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Raphael Schäfer: „Wir versuchen, auf der letzten Rille ins Ziel zu kommen.“

Datum: 20.04.2014

31. Bundesligaspieltag: 1.FC Nürnberg – Bayer 04 Leverkusen

Torhüter und Kapitän des Clubs aus Nürnberg, Raphael Schäfer, im Interview nach der deutlichen Heimspielniederlage gegen Bayer Leverkusen und dem angestrebten Klassenverbleib. Raphael Schäfer: „Wir versuchen, auf der letzten Rille ins Ziel zu kommen.“

Vier Niederlagen in Folge

In der Anfangsphase dieser Begegnung wurde die unterschiedliche Spielanlage beider Mannschaften deutlich. Nürnberg versuchte über eine klare Ordnung die eigene anfällige Defensive zu stärken und aus dieser mit Kontern den Gästen zu begegnen.

Ganz im Gegenteil agierten die Leverkusener. Diese versuchten von Beginn an die komplette Breite des Spielfeldes zu nutzen und über die Außen zum Torabschluss zu kommen.

So gingen die Gäste auch in Führung. Boenisch setzte sich auf der linken Außenbahn durch und bediente eher unfreiwillig Spahic, welcher per Direktabnahme sehenswert zum 1:0 vollendete (16.).

Der Club aus Nürnberg versuchte nun alles und wurde in der 26. Spielminute mit dem Ausgleichstreffer belohnt. Marvin Plattenhardt zirkelte einen Freistoß aus etwas 25 Metern ins linke untere Eck.

Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs schalteten beide Mannschaften nun auf den offensiven Schlagabtausch und gönnten einander nichts. Doch kleine Ungenauigkeiten auf beiden Seiten verhinderten jeweils weitere Tore.

Die zweiten 45 Minuten begannen ohne jegliche Verschnaufpause. Leverkusen ging in der 48. Spielminute wieder nach einer Standartsituation erneut in Führung. Sebastian Boenisch erzielte das 2:1.

Im weiten Verlauf des zweiten Durchgangs wurde deutlich, dass der Club gegen den Abstieg spielt. Nach dem erneuten Rückstand verfielen die Nürnberger in eine Schockstarre und warteten förmlich auf weitere Gegentore.

Es dauerte dann jedoch bis zur 80. Spielminute, bis die Leverkusener ihre Führung ausbauen konnten. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Gäste blitzartig um und erzielten durch Spahic die 3:1 Führung.

Das Spiel war gelaufen und die vierte Niederlage des Clubs aus Nürnberg besiegelt. Da war das 4:1 der Gäste durch den eingewechselten Roberto Hilbert nur noch Zusatz auf den gesicherten Auswärtsdreier im Frankenland (87.).

Relegationsplatz 16

Raphael Schäfer fasst die Situation in Nürnberg richtig zusammen. Er spricht von der letzten Rille, in der man in dieser Situation ins Ziel kommen möchte.

Mit dem Ziel spricht er hier ganz klar die Relegation und die damit verbundene Hoffnung auf den Klassenverbleib an.

Die letzte Rille kann hier nur das Siegen, egal wie, gegen den drittplatzierten der 2. Bundesliga sein.

Denn so realistisch sollte auch ein Bundesligaprofi sein, der mitten im Abstiegskampf steckt – den sicheren und direkten Klassenerhalt können sich die Cluberer aus Nürnberg nach dieser deutlichen Niederlage vor heimischem Publikum nun abschminken.

Autor: Tom Wolny

Joseph Guardiola: „Ich spreche über die Spieler, die gespielt haben.“

Datum: 08.02.2014
20. Bundesligaspieltag: 1. FC Nürnberg – FC Bayern München

Joseph Guardiola: „Ich spreche über die Spieler, die gespielt haben.“

Pep Guardiola, Trainer des FC Bayern München, nach dem 48. Bundesligaspiel ohne Niederlage, zur Personalie Toni Kroos, welcher zum zweiten Mal nacheinander 90 Minuten nur die Zuschauerrolle einnahm. Pep Guardiola: „Ich spreche über die Spieler, die gespielt haben.“

Erneuter und verdienter Münchner Sieg im Bayern – Derby

Entgegen allen Erwartungen gehörte die Anfangsphase den Hausherren aus Nürnberg. Das Spiel des Clubs war geprägt von harter und effektiver Zweikampfführung, gefolgt von einem schnellen Umschaltspiel in die Tiefe auf das Tor von Manuel Neuer. So erspielten sich die Nürnberger gute Chancen (3./4.).

Auch im weiteren Verlauf der ersten 20 Minuten schien der Rekordmeister vieles der letzten Spiele vermissen zu lassen, nutzte aber gegen euphorische Gastgeber die erste zwingende Möglichkeit in Person von Mario Mandzukic nach einer Flanke von David Alaba (18.).

Geschuldet dem 0:1 und mehreren unglücklichen Verletzungen erlitt das gute Spiel der Nürnberger einen deutlichen Bruch. Der Gast aus München fand mehr und mehr zu seinem dominanten Ballbesitz.

In den verbliebenen Minuten des ersten Durchgangs ereigneten sich mehrere Torchancen auf beiden Seiten, die durch Pech bzw. Glück nicht ihren Weg über die Torlinie fanden.

Die nach wie vor auflebende Hoffnung und Euphorie der Franken wurde zeitig in der zweiten Hälfte gedämpft. Nach einer Mandzukic – Flanke erzielte der freistehende Kapitän der Münchner, Philipp Lahm, die 2:0 Auswärtsführung für den FC Bayern (49.).

Mit diesem 0:2 Rückstand verlor der Club sichtlich an Überzeugung an einen Überraschungs – Punktgewinn. Nun war der FC Bayern wieder in seinem Element und ließ Ball sowie Gegner nach Belieben laufen.

Schon mit Beginn der letzten halben Stunde des Spiels im Bayern – Derby schaltete der Favorit aus München deutlich einen Gang herunter und ließ so auch nichts mehr anbrennen.

Probleme im Münchner – System?

Auf dem Platz lässt der Rekordmeister aus München zurzeit keine Zweifel offen und bespielt jeden Gegner nach Belieben. Alle Teile dieser Bayern – Maschine laufen ohne Fehler und es schreit nahezu alles nach Perfektion auf allen Ebenen und in allen Bereichen.

Doch der Vertragspoker um Toni Kroos wirft Schatten auf die so perfekte Welt der Münchner. Auch die undeutliche Aussage des Cheftrainers Pep Guardiola verrät keinen Fortschritt in dieser Personalie.

Festzuhalten ist, dass seit den Uneinigkeiten des deutschen Nationalspieler mit seinem Verein, die Einsatzzeit Kroos‘ gegen Null geht und er keine Minute in den letzte beiden Partien absolvierte.
Es bleibt nun abzuwarten, ob diese ersten Probleme in der heilen Guardiola – Welt den Motor des Spiels zum Stocken bringen oder wie alle Probleme auf dem Platz, auch diese Angelegenheit souverän gelöst wird.

Für die Spannung der Bundesliga würde es sicherlich keinen Nachteil ergeben, wenn sich etwas Sand ins Getriebe der Münchner schleichen würde.

Autor: Tom Wolny