ein Tor zu erzielen. Ich bin zuversichtlich für das Rückspiel.“

Datum: 23.04.2014         

Champions League Halbfinale: Real Madrid – FC Bayern München

Der Kapitän des FC Bayern München, Philipp Lahm, im Interview nach dem enttäuschenden 0:1 in Madrid. Philipp Lahm: „Wir sind top aufgetreten und haben versucht ein Tor zu erzielen. Ich bin zuversichtlich für das Rückspiel.“

Effektivität schlägt Ballbesitz

Von Beginn an präsentierte sich der deutsche Rekordmeister extrem dominant und spielbestimmend. Es entwickelte sich ein Spiel, bei dem die Verteidiger des FC Bayern auf Höhe der Mittellinie den Spielaufbau vorantrieben und defensiv eingestellte Madrilenen clever gegen den Ball arbeiteten.

Da es Real Madrid aber verstand intelligent und gezielt zu verschieben war es den Münchnern vergönnt gefährliche Torraumszenen herauszuspielen.

In der 19. Spielminute erwischten die Hausherren den Favoriten aus Deutschland mit einem Konter eiskalt. Ronaldo steckte einen perfekt getimten Pass auf Coentrao auf der linken Offensivseite der Gastgeber durch. Dieser spielte einen hervorragenden Querpass durch den Strafraum der Bayern, welchen Benzema am Ende dieses Spielzuges problemlos zur 1:0 Führung Madrids einschob.

Im weiteren Spielverlauf des ersten Durchgangs erwies sich die Spielweise der Spanier als deutlich effizienter. Immer wieder  kamen die Madrilenen gefährlich über die Außen vor das Tor von Manuel Neuer.

In den folgenden Minuten verpassten es die Gastgeber jedoch ihre Führung gegen zu hoch agierenden Münchner auszubauen. So vergaben Ronaldo (21./26.) und Di Maria (23.) gute Chancen zur Verbesserung des Ergebnisses.

Im zweiten Durchgang zeigte sich, dass der FC Bayern aus den Chancen Reals aus den ersten 45 Minuten gelernt hatte. Die Gäste zogen sich nun etwas weiter zurück und kontrollierten das Spiel jetzt aus etwas tieferer Staffelung.

Leider nahm diese taktische Korrektur dem Spiel seine Höhepunkte. Durch die weiteranhaltende Überhand an Ballbesitz der Münchner, aber Abnahme der Kontermöglichkeiten Madrids verflachte die Partie etwas.

Auch in der Schlussphase änderte sich nichts an der Darstellung des Spiels für den Zuschauer. Der FC Bayern kombinierte weiterhin ansehnlich, konnte jedoch die klaren Feldvorteile nicht in echte Chancen umwandeln. Zu dem versuchte es der Rekordmeister aus München mit Distanzschüssen, welche auch keinen Erfolg brachten.

Fehlende Zielstrebigkeit

Der Kapitän der Münchner, Philipp Lahm, spricht von einem sehr guten Auftritt seiner Mannschaft und ist zuversichtlich in Hinblick auf das Rückspiel im eigenen Stadion.

Er spricht weiterhin davon, dass die Mannschaft alles versucht hat, um ein Tor zu erzielen. Doch leider wurde dem externen Beobachter dieser Begegnung deutlich, dass die Münchner Bayern trotz des hohen Ballbesitzes absolut kein Mittel fanden, der Defensive der Madrilenen gefährlich zu werden.

Ganz im Gegenteil: die Münchner liefen mehreren gefährlichen Kontern hinter her und können sich nur bei Real bedanken, dass diese es versäumten das Ergebnis in die Höhe zu treiben.

So wird klar, dass dieser FC Bayern immer mehr an das verspielte Barcelona der letzten Jahre erinnert und es vermissen lässt an die Überlegenheit zusätzlich Zielstrebigkeit anzubringen, um ein Spiel siegreich zu gestalten.

Autor: Tom Wolny

Hans – Joachim Watzke: „Das war ein fantastisches Spiel. Trotzdem sind wir enttäuscht. Wir waren ganz nah dran. Beim dritten Tor wäre Real Madrid tot gewesen. Und wir hätten es zwei oder drei Mal machen können.“

Datum: 08.04.2014         

Champions League Viertelfinale: Borussia Dortmund – Real Madrid

Der Geschäftsführer des BVB, Hans – Joachim Watzke, nach dem Champions – League – Viertelfinal –  Rückspiel vor heimischen Publikum gegen Real Madrid. Hans – Joachim Watzke: „Das war ein fantastisches Spiel. Trotzdem sind wir enttäuscht. Wir waren ganz nah dran. Beim dritten Tor wäre Real Madrid tot gewesen. Und wir hätten es zwei oder drei Mal machen können.“

Weidenfeller sorgt für die Initialzündung

Von Beginn an ließ der BVB erahnen, was an diesem Abend ihrerseits passieren sollte. Die Hausherren versuchten früh zu attackieren und so den Spielaufbau der Gäste schnellst möglich zu stören.

Real hingegen agierte die ersten Minuten eben so konzentriert und abgeklärt und passte sich dem frühen Pressing der Dortmunder an, in dem man sehr defensiv stand.

In der 16. Spielminute verstummte das komplette Stadion als die Defensiv – Taktik der Madrilenen aufzugehen erschien. Nach einer Flanke von Coentrao spielte Lukasz Piszczek den Ball im Strafraum mit der Hand – Elfmeter. Doch Roman Weidenfeller parierte diesen Strafstoß von Di Maria und der BVB fand zu einem Spiel, welches seines Gleichen sucht.

Die Dortmunder begannen nun noch früher zu attackieren und setzten die spanischen Gäste mit einem solch enormen Pressing unter Druck, dass diese damit nicht zu recht kamen.

Bereits in der 19. Spielminute vergab Henrikh Mkhitaryan nach toller Vorarbeit von Lewandowski und Reus eine fast schon hundertprozentige Chance zur frühen Führung.

Doch nur wenige Minuten später wurde das Spiel der Borussia belohnt als Reals Verteidiger Pepe nach einem langen Ball der Dortmunder patzte und Reus Casillas ausspielte und zur 1:0 Führung einschob (24.).

Die Gastgeber spielten sich weiter in einen Rausch, der gegen passive und zweikampfschwache Madrilenen unerklärlich schien. In der 32. Minute parierte Casillas einen Kopfball von Mats Hummels, ehe er in der 37. Spielminute das zweite Mal hinter sich greifen musste.

Nach einem Fehler im Aufbauspiel Reals schaltete Marco Reus schnell um und spielte Robert Lewandowski frei, welcher den Ball gekonnt ins lange Eck zur 2:0 Pausenführung schlenzte.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus der spanischen Hauptstadt besser ins Spiel und agierten nun selbst in der Offensive. Zweimal Gareth Bale (49./59.), gegen den Weidenfeller toll reagierte und Benzema (64.), der im letzten Moment noch von Hummels gestoppt werden konnte, vergaben gute Chancen auf den Anschlusstreffer.

Dieses Aufbäumen der Spanier hielt nicht lange an und der BVB kam stark zurück ins Spiel und erspielte sich Chance um Chance, die zum Leid der Dortmunder zum Teil kläglich vergeben wurden. Mit einem Dreierpack an sehr guten Möglichkeiten vergaben die Borussen einen weiteren Treffer, um das Hinspielergebnis zu egalisieren.

Zweimal Henrikh Mkhitaryan (65./68.) und einmal Kevin Großkreutz (70.) verpassten es die größte Druckphase der eigenen Mannschaft im zweiten Durchgang zu belohnen.

Im Anschluss an diese Chancen zeigten sich die Folgen des hohen Aufwandes der Dortmunder. In der Schlussphase mussten die Hausherren, geschuldet dieser enormen Energieleistung ihr Tempo etwas zurückschrauben, was Real natürlich entgegen kam.

Immer wieder blieben die Madrilenen in dieser letzten Phase des Spiels gefährlich über Konter, ohne das der BVB auf der anderen Seite noch einmal wirklich gefährlich werden konnte.

So scheidet ein herausragend spielender BVB im Rückspiel gegen Real Madrid aus der Champions – League – Saison 2013/14 nur denkbar knapp aus.

Versäumnis zur Erhöhung des Spielstandes

In der Aussage des Geschäftsführer von Borussia Dortmund wird die Enttäuschung über das Ausscheiden aus der Champions League deutlich.

Zum einen ist es großartig mit solch einem Spiel auszuscheiden, doch auf der anderen Seite ist es einfach nur traurig das Weiterkommen so knapp verpasst zu haben.

Anhand dieser Aussage wird außerdem klar, dass jeder gesehen hat, dass Real Madrid bei einem weiteren Tor der Dortmunder völlig tot gewesen und ein viertes Tor nur eine Frage der Zeit gewesen wäre.

Bei allem Lob und jeglicher Freude über dieses herausragende Spektakel übt Watzke auch Kritik an der Chancenverwertung und womöglich speziell an Henrikh Mkhitaryan, welcher beste Chancen vergab, in dem er davon spricht, dass die Möglichkeiten zur Erhöhung des Spielstandes mehrmals gegeben waren.

Autor: Tom Wolny