Kategorie-Archiv: Bundesliga

Lucien Favre: „Man sieht bei Christoph Kramer im Training, dass er viel mehr Vertrauen hat.“

Datum: 24.08.2014

1. Bundesligaspieltag: Borussia Mönchengladbach – VFB Stuttgart

Der Trainer von Borussia Mönchengladbach, Lucien Favre, nach dem Last – Minute Punktgewinn gegen toll spielende Stuttgarter. Lucien Favre: „Man sieht bei Christoph Kramer im Training, dass er viel mehr Vertrauen hat.“

Bessere Leistung – schlechte Chancenverwertung

Die Spielidee der Gladbacher wurde schnell deutlich. Die Fohlen wollten über hohes Tempo im Umschaltspiel, schnell gefährlich vor das Tor der Stuttgarter kommen. Doch die Gäste attackierten mit ihren Stürmern das Aufbauspiel der Gastgeber früh und stand dahinter mit zwei Viererketten sicher.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Favre – Elf mehr vom Spiel. Jedoch brachten der höhere Ballbesitz und die besseren Zweikampfwerte keine gewinnbringenden Vorteile.

In der Folge kamen die Gäste aus Stuttgart besser ins Spiel, aber ließen eine zielstrebige Idee im eigenen Spielaufbau vermissen, die ihnen verwehrte gefährlich vor dem Tor der Gladbacher aufzutauchen.

Auch die Offensivbemühungen der Gastgeber stockten, da sich der VFB Defensiv gut präsentierte und sicher hinter dem Ball agierte. So ging es mit einem 0:0 Unentschieden in die Pause.

Die Gastgeber kamen mit viel Tempo und engagierte Leistung zurück auf das Spielfeld. Folgerichtig hatten die Hausherren auch die erste Torchance, welche sie kläglich vergaben. Dies rächte sich nur wenige Sekunden später.

Fast im Gegenzug brachte Maxim die Schwaben nach einem tollen Zuspiel von Gentner in Führung (51.). Deutlich zu sehen, mussten sich die Gastgeber vom Rückstand erst einmal erholen. Die Gäste zogen sich fortan wieder weiter zurück und verdichteten die Räume gekonnt.

In der Schlussphase rannten die Hausherren beherzt an und erzielten in Person von Christoph Kramer den verdienten Ausgleich in der 90. Spielminute und retteten somit den Punkt zum Auftakt vor heimischen Publikum.

Weltmeister mit Selbstvertrauen

Der Trainer der Gladbacher, Lucien Favre, spricht es an, welche positiven Auswirkungen ein Weltmeistertitel auf einen Spieler haben kann.

Im Interview nach dem Spiel berichtet der Trainer, welche Entwicklung sein Spieler Christoph Kramer mit dem Gewinn des Weltmeistertitels genommen hat. Er sei im Training agiler, selbstbewusster und würde die Mannschaft mehr anweisen und führen.

Alles Attribute und Fähigkeiten, die er aus dem Training der Nationalelf in Brasilien mitgenommen habe und die ihn in seiner Entwicklung einen wahren Stoß verliehen hätten.

So zieht der Gewinn der Weltmeisterschaft durch das DFB Team auch durch die Bundesliga und verhilft der Borussia aus Mönchengladbach in letzter Minute noch zu einem Punktgewinn und verhindert so einen verpatzten Saisonstart.

Autor: Tom Wolny

Wolfgang Hesl: „Ich habe eigentlich keine Worte dafür. Wir waren in den zwei Spielen die bessere Mannschaft, aber uns hat das Glück gefehlt.“

Datum: 18.05.2014

Bundesliga – Relegation: SpVgg Greuther Fürth – Hamburger SV

Wolfgang Hesl, Torhüter und Kapitän der Spielvereinigung aus Fürth, fasste seine Enttäuschung direkt nach dem Spiel in Worte. Wolfgang Hesl: „Ich habe eigentlich keine Worte dafür. Wir waren in den zwei Spielen die bessere Mannschaft, aber uns hat das Glück gefehlt.“

Zittern zum Klassenerhalt

Nach einer schlechten Vorstellung im Hinspiel vor heimischem Publikum zeigte sich der Gast aus Hamburg von Beginn an dieser Partie als sehr selbstbewusst und ballsicher.

Die SpVgg Greuther Fürth zog sich zunächst weit zurück und lies die Gäste aus Hamburg kommen, um dann über Konter zum Torerfolg zu gelangen.

Im Gegenteil zum Hinspiel agierten die Hamburger zu dem auch aggressiver und stabiler – so gelang es dem HSV ihre Feldvorteile prompt in die Führung umzuwandeln.

Nach einer Van der Vaart – Ecke war es Pierre – Michel Lasogga, der mit einem herausragenden und wuchtigen Kopfball das Spielgerät unhaltbar im linken oberen Eck versenkte (14.).

Im direkten Gegenzug nach Wiederanpfiff verfehlte die Antwort der Fürther in Form eines Distanzschusses von Zoltan Stieber das Tor nur denkbar knapp (16.).

Im weiteren Spielverlauf merkte man den Gastgeber die Nervosität deutlich an, ihr Offensivspiel bestand hauptsächlich nur aus Stückwerk.

Die Hanseaten hingegen zeigten eine souveräne und konzentrierte Leistung, ließen somit den Ball und Gegner laufen.

Doch die Phase kurz vor dem Halbzeitpfiff gehörte wieder den „Kleeblättern“. Zum Leid der Fürther Fans verfehlten die Möglichkeiten von Azemi (40.) und Weilandt (45.) das Tor nur denkbar knapp.

Zurück aus den Kabinen blieb ein erwarteter Sturmlauf der Gastgeber zunächst aus. Viel mehr waren die Gäste aus Hamburg dem 2:0 näher als die Fürther dem Ausgleich. Den Kopfball von Lasogga parierte Wolfgang Hesl stark und hielt sein Team damit am Leben.

Wie aus dem Nichts gelang den Franken der Ausgleich. In der 59. Spielminute steckte Stieber einen klasse Ball durch die Abwehr der Hamburger, welchen Fürstner vor dem herauseilenden Drobny im Netz unterbrachte.

Dieser Ausgleichstreffer änderte die Kräfteverhältnisse des gesamten Spiels. Die Hanseaten begannen zu wackeln und die Fürther erfuhren einen deutlichen Aufwind.

Die „Kleeblätter“ drängten den Gast aus dem Norden komplett zurück in die eigene Hälfte, aus der man sich kaum noch befreien konnte.

Die Schlussphase brach an und der Zweitligist spielte nun nach dem Motto „Alles oder Nichts“. Die Fürther warfen alles nach vorn, was Team hergab. Doch die fehlende Durchschlagskraft und Genauigkeit im Abschluss verbauten den Gastgebern ein weiteres Tor und ließen das Spiel mit einem 1:1 Unentschieden enden.

Enttäuschung pur

Mit diesem enttäuschenden und traurigen 1:1 Unentschieden bleibt es den Fürther auch in der kommenden Spielzeit verwehrt im Oberhaus des deutschen Fußballs auf Punktejagd zu gehen.

In der Aussage von Wolfgang Hesl direkt nach dem Spiel wird deutlich wie viel Leid und Enttäuschung in jedem einzelnen Spieler der Fürther steckt.

Der Zweitligist agierte in Summe über beide Spiele deutlich engagierte und besser als der wankende Dino der Bundesliga.

Doch seien es Glück, fehlende Durchschlagskraft oder vielmehr der eine fehlende Funke, welcher in dieser Relegation über Freud und Leid entschied, so gilt es für die Fürther in der kommenden Saison alles dafür zu investieren um den Aufstieg im kommenden Jahr zu realisieren.

Autor: Tom Wolny

Frank Kramer: „Wir hätten mehr mitnehmen müssen.“

Datum: 15.05.2014

Bundesliga – Relegation: Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth

Frank Kramer, Trainer der SpVgg Greuther Fürth, nach dem Relegations – Hinspiel beim Hamburger SV. Kramer: „Wir hätten mehr mitnehmen müssen.“

Überzeugenderer Zweitligist

Die Anfangsphase zeigte deutlich wie viel Respekt und Nervosität in diesem Spiel lag. Beide Mannschaften agierten verhalten und wollten bloß keine Fehler machen.

Zunächst präsentierte sich der Bundeliga – Dino mit mehr Ballbesitz, wusste jedoch nichts damit anzufangen. Im weiteren Verlauf kamen die Fürther immer besser ins Spiel und bauten eine wahre Druckphase auf.

Mit zahlreichen Standartsituationen näherten sie sich dem Tor der Hamburger an. Der HSV hingegen verlor komplett die Linie und war nur noch in der Defensive gefangen. Erst nach ca. einer viertel Stunde gelang es den Hanseaten das Spiel mehr ins Mittelfeld zu verlagern und so die Gefahr etwas vom eigenen Tor zu lenken.

Der Zweitligist agierte deutlich schneller und frischer. In der Defensive stand man sicher und schaltete immer wieder blitzartig auf das Offensivspiel um. Mehr gewonnene Zweikämpfe, mehr gelaufene Kilometer und das aggressivere Spiel führten zu einem Übergewicht der Gäste aus Fürth.

Doch zum Leid der Anhänger der Franken konnte diese sichtliche Überlegenheit nicht in wirkliche Torchancen umgewandelt werden. Aufgrund dieser Tatsache und der völligen Inaktivität der Gastgeber ging es mit einem 0:0 Unentschieden in die Halbzeit.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich nichts am Bild dieser Partie. Der Zweitligist aus Fürth bespielte mehr und mehr den HSV und kam in der 51. Spielminute zur besten Chance. Gießelmann köpfte dabei eine Ecke von Brosinski nur knapp neben das Tor.

Erst nach einer knappen Stunde schafften es die Hamburger ein eigenes Offensivspiel zu initiieren und den Gast aus Fürth über Standartsituationen unter Druck zu setzen. In dieser Phase erarbeiteten sich die Gastgeber eigene Chancen, die jedoch auch nicht in Tore umgewandelt werden konnten.

Nach dieser Druckphase des HSV befreiten sich die Franken wieder und bespielten nun einen völlig verausgabten Gastgeber nach Belieben. Doch leider bleibt unter dem Strich nur ein, anhand des Spielverlaufs für Greuther Fürth, enttäuschendes 0:0, weil es die Mannschaft von Frank Kramer nicht schaffte wirklich gefährlich vor das Tor der Hamburger zu kommen.

Deutlich bessere Gäste

Der Trainer der Fürther, Frank Kramer, spricht genau das im Interview nach dem Spiel an, was alle Zuschauer dachten.

Die Gäste aus Franken hätten nach dem Spielerlauf deutlich mehr mitnehmen müssen. In der Aussage von Kramer wird deutlich, dass dieser über das 0:0 sehr enttäuscht ist. Im gesamten Spiel zeigte sich sein Team als die aktivere und präsentere Mannschaft an diesem Abend.

Der Trainer der Fürther ist sichtlich enttäuscht über das Unentschieden und bedauert, dass es seinen Spielern nicht gelungen ist ein so wichtiges Auswärtstor zu erzielen.

Trotz alle dem hat sich der Zweitligist sehr gut verkauft und den Bundesliga – Dino aus Hamburg an den Rand einer Niederlage geführt.

Genau mit diesem Resümee und eine guten Vorbereitung auf das Rückspiel ist alles möglich und die SpVgg Greuther Fürth hält ihre Chance auf den Aufstieg weiterhin am Leben.

Autor: Tom Wolny

Karim Bellarabi: „Ich habe so etwas noch nie erlebt, dass eine Mannschaft absteigt und so unterstützt wird. Da hatte ich eine Gänsehaut.“

Datum: 10.05.2014

34. Bundesligaspieltag:  TSG 1899 Hoffenheim – Eintracht Braunschweig

Braunschweigs Mittelfeldakteur, Karim Bellarabi, über die Fans der Eintracht aus Braunschweig nach dem unmittelbaren Abstieg in die 2. Bundesliga. Karim Bellarabi: „Ich habe so etwas noch nie erlebt, dass eine Mannschaft absteigt und so unterstützt wird. Da hatte ich eine Gänsehaut.“

Verdiente Niederlage

Den Braunschweigern merkte man von der ersten Minute an, um was es beim möglichen Bundesligaabsteiger geht.

Die Spielanlage der beiden Teams unterschied sich zu dem stark. Braunschweig war von Beginn an bemüht offensive Akzente zu setzen. Es fehlte jedoch an Ideenreichtum und Spielwitz.

Auf der anderen Seite agierten die Kraichgauer tiefgestaffelt und schalteten nach Ballbesitz blitzartig um.

Zum Nachteil der Eintracht aus Braunschweig fiel bereits nach 15 Minuten der erste Gegentreffer. Nach eine sauberen Flanke von Andreas Beck, war es Sebastian Rudy, welcher den Ball mit einem sehenswerten Kopfball unhaltbar ins lange Eck des Tores drückte.

Im weiteren Verlauf zeigten sich die Gäste deutlich unterlegen und konnten erst in der 40. Spielminute die erste Torchance verbuchen. Karim Bellarabi verpasste es aus halblinker Position den Ball im Tor unterzubringen.

Nach dem Seitenwechsel hofften die Anhänger des BTSV natürlich auf einen wahren Sturmlauf ihrer Mannschaft. Nur leider blieb dieser völlig aus.

Ganz im Gegenteil, die Hoffenheimer erhöhten mehr und mehr den Druck auf die Defensive der Niedersachsen.

In der Folgezeit wurden die Braunschweiger dann doch noch gefährlich. Domi Kumbela prüfte gleich zweimal Jens Grahl, der beide Möglichkeiten jedoch zu vereiteln wusste.

Auf der Gegenseite zeigte derweil Firmino welche Fähigkeiten er besitzt. Mit einem sehenswerten Seitfallzieher brachte er sein Team mit 2:0 in Führung (64.).

Mit diesem Gegentor war die Gegenwehr der Eintracht gebrochen und Volland setzte den vorentscheidenden Nadelstich. Mit seinem Tor in der 70. Minute besiegelte er förmlich den Abstieg der Gäste.

Kurz vor Ultimo kamen die Absteiger aus Niedersachsen letztendlich noch zu ihrem Ehrentreffer in ihrem vorerst letzten Spiel im deutschen Oberhaus des Fußballs. Jan Hochscheidt überwand mit viel Glück Jens Grahl in der 88. Spielminute.

Unglaubliche Unterstützung

Karim Bellarabi fasst die Situation und die Geschehnisse direkt nach dem Spiel gegen Hoffenheim und dem direkten Wiederabstieg aus der ersten Fußballbundesliga richtig zusammen.

Die Fans der Niedersachsen zeigten eine wahrlich mehr als Bundesligareife Leistung und unterstützen den Absteiger herausragend. Bis zur letzten Sekunde und darüber hinaus peitschten sie ihre Mannschaft an und versuchten so, das Team noch einmal zu pushen – leider vergebens.

In diesem Interview bedankt sich Bellarabi folgerichtig bei den Fans und es bleibt nur zu hoffen, dass solche Anhänger bald wieder die Möglichkeit haben, ihre Qualität in der höchsten Spielklasse des Deutschen Fußball Bundes , unter Beweis stellen zu dürfen.

Autor: Tom Wolny

Jens Keller: „Wenn man als 30-jähriger Weltklassestürmer schon vier Gelbe Karten hat und dann auf den Zaun springt, kann man sich als Trainer schon mal ärgern.“

Datum: 03.05.2014

33. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Schalke 04

Der Trainer des FC Schalke 04, Jens Keller, im Interview nach dem Spiel zur anstehenden Gelbsperre seines Toptorjägers Klaas-Jan Huntelaar. Jens Keller: „Wenn man als 30-jähriger Weltklassestürmer schon vier Gelbe Karten hat und dann auf den Zaun springt, kann man sich als Trainer schon mal ärgern.“

Ungefährdeter Auswärtserfolg

Die Partie begann mit zwei unterschiedlichen Devisen. Auf der einen Seite bemühten sich die Gäste aus Gelsenkirchen um sofortigen Ballbesitz und klare Überlegenheit. Auf der anderen Seite versuchten die Gastgeber aus dem Breisgau zunächst ihre Defensive zu stabilisieren und ließen den S04 kommen.

Diese Taktik sollte sich jedoch schon nach wenigen Minuten rächen. Erst scheiterte Boateng an Freiburgs Schlussmann, Oliver Baumann. Kurze Zeit später machte es Schalkes Jungprofi, Ayhan, besser und schlenzte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zur frühen Gästeführung (13.).

Das zeitige Gegentor weckte den Sportclub scheinbar auf. Dieser versuchte nun selbst die Initiative zu übernehmen und wurde zunehmend gefährlicher.

Innerhalb von vier Minuten vergaben Guedé (30.) und Mehmedi (34.) die besten Chancen der Freiburger zum Ausgleichstor.

Die Gäste aus dem Ruhrpott suchten ihre Chance mehr und mehr über Fernschüsse, die jedoch auch keinen Erfolg brachten.

In den letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff ging die Partie munter hin und her ohne, dass sich eines der beiden Teams mit einem Torerfolg belohnte.

Der FC Schalke 04 kam entschlossen aus der Kabine und versuchte sofort schnell das zweite Tor zu erzielen. Der Sportclub aus Freiburg kam mit dieser Einstellung der Gäste nicht klar und musste zu sehen, wie sich der S04 Chance um Chance erarbeitete – doch Goretzka (57.), Huntelaar (59.) und auch Julian Draxler (61.) vergaben ihre Möglichkeiten die Partie vielleicht schon zu entscheiden.

In der 65. Spielminute wurden die Bemühungen der Gäste belohnt. Nach einem tollen Solo von Huntelaar durch das gesamte Freiburger Mittelfeld, schloss der Stürmer letztendlich ab und erzielte, durch das Abfälschen des Balles durch Freiburgs Ginter, die verdiente 2:0 Führung.

Die Partie nahm noch einmal fahrt auf als Felipe Santana auf Seiten der Schalker die verdiente Ampelkarte sah (73.).

Doch Freiburgs Offensive fand kein wirkliches Mittel, die eng gestaffelte Defensive der Schalke zu durchbrechen. Mehr als ein Distanzschuss kamen dabei nicht heraus.

Schalke hingegen verlagerte das eigene Spiel in Unterzahl auf das Kontern, kam aber durch das Auslassen bester Chancen durch Goretzka (85.) und Obasi (90. + 1) zu keinem Torerfolg mehr. So blieb es bei einem verdienten 2:0 Auswärtserfolg der Königsblauen.

Verständlicher Ärger

In der Aussage von Schalkes Trainer, Jens Keller, wird der Ärger über diese Aktion von seinem Topstürmer deutlich.

In dieser Situation äußert sich der Trainer der „Knappen“ noch verhalten über die Dummheit seines eigentlich sehr erfahrenen Kapitäns.

Wie es Jens Keller in diesem Interview direkt nach dem Spiel andeutet, ist es völlig verständlich. Gerade im Kampf um die direkte Champions League Qualifikation am letzten und entscheidenden Spieltag, wäre es eigentlich von Nöten gewesen, den besten Torschützen der Schalker an Bord zu haben.

Doch mit dieser sinnlosen Aktion und dem Wissen der eigenen Karten – Situation hätte Klaas-Jan Huntelaar als erfahrener Bundesligaprofi ein anderes Handeln an den Tag legen müssen.

Somit schadet er dem Team und muss beim Kampf der Schalker um die direkte Qualifikation für die Champions League am kommenden Samstag auf der Tribüne Platz nehmen.

Autor: Tom Wolny

Rudi Völler: „Da hätten nicht viele drauf getippt.“

Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer Leverkusen, im Interview nach dem Unentschieden vor heimischen Publikum gegen Borussia Dortmund. Rudi Völler: „Da hätten nicht viele drauf getippt.“

Furioser erster Durchgang

Das Topspiel des 32. Spieltages zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund hatte diesen Namen völlig verdient. Von Beginn an zeigten sich beide Teams extrem motiviert und exzellent eingestellt. Die Werkself, wie auch de BVB warteten nicht ab was der Gegner zu bieten hatte, sondern pressten von Anfang an verdammt hoch.

Die Leverkusener erspielten sich dadurch zunächst ein leichtes Übergewicht, welches prompt belohnt wurde. In der siebten Spielminute war es die Flanke von Son, die Stefan Kießling zunächst an die Latte köpfte. Den zurückspringenden Ball konnte Lars Bender aus kürzester Distanz dann zur 1:0 Führung verwerten.

Nun zeigte Borussia Dortmund, warum sie zu den aktuell besten Mannschaften der Welt gehört und drehte spielte nun stark auf. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Marco Reus erreichte Oliver Kirch, der den Ball mit dem Kopf zum 1:1 Ausgleich ins Tor verlängerte (29.).

Damit war das Spiel wieder völlig offen und beide Mannschaften erspielten mit ihren herausragenden Offensivreihen Chancen im Minutentakt.

Das dritte Tor fiel zunächst für die Gastgeber. Kießling lies sich aus der Spitze fallen und passte den Ball auf Son, welcher den Ball zu Brandt auf den Flügel spielte. Der junge Leverkusener hob das Spielgerät gefühlvoll auf den langen Pfosten, wo Castro dieses gegen die Laufrichtung Weidenfellers zur erneuten Führung einköpfte (35.).

Nur wenige Minuten später klärte Roberto Hilbert eine Flanke des BVB im Strafraum mit der Hand. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marco Reus sicher zum 2:2 Pausenstand (39.).

Der zweite Durchgang zeigte sich ähnlich temporeich und hochinteressant wie die ersten 45 Minuten. Beide Mannschaften spielten vollkommen auf Sieg und pressten wiederum zeitig in der Hälfte des Gegners.

Doch leider wurden im Gegensatz zum ersten Durchgang die Chancen auf beiden Seiten nicht so effizient genutzt. Auf Seiten der Leverkusener vergaben Kießling (60./62.) und Julian Brandt (72.) gute Möglichkeiten zur erneuten Führung für ihre Mannschaften.

Auf Seiten der Gäste aus Dortmund war es Marco Reus, dessen Freistoß den Kopf von Mats Hummels nur knapp verpasste (78.).

In den Schlussminuten ereignete sich nur noch wenig, so dass das Spiel auf hohem Niveau und tollem Unterhaltungswert Unentschieden endete.

Klare Leistungssteigerung

Der Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen, Rudi Völler, spricht die klare Leistungssteigerung der Mannschaft mit dieser Aussage an.

Er ist sichtlich stolz auf die Leistung seines Teams, auch im Gegensatz zu den letzten Monaten, als die Werkself deutlich unter ihren Möglichkeiten agierte.

In seiner Aussage wird zu dem die klare Underdog – Rolle der Leverkusener vor diesem Spiel deutlich. Doch das Team von Interimstrainer Sascha Lewandowski spielte toll auf gegen den BVB aus Dortmund.

Anschließend an diese Aussage Völlers, zeigt sich auch der Geschäftsführer der Bayer – Elf sehr zu frieden und spricht von einem förmlichen Quantenspruch im Vergleich zu den vergangenen Spielen.

Fest steht, dass Leverkusen gegen ein bärenstarkes Dortmund klasse spielte und so auch in den beiden verbleibenden Partien im Kampf um die Champions League weiter hoffen darf.

Autor: Tom Wolny

Raphael Schäfer: „Wir versuchen, auf der letzten Rille ins Ziel zu kommen.“

Datum: 20.04.2014

31. Bundesligaspieltag: 1.FC Nürnberg – Bayer 04 Leverkusen

Torhüter und Kapitän des Clubs aus Nürnberg, Raphael Schäfer, im Interview nach der deutlichen Heimspielniederlage gegen Bayer Leverkusen und dem angestrebten Klassenverbleib. Raphael Schäfer: „Wir versuchen, auf der letzten Rille ins Ziel zu kommen.“

Vier Niederlagen in Folge

In der Anfangsphase dieser Begegnung wurde die unterschiedliche Spielanlage beider Mannschaften deutlich. Nürnberg versuchte über eine klare Ordnung die eigene anfällige Defensive zu stärken und aus dieser mit Kontern den Gästen zu begegnen.

Ganz im Gegenteil agierten die Leverkusener. Diese versuchten von Beginn an die komplette Breite des Spielfeldes zu nutzen und über die Außen zum Torabschluss zu kommen.

So gingen die Gäste auch in Führung. Boenisch setzte sich auf der linken Außenbahn durch und bediente eher unfreiwillig Spahic, welcher per Direktabnahme sehenswert zum 1:0 vollendete (16.).

Der Club aus Nürnberg versuchte nun alles und wurde in der 26. Spielminute mit dem Ausgleichstreffer belohnt. Marvin Plattenhardt zirkelte einen Freistoß aus etwas 25 Metern ins linke untere Eck.

Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs schalteten beide Mannschaften nun auf den offensiven Schlagabtausch und gönnten einander nichts. Doch kleine Ungenauigkeiten auf beiden Seiten verhinderten jeweils weitere Tore.

Die zweiten 45 Minuten begannen ohne jegliche Verschnaufpause. Leverkusen ging in der 48. Spielminute wieder nach einer Standartsituation erneut in Führung. Sebastian Boenisch erzielte das 2:1.

Im weiten Verlauf des zweiten Durchgangs wurde deutlich, dass der Club gegen den Abstieg spielt. Nach dem erneuten Rückstand verfielen die Nürnberger in eine Schockstarre und warteten förmlich auf weitere Gegentore.

Es dauerte dann jedoch bis zur 80. Spielminute, bis die Leverkusener ihre Führung ausbauen konnten. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Gäste blitzartig um und erzielten durch Spahic die 3:1 Führung.

Das Spiel war gelaufen und die vierte Niederlage des Clubs aus Nürnberg besiegelt. Da war das 4:1 der Gäste durch den eingewechselten Roberto Hilbert nur noch Zusatz auf den gesicherten Auswärtsdreier im Frankenland (87.).

Relegationsplatz 16

Raphael Schäfer fasst die Situation in Nürnberg richtig zusammen. Er spricht von der letzten Rille, in der man in dieser Situation ins Ziel kommen möchte.

Mit dem Ziel spricht er hier ganz klar die Relegation und die damit verbundene Hoffnung auf den Klassenverbleib an.

Die letzte Rille kann hier nur das Siegen, egal wie, gegen den drittplatzierten der 2. Bundesliga sein.

Denn so realistisch sollte auch ein Bundesligaprofi sein, der mitten im Abstiegskampf steckt – den sicheren und direkten Klassenerhalt können sich die Cluberer aus Nürnberg nach dieser deutlichen Niederlage vor heimischem Publikum nun abschminken.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „Wir hätten die Tore schon ein bisschen besser verteilen können.“

Datum: 12.04.2014

30. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – Borussia Dortmund

Trainer der Borussia aus Dortmund, Jürgen Klopp, nach dem deutlichen 3:0 Erfolg über den frisch gebackenen Deutschen Meister zur besseren Verteilung der Tore in Bundesliga und Champions League. Jürgen Klopp: „Wir hätten die Tore schon ein bisschen besser verteilen können.“

Offensivpressing bringt den Erfolg

Der BVB aus Dortmund zeigte sich von Beginn an dieser Partie in der gleichen Verfassung wie unter der Woche beim deutlichen 2:0 Erfolg gegen Real Madrid in der Champions League.

Der Rekordmeister hatte vor heimischem Publikum den erwartet hohen Ballbesitz, kam jedoch aufgrund des extrem hohen Pressings der Dortmunder keinerlei zur Entfaltung.

In der Anfangsphase zeigten sich nur wenig Höhepunkte, weil sich die Gastgeber auf das Ballverschieben in der eigenen Defensive beriefen und der Gast aus dem Ruhrpott nach gelungener Balleroberung nur wenig nennenswertes zeigte.

Mit der ersten richtigen Chance der Dortmunder fiel auch schon das 1:0. Nach einem Angriff über die linke Seite hatte Dante zum Einwurf geklärt. Jonas Hofmann brachte den Ball in den Strafraum, welchen Aubameyang direkt auf Reus weiterleitete, der wiederum für den unter der Woche noch gescholtenen Mkhitaryan ablegte, welcher die Führung erzielte (20.).

Bis zur 43. Minute ereignete sich im weiteren Spielverlauf des ersten Durchgang nur wenig, als die Münchner kurz vor der Pause ihr erstes Lebenszeichen in Richtung Roman Weidenfeller sendeten. Der Schuss von Mario Mandzukic stellte für den Borussen – Schlussmann jedoch keine echte Bewährungsprobe dar.

Der zweite Durchgang startete ähnlich fulminant wie die ersten 45 Minuten. Der BVB presste erneut sehr hoch und setzte die Bayern somit schon frühzeitig unter Druck. Nach einer Ecke verlor zunächst Ribery das Leder an Eric Durm, welcher den Ball auf Mkhitaryan weiterleitete. Der folgende Pass von Aubameyang auf Reus bescherte den Gästen die 2:0 Führung (49.).

Nur wenige Minuten später war es um den Rekordmeister geschehen. Nach einem langen Ball aus der Hälfte der Dortmunder war es Jonas Hofmann, der den Ball frei vor dem Tor in die Maschen hämmerte – 3:0 (56.).

Das Spiel war gelaufen. Im weiteren Spielverlauf schraubte die Borussia das hochangelegte Pressing zurück und lies den Gastgeber kommen.

Erst in der Schlussphase versuchten diese den Spielstand noch etwas zu korrigieren. Doch die Chancen im Minutentakt von Mandzukic (71.), Schweinsteiger (72.) und Dante (73.) blieben ungenutzt.

Nach diesen Möglichkeiten fing sich der BVB wieder und verdichtete die Räume erneut so gut, dass dem Deutschen Meister keine wirkliche Idee kam, den Anschlusstreffer zu erzielen. Somit gewann der BVB aus Dortmund deutlich mit 3:0 und wahrt die Distanz zum FC Schalke 04 im Rennen um Platz zwei in der Tabelle.

Rückblick auf die Champions League

Im Interview mit Jürgen Klopp nach dem Spiel wird deutlich, wie wichtig dieser deutlich Sieg für ihn und sein Team war. Gerade nach dem Ausscheiden aus der Champions League unter der Woche gegen Real Madrid war dieser Erfolg, gerade gegen den FC Bayern, Balsam für die gebeutelte BVB – Seele.

Der Trainer der Borussia blickt jedoch auch mit einem weinenden Auge auf die beiden Spiele zurück. Er spricht genau das an, was sich viele Dortmund – Fans denken, „Lieber ein weniger gegen Bayern und eins mehr gegen Real.“ So hätten sich sicherlich viele den Ausgang der beiden Spiele gewünscht.

Doch leider ist und bleibt Fußball kein Wunschkonzert. Festzuhalten bleibt, dass der BVB ein wahrlich tolles Spiel gegen den FC Bayern München, wie auch gegen Real Madrid, abgeliefert hat und somit die Hoffnung auf eine erfolgreiche neue Saison gewahrt ist – hoffentlich mit mehr Spannung in der Liga und einem langen Verbleib der deutschen Teams in der UEFA Champions League.

Autor: Tom Wolny

Pep Guardiola: „Unsere Arbeit in der Bundesliga ist vorbei, ist gemacht. Wir haben den Titel im Museum.“

Datum: 29.03.2014

29. Bundesligaspieltag: FC Augsburg – FC Bayern München

Der Trainer des FC Bayern München, Pep Guardiola, im Interview nach dem Spiel gegen den FC Augsburg und der ersten Saisonniederlage seiner Mannschaft. Pep Guardiola: „Unsere Arbeit in der Bundesliga ist vorbei, ist gemacht. Wir haben den Titel im Museum.“

Verdienter Erfolg

Mit Anpfiff dieser Partie merkte man den motivierten Hausherren an, dass man die neuformierte Meisterelf zu Fehlern zwingen wollte. Die Augsburger attackierten den FC Bayern früh und spielten so frech auf.

Bereits in der sechsten Spielminute wurde es zum ersten Mal gefährlich als Manuel Neuer einen Schuss von Ostrzolek noch zu Ecke abwehren konnte.

Den Gästen aus München merkte man an, dass die Sicherheit und Dominanz aufgrund der neuen Formation wie weggeblasen schien und man so erst einmal bemüht war den laufstarken und aggressiven Gastgebern Paroli zu bieten.

Erst im weiteren Spielverlauf schafften es die Münchner ihr gewohntes Passspiel und die Ballsicherheit aufzubauen, die sie in den 53 siegreichen Spielen zuvor an den Tag gelegt hatten. Jedoch gelang es ihnen nicht echte Torchancen zu generieren.

Ganz im Gegenteil die Augsburger, welche nach Ballgewinn immer wieder schnell umschalteten und den sofortigen Pass in die Tiefe suchten.

In der 31. Spielminute belohnten die Hausherren letztendlich ihr aufwendiges und sehenswertes Spiel gegen die Münchner Bayern.

Daniel Baier eroberte den Ball gegen Mitchel Weiser und steckte den Ball intelligent auf Sascha Mölders durch, welcher Manuel Neuer mit einem platzierten und straffen Schuss keine Chance zur Abwehr lies und die 1:0 Halbzeitführung seiner Mannschaft erzielte.

Durchgang zwei zeigte, dass Pep Guardiola wo möglich die richtigen Worte in der Pause fand. Seine Mannschaft trat nun aggressiver auf und legte an Intensität zu. Erste Chancen durch Mandzukic und Martinez verfehlten ihr Ziel  nur knapp (47./50.).

Die zweite Halbzeit zeigte das gleiche Bild, wie alle Spiele der Münchner zuvor. Man erspielte sich eine hohe Ballbesitzquote und lies den Gegner laufen. Jedoch gelang es den Gästen nicht, gute Tormöglichkeiten zu erspielen.

Der Gastgeber aus Augsburg stand in der Defensive sicher schaffte es immer wieder die Räume zu verdichten, um den Gästen aus München keine Möglichkeiten zum Torabschluss zu geben.

So sicherte sich ein tapfer kämpfender und gut eingestellter FC Augsburg drei wichtige Punkte gegen einen harmlosen und lustlosen FC Bayern München.

Überheblichkeit?

Mit seiner Aussage, dass die Meisterschaft entschieden ist und der Titel bereits im Münchner Museum steht symbolisiert der Trainer des Rekordmeisters die schwache Vorstellung seiner Mannschaft.

Diese Aussage und die Spielweise der Münchner an diesem Spieltag lassen vermuten, dass man sich mit der Meisterschaft, welche am vergangenen Spieltag eingefahren wurde, nun zu frieden gibt und sich auf andere Wettbewerbe konzentriert.

Nur bleibt dabei für den FCB zu hoffen, dass die demotivierte Einstellung des Teams, welche auch der Trainer der Meisterschaft entgegenbringt, sich nicht auf die Champions League auswirkt.

Denn mit dieser derartigen Rotation wie in Augsburg praktiziert und der dazukommenden Leichtsinnigkeit, sowie einer sich andeutenden Arroganz und Überheblichkeit, verliert auch ein FC Bayern München schnell einmal die Form und kann so in einen Negativtrend rutschen.

Den Anhängern und Sympathisanten des Vereins bleibt nur zu wünschen, dass sich die Mannschaft und auch der Trainer nicht all zu sehr auf diese „scheißegal“ Mentalität der Bundesliga versteifen und so eventuell andere Ziele vernachlässigen.

Autor: Tom Wolny

Sami Hyypiä: „Ich bin etwas lauter geworden. Es ist gut für meine Zukunft, dass ich lerne, ein anderes Gesicht zu zeigen.“

Datum: 29.03.2014

28. Bundesligaspieltag: Bayer 04 Leverkusen – Eintracht Braunschweig

Der Trainer von Bayer 04 Leverkusen, Sami Hyypiä, nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Tabellenschlusslicht Eintracht Braunschweig. Sami Hyypiä: „Ich bin etwas lauter geworden. Es ist gut für meine Zukunft, dass ich lerne, ein anderes Gesicht zu zeigen.“

Ideenloses Spiel der Bayer – Elf

Die Leverkusener starteten vor heimischem Publikum mit Schwung in den ersten Durchgang und kamen bereits nach drei Minuten zu ihrer ersten Möglichkeit durch Guardado.

In der Folge gelang es den Gästen schnell zu ihrer Defensivordnung zu finden und sich so problemlos auf die Gastgeber einzustellen. Die Angriffe der Werkself konnten so frühzeitig eingedämmt werden.

Das Bild der ersten Halbzeit zeichnete sich durch deutlich mehr Ballbesitz der Leverkusener und die dadurch größeren Spielanteile ab, jedoch zeigten sich diese so harmlos, dass es den Braunschweiger reichte ihr engmaschiges Defensivnetz zu spannen und so die Angriffe der Gastgeber abzuwenden.

Hin und wieder engagierten sich die Gäste auch einmal offensiv, doch leider zeigten sich diese Bemühungen eben so harmlos, wie die der Hyypiä – Schützlinge. So wunderte es keinen Zuschauer, dass die ersten 45 Minuten torlos beendet wurden.

Der zweite Durchgang startete mit einem Paukenschlag und zeigte ein komplett anderes Gesicht als noch die erste Halbzeit.

Bereits in der zweiten Minute nach Wiederanpfiff war es der Braunschweiger Reichel, der die 1:0 Führung der Gäste herstellte. Mit einem Traumtor per Volley – Direktabnahme ließ er seine Mannschaft jubeln (47.).

Jedoch hielt die Führung der Niedersachsen nicht lange stand. Nachdem Correira einen Kießling – Kopfball regelwidrig mit der Hand stoppte, verwandelte Stefan Kießling den fälligen Strafstoß sicher und platziert zum 1:1 Ausgleich (53.).

Auch wenn in der Folgezeit die Qualität der Partie wieder etwas verflachte, zeigte sich ein deutlich besseres Spiel in den zweiten 45 Minuten.

In der Schlussphase ähnelte dann doch wieder viel dem Spielverlauf aus dem ersten Durchgang. Zwar versuchten die Leverkusener noch einmal mit Tempo über die Außenpositionen zum Tor zu kommen, doch standen die Braunschweiger wieder gut organisiert in der Defensive und konnten so die Angriffe abwehren.

In der Nachspielzeit hatte Boland mit einem Schuss von der Strafraumgrenze noch einmal die Chance zum Torerfolg zu kommen, doch Bernd Leno parierte diesen Schuss und somit blieb es beim 1:1 Unentschieden nach 90 mühsamen Minuten.

Lauter werdende Kritik am Trainer

Bayer 04 Leverkusen enttäuschte erneut seine Fans. Vor heimischem Publikum gelang es der ambitionierten Werkself nicht, den Tabellenletzten aus Braunschweig zu schlagen und wartet nun seit elf Spielen wettbewerbsübergreifend auf einen Sieg.

Mit seiner Aussage spricht Sami Hyypiä genau diese sieglos Serie an und spricht davon, dass er jetzt lernt ein anderes Gesicht zu zeigen, um vielleicht mit lauteren Tönen so diese Negativserie zu beenden.

Doch die Frage stellte sich, ob er die Möglichkeit der Anwendung seiner neuen Facetten überhaupt noch bekommt oder ob die lauter werdende Kritik am Trainer auch die Führungsetage der Werkself erreicht und diese darauf reagiert.

Dies sind reine Spekulationen, welche sich in den nächsten Wochen klären werden, doch fest steht, dass Bayer 04 Leverkusen von einem sicheren zweiten Tabellenplatz auf den vierten Platz gefallen ist und immer mehr den Druck der Tabellennachbarn zu spüren bekommt, wenn es um die Plätze für die Champions League geht.

Abzuwarten bleibt nun, ob die Mannschaft unter dem neuen Gesicht des Trainers auch ein eigenes neues Gesicht zeigen kann, um die Negativserie der letzten Wochen zu beenden.

Autor: Tom Wolny