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Klaus Allofs: „Das ist die Steigerung von unglücklich.“

Datum: 30.08.2014

2. Bundesligaspieltag: VFL Wolfsburg – Eintracht Frankfurt

Klaus Allofs, Manager des ambitionierten Clubs aus der Autostadt – dem VFL Wolfsburg, nach dem verpassten Siegtor von Junior Malanda im Heimspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt. Klaus Allofs: „Das ist die Steigerung von unglücklich.“

Wolfsburg weiterhin sieglos

In den ersten Minuten dieser Begegnung des zweiten Spieltages agierten beide Teams zunächst verhalten und machten viele Abspielfehler, sodass intensive Angriffsbemühungen fehlten.

Mehr und mehr gelang es dem Gastgeber die kleinen Fehler zu minimieren und so das Spiel an sich zu ziehen. Es dauerte in diesem Spielabschnitt bis zur 15. Spielminute, ehe ein Standard den Torreigen eröffnete. Wolfsburgs Innenverteidiger und Distanzschütze vom Dienst, Naldo, fasste sich bei einem Freistoß aus gut 25 Metern ein Herz und jagte den Ball per Aufsetzer zur 1:0 Führung in die Maschen.

Doch entgegen allen Erwartungen gab dieses Tor dem VFL keinen Rückenwind. Vielmehr waren es nun die Gäste aus Frankfurt, welche zielstrebiger und besser nach vorn spielten.

Diese Bemühungen wurden in der 23. Minute auch schon mit dem Ausgleichstreffer belohnt. Nach einem Freistoß von Inui war es der Ex – Frankfurter Jung, der den Ball unhaltbar zum Ausgleich abfälschte.

Im weiteren Spielverlauf verflachte das Niveau der Partie zunehmend. Beide Teams neutralisierten sich und kamen nur zu einigen Halbchancen, welche jedoch am bevorstehenden Pausenstand nichts ändern sollten.

Die Hoffnungen der Zuschauer auf eine spannende und unterhaltsame zweite Hälfte sollten schnell verfliegen. Bot der erste Durchgang noch einen gewissen Grad an Unterhaltung, so verlor die Partie jegliche Spannung in den zweiten 45 Minuten.

Präzision im Passspiel und schnelle Offensivbemühungen waren zu diesem Zeitpunkt Fehlanzeige. Beiden Teams gelang erschreckend wenig. Einzig und allein Einzelaktionen ließen etwas Bundesligaluft schnuppern.

Mitte der zweiten Hälfte wurde das Spiel, durch häufige Unterbrechungen und Fehler auf beiden Seiten, noch hektischer und zerfahrener.

Erst die Schlussminuten sollten den Unterhaltungswert noch einmal steigern. In der 79. Spielminute war es Maximilian Arnold, welcher das Leder straff aus halb – linker Position unhaltbar in das rechte untere Toreck feuerte und so sein Team erneut in Führung brachte.

Doch dem  nicht genug. Ähnlich der ersten Führung der Wölfe, verstanden es die Hessen, diese binnen weniger Minuten erneut zu egalisieren. Nach einer Flanke köpfte Kadlec den Ball zum 2:2 Ausgleich in die Maschen (86.).

Da dem eingewechselten Pechvogel der letzten Woche, Junior Malanda, erneut die Nerven in erschreckender Manier versagten, blieb es bei dem 2:2 Unentschieden, welches den Wolfsburger Ansprüchen keineswegs genügen dürfte.

Malanda im Pech

Ist es einzig und allein Pech oder spielen andere Faktoren eine tragende Rolle, bei der Ursache, warum Junior Malanda nicht in der Lage ist, größte Torchancen zu nutzen.

Am ersten Spieltag der neuen Bundesligasaison in der Allianz Arena gegen den FC Bayern München lies der Belgier bereits die erste 100 prozentige Chance liegen. Danach sprach man über Pech und über eine Aktion, welche so schon einmal passieren kann.

Nun am zweiten Spieltag vergibt der junge Belgier erneut nur wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff eine Großchance und kostet dem VFL wieder wichtige Punkte im Kampf um Europa.

Auch der Manager des VFL Wolfsburg, Klaus Allofs, kann diese Situationen nicht wirklich in Worte fassen. Er spricht von der Steigerung von unglücklich und zeigt dabei nur noch wenig Verständnis für diesen Umgang mit Chancen. Im gleichen Atemzug drückt er damit auch seine Unzufriedenheit und seinen Ärger über diese Fehler aus.

Festzuhalten bleibt, dass einem hochbezahlten Bundesligaprofi solch ein Fehler einmal passieren darf und auch muss, jedoch sollte ein Spieler dieser Klasse, einen derartigen Fehler kein zweites Mal begehen.

Nun bleibt abzuwarten, ob der Belgier noch einmal die Chance und das Vertrauen der VFL Führung erhält und möglichst diese zu nutzen weiß.

Autor: Tom Wolny

Lucien Favre: „Man sieht bei Christoph Kramer im Training, dass er viel mehr Vertrauen hat.“

Datum: 24.08.2014

1. Bundesligaspieltag: Borussia Mönchengladbach – VFB Stuttgart

Der Trainer von Borussia Mönchengladbach, Lucien Favre, nach dem Last – Minute Punktgewinn gegen toll spielende Stuttgarter. Lucien Favre: „Man sieht bei Christoph Kramer im Training, dass er viel mehr Vertrauen hat.“

Bessere Leistung – schlechte Chancenverwertung

Die Spielidee der Gladbacher wurde schnell deutlich. Die Fohlen wollten über hohes Tempo im Umschaltspiel, schnell gefährlich vor das Tor der Stuttgarter kommen. Doch die Gäste attackierten mit ihren Stürmern das Aufbauspiel der Gastgeber früh und stand dahinter mit zwei Viererketten sicher.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Favre – Elf mehr vom Spiel. Jedoch brachten der höhere Ballbesitz und die besseren Zweikampfwerte keine gewinnbringenden Vorteile.

In der Folge kamen die Gäste aus Stuttgart besser ins Spiel, aber ließen eine zielstrebige Idee im eigenen Spielaufbau vermissen, die ihnen verwehrte gefährlich vor dem Tor der Gladbacher aufzutauchen.

Auch die Offensivbemühungen der Gastgeber stockten, da sich der VFB Defensiv gut präsentierte und sicher hinter dem Ball agierte. So ging es mit einem 0:0 Unentschieden in die Pause.

Die Gastgeber kamen mit viel Tempo und engagierte Leistung zurück auf das Spielfeld. Folgerichtig hatten die Hausherren auch die erste Torchance, welche sie kläglich vergaben. Dies rächte sich nur wenige Sekunden später.

Fast im Gegenzug brachte Maxim die Schwaben nach einem tollen Zuspiel von Gentner in Führung (51.). Deutlich zu sehen, mussten sich die Gastgeber vom Rückstand erst einmal erholen. Die Gäste zogen sich fortan wieder weiter zurück und verdichteten die Räume gekonnt.

In der Schlussphase rannten die Hausherren beherzt an und erzielten in Person von Christoph Kramer den verdienten Ausgleich in der 90. Spielminute und retteten somit den Punkt zum Auftakt vor heimischen Publikum.

Weltmeister mit Selbstvertrauen

Der Trainer der Gladbacher, Lucien Favre, spricht es an, welche positiven Auswirkungen ein Weltmeistertitel auf einen Spieler haben kann.

Im Interview nach dem Spiel berichtet der Trainer, welche Entwicklung sein Spieler Christoph Kramer mit dem Gewinn des Weltmeistertitels genommen hat. Er sei im Training agiler, selbstbewusster und würde die Mannschaft mehr anweisen und führen.

Alles Attribute und Fähigkeiten, die er aus dem Training der Nationalelf in Brasilien mitgenommen habe und die ihn in seiner Entwicklung einen wahren Stoß verliehen hätten.

So zieht der Gewinn der Weltmeisterschaft durch das DFB Team auch durch die Bundesliga und verhilft der Borussia aus Mönchengladbach in letzter Minute noch zu einem Punktgewinn und verhindert so einen verpatzten Saisonstart.

Autor: Tom Wolny

Bastian Schweinsteiger: „Wir waren Gladiatoren.“

Datum: 13.07.2014         

Finale Weltmeisterschaft: Deutschland – Argentinien

Bastian Schweinsteiger, der stetige Antreiber der deutschen Nationalmannschaft, im Interview nach dem Titelgewinn in Brasilien. Bastian Schweinsteiger: „Wir waren Gladiatoren.“

Entscheidung in der Verlängerung

In der Anfangsphase war die deutsche Nationalelf auf Sicherheit bedacht und versuchte diese über Ballbesitz und eigene Passstafetten zu erlangen. Bereits nach wenigen Minuten gab es Chancen auf beiden Seiten. Zum einen scheiterte Toni Kroos mit einem Freistoß an der Argentinischen Mauer und zum anderen verzog Gonzalo Higuain im direkten Gegenzug aus spitzem Winkel.

Von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Deutschland. Argentinien war auf schnelles Umschaltspiel und Konter bedacht.

Eine Schrecksekunde für Deutschland zeigte sich in der 17. Spielminute als Toni Kroos einen missratenen Kopfball auf Manuel Neuer spielte. Diesen erlief Higuain, doch zum Glück für Deutschland schloss dieser völlig über hastet ab und verzog deutlich.

Im weiteren Spielverlauf war Deutschland bemüht, konnte jedoch keine gefährlichen Aktionen generieren. Zielstrebiger blieben in dieser Phase die Südamerikaner, welche dann auch zur Führung durch Higuain nach einer Flanke kamen. Dieses Tor wurde aber korrekter Weise aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt.

Bis zum Pausenpfiff ging es munter hin und her und es zeigten sich nun Chancen auf beiden Seiten. Die größte Chance bot sich der Deutschen Mannschaft nach einem Eckball, als Höwedes den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten des Tores köpfte (45. + 2).

Nach Wideranpfiff in dieser Begegnung bestimmte die Albiceleste das Geschehen und drängte auf die Führung in diesem Finale. Nach dieser kurzen Druckphase Argentiniens verflachte die Partie in der Folgezeit.

Mit zunehmender Zeit merkte man den Team an, das keine einen Fehler machen wollte, dadurch litt das Tempo unter dieser Tatsache. Doch die Zweikämpfe und deren Führung wurde härter und ruppiger.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit zog die deutsche Mannschaft das Tempo noch einmal an, wusste es jedoch nicht, ihre nun gegebene Überlegenheit in Tore umzuwandeln.

In der Nachspielzeit war beiden Teams der hohe Kräfteverschleiß aus den ersten 90 Minuten und der gesamten Weltmeisterschaft anzumerken. Es dauerte bis in die 113. Spielminute bis dieses Spiel entschieden wurde.

Nach einem beherzten Antritt von Andre Schürrle auf der linken Seite und dessen Flanke ins Zentrum, war es Mario Götze, der den Ball technisch hochklassig annahm und mit dem linken Fuß sehenswert ins lange Eck zimmerte.

Deutschland führte knappe sieben Minuten vor Schluss mit 1:0 und brachte diese Führung mit Glück, Geschick und Manuel Neuer, welcher überragend hielt, über die Zeit und krönte sich zum Weltmeister 2014.

Gladiatoren

Bastian Schweinsteiger spricht in seinem Interview nach dem Spiel die harte Arbeit in diesem Finale an. Er spricht davon, dass sich alle Spieler auf dem Feld wie Gladiatoren gefühlt und gehandelt haben.

Angesichts des Spielverlaufs, der harten Gangart und dem Ziel, welches auf dem Spiel stand, ist dieser Vergleich des vorbildlichen Antreibers der deutschen Nationalmannschaft, als völlig richtig und berechtigt einzustufen.

Alle Spieler, die bei diesem Spiel auf dem Platz standen, gaben ihr Letztes für den Erfolg und kämpften um jeden Ball. Gezeichnet von den Zweikämpfen dieser Begegnung zeigte sich Schweinsteiger nach dem Spiel. Doch das harte Arbeiten, der Schweiß und aller Schmerz aus dieser Partie haben sich für Deutschland gelohnt.

Nach 24 Jahren ist es der deutschen Nationalmannschaft gelungen, den Weltmeistertitel zum vierten Mal nach Deutschland zu holen – Respekt und herzlichen Glückwunsch.

Autor: Tom Wolny

Thiago Silva: „Wir haben vom Titel geträumt, nächtelang nicht geschlafen. Und jetzt geht es so zu Ende. Das haben wir nicht verdient.“

Datum: 12.07.2014

Spiel um Platz 3 der Weltmeisterschaft: Brasilien – Niederlande

Thiago Silva, der Kapitän der Nationalmannschaft Brasiliens, zeigt sich enttäuscht über den Verlauf des Turniers. Thiago Silva: „Wir haben vom Titel geträumt, nächtelang nicht geschlafen. Und jetzt geht es so zu Ende. Das haben wir nicht verdient.“

Brasiliens Fußball in Trümmern

Die Partie hielt sich lange mit Abtasten und taktischen Spielchen auf. Bereits nach wenigen Minuten klingelte es das erste Mal im Netz der Brasilianer. Nach einer Kopfballverlängerung von Van Persie lief Arjen Robben allein auf das Tor Julio Caesar zu und wurde regelwidrig von Silva gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Kapitän der Niederländer, Robin van Persie, sicher zur 1:0 Führung (3.).

Auch in diesem Spiel zeigten sich oft Parallelen im Spiel der Brasilianer zur Begegnung im Halbfinale gegen Deutschland. Oftmals rannte man wild und planlos an, biss sich so immer wieder die Zähne an der sicheren Defensive der Niederländer aus.

Folgerichtig erhöhten die Niederländer in der 16. Spielminute die Führung auf 2:0. Nach einer tollen Flanke aus dem rechten Außenraum, klärte David Luiz nur kläglich genau vor die Füße von Blind, welcher den Ball in aller Ruhe kontrollieren konnte, um ihn anschließend im Tor zu versenken.

Im weiteren Spielverlauf bot das Spiel nur wenige Chancen und zeigte ein enttäuschendes Brasilien. Erst in den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff erspielten sich die Brasilianer mehr Spielanteile, jedoch nur aufgrund der Tatsache, weil die Niederlande, mit ihrer sicheren Führung im Rücken, mehrere Gänge zurückschaltete.

Im zweiten Durchgang ereignete sich ein chancenarmes und nahezu langweiliges Spiel, weil die Niederlande nichts mehr machen musste und Brasilien sichtlich die Mittel fehlten. Die Selecao agierte hauptsächlich über lange Bälle, die keinen Ertrag brachten.

Es dauerte daher bis zur Nachspielzeit in dieser Begegnung ehe die Akteure auf dem Feld noch einmal anschauliches für die Zuschauer boten. Nach einem übersichtlichen Zuspiel von Arjen Robben auf Janmaat, der toll zurücklegte, war es Wijnaldum, der den Schlusspunkt in dieser Partie setzte und das Endstand von 3:0 für die Niederlande herstellte (90. + 1).

Brasilien enttäuscht

Der brasilianische Kapitän zeigt sich im Interview nach dem Spiel um Platz drei sichtlich enttäuscht. Er äußert sich zu den Zielen, dem Verlauf und dem nun traurigen Ende für Brasilien bei dieser Weltmeisterschaft im eigenen Land.

Die Selecao und das gesamte Land träumte auch aufgrund vieler Unruhen im Vorfeld dieser WM, vom Titel, um mit diesem die Geldausgaben hierfür rechtfertigen zu können.

Nach einer soliden, jedoch keineswegs überzeugenden Vorrunde zitterte man sich in den K.O. – Spielen bis ins Halbfinale. Dort wurde man das erste Mal wirklich richtig gefordert und hielt dem Druck der Deutschen nicht stand. Auch im Spiel um Platz drei zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Niederlande demontierte Brasilien, wie zuvor Deutschland.

Zur Aussage von Silva gilt es nur zu sagen, dass natürlich jede Mannschaft vom Titel träumt, es nur wichtig ist, realistisch die eigene und die Leistung der Gegner einzuschätzen. Somit kann man der Aussage über eine ungerechte und unverdiente Behandlung der brasilianischen Nationalmannschaft nicht konform gehen.

Die Leistungen der Selecao reichten unter dem Strich leider nicht für mehr. Nun gilt es dem Druck und dem Ärger eines ganzen Landes Stand zu halten und den brasilianischen Fußball aus den Trümmern zu erheben.

Autor: Tom Wolny

Marc Wilmots: „Ich bin stolz auf meine Spieler.“

Datum: 05.07.2014

Viertelfinale Weltmeisterschaft: Argentinien – Belgien

Marc Wilmots, Trainer der jungen Belgier, zeigte sich nach dem Spiel gegen Argentinien, trotz des Ausscheidens, glücklich und ehrte seine Mannschaft.

Souveräne Argentinier

Schon von Beginn an ließen die Belgier den Argentiniern und vor allem Lionel Messi große Räume um zur Entfaltung zu kommen. Bereits in der achten Minute bestrafte Argentinien die Nachlässigkeiten Belgiens.

Zu erste verlor Kapitän Kompany den Ball im Spielaufbau. Nach der Eroberung wurde das Zuspiel von Di Maria in die Spitze zwar unterbunden, jedoch landete der abgeprallte Ball direkt vor den Füßen von Higuain. Der Torjäger vom SSC Neapel verwertete, die sich bietenden Möglichkeit, kühl und trocken volley im langen Eck zur 1:0 Führung.

Dieses Tor gab den erfahrenen Argentiniern sichtlich noch mehr Sicherheit. Fortan lies man Ball und Gegner laufen und stand Defensiv sicher. Das junge Belgien hingegen zeigte sich harm- und ideenlos.

Die einzige Möglichkeit hatte De Bruyne. Dessen Distanzschuss wehrte Romero jedoch sicher ab. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit boten die Argentinier die souveränere sowie sicherere Leistung. Sie kontrollierten das Spiel ohne dabei groß zu glänzen.

Ein unverändertes Bild zeigte sich auch im zweiten Durchgang. Die Albiceleste zeigte sich als die frischere und bessere Mannschaft auf dem Rasen. Man erspielte sich auch in der zweiten Hälfte guten Chancen, die aber nicht in Zählbares umgewandelt werden konnten.

In der Folgezeit wachte Belgien auf. Die Partie nahm an Tempo zu. Zunehmend zeigte sich die Wilmots – Truppe engagierter und zielstrebiger. Belgien setzte Argentinien nun unter Druck, ohne jedoch wirklich zwingend und gefährlich zu werden.

Auch in der Endphase der Begegnung änderte sich daran nichts. Mit Glück und Geschick wehrten die Argentinier die Angriffe Belgiens ab und ziehen damit eine Runde weiter in die Runde der letzten vier.

Fehlende Erfahrung

Der Trainer Belgiens, Marc Wilmots, lobt seine sehr junge Mannschaft aufgrund dieses tollen Turnieres. Die Elf von Wilmots war vor der WM als Geheimfavorit angetreten, schied jedoch nach einer tollen Leistung in der Vorrunde und im Achtelfinale letztendlich im Viertelfinale gegen abgezockte Argentinier aus.

Wilmots kann aufgrund dieser Leistungen bei der WM in Brasilien sehr stolz auf seine Spieler sein. Man zeigte vor allem in der Vorrunde spielerisch tolle Leistungen und erreichte mit einer sehr jungen Truppe die Runde der letzten acht Mannschaften.

Letztendlich schien die mangelnde Erfahrung den Unterschied zwischen Argentinien und Belgien auszumachen. In vielen Situationen auf dem Platz zeigte sich die entscheidende Coolness und Sicherheit sowie das Vertrauen in die eigene Leistung bei den Argentiniern.

Abschließend gilt es festzuhalten, dass uns diese junge Mannschaft der Belgier mit tollem Fußball begeistert hat und viel Potential für die Zukunft und die kommenden Welt- und Europameisterschaften besitzt.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klinsmann: „Ein Drama, ein extremes Spiel.“

Datum: 01.07.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Belgien – USA

Der Trainer der USA, Jürgen Klinsmann, nach dem knappen Ausscheiden seines Teams im Achtelfinale dieser Weltmeisterschaft. Jürgen Klinsmann: „Ein Drama, ein extremes Spiel.“

Belgien knackt Howard

Die Anfangsphase begann sofort packend und intensiv. Belgien sicherte sich sofort das Oberwasser und drängte die USA weit in die eigene Hälfte.

Diese jedoch standen sicher und wirkten dem Druck der Belgier mit vereinzelten Nadelstichen entgegen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause nahm die Partie wieder Fahrt auf. Es entwickelten sich Chancen auf beiden Seiten, die jedoch im letzten Moment noch vereitelt werden konnten.

Die Minuten vor dem Pausenpfiff gehörten dem Team von Jürgen Klinsmann. Die US – Boys kamen immer wieder über die Außen gefährlich vor das belgische Tor, jedoch ohne Glück, sodass das Spiel mit einem 0:0 Unentschieden in die Pause ging.

Nach Wiederbeginn agierten die Belgier zielgerichtet und aggressiv. Immer wieder kamen die Roten Teufel gefährlich vor das Tor von Howard, welcher seine Mannschaft mit herausragenden Paraden und Reflexen im Spiel hielt.

In der Schlussphase wussten die Belgier aber weiterhin nicht, ihre drückende Überlegenheit in Tore umzuwandeln. So musste die Entscheidung in der Verlängerung erzielt werden.

Es waren nur wenige Minuten im ersten Durchgang der Verlängerung gespielt, da war es Wolfsburgs Kevin de Bruyne, der die erlösenden 1:0 Führung besorgte (93.).

Nun waren die US – Boys gefragt. Doch es fiel der Klinsmann – Elf schwer ihre Defensivtaktik zu ändern, um nun selbst gefährlich zu werden. Ganz im Gegenteil die Roten Teufel. Dieses spielten sich Offensiv in einen Rausch. So war es Lukaku, welcher einen blitzsauberen Konter zum 2:0 abschloss (105.).

Doch so einfach wollten sich die Amerikaner nicht geschlagen geben und erzielten in der 107. Spielminute den Anschlusstreffer. Binnen weniger Minuten hatte Jermaine Jones sogar den schnellen Ausgleich auf dem Fuß, schoss jedoch knapp am Pfosten vorbei (109.).

Mit dieser Chance war eine dramatische Schlussphase eingeläutet. Zunächst verpassten es die Belgier die Entscheidung herbeizuführen. Dann war es die USA, welche die beste Chance, auf die Vertagung der Entscheidung ins Elfmeterschießen, vergab.

Dadurch blieb es in einer intensiven, wie ansehnlichen Partie beim 2:1 für Belgien nach Verlängerung.

Treffende Worte

Jürgen Klinsmann wählt nach dieser wahnsinnigen und intensiven sowie packenden Achtelfinal – Begegnung die richtigen Worte. Diese Partie beinhaltete alles was sich ein Zuschauer nur wünschen kann.

Nach dem verhaltenen Beginn und einer von Taktik geprägten Begegnung entfachte das Spiel in der Verlängerung, mit dem 1:0 durch die Belgier, ihr wahres Feuer.

Klinsmann fasst in wenigen Worten die Kernpunkte dieses Spiels perfekt zusammen. Am Ende der 120 Minuten dieses Achtelfinals hätten beide Teams den Einzug in die nächste Runde mehr als verdient gehabt.

Für jeden Fußballfan bleibt sich zu wünschen, dass es noch viele solche Spiele bis hin zum Finale geben wird und das Jürgen Klinsmann auch bei der nächsten WM mit seinen US –Boys so einen Fußball zeigen wird.

Autor: Tom Wolny

Ottmar Hitzfeld: „Die Mannschaft hat eine großartige, leidenschaftliche Leistung geboten.“

Datum: 01.07.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Argentinien – Schweiz

Der nun abtretende Trainer der Schweiz, Ottmar Hitzfeld, in seinem wohl letzten Interview als Hauptverantwortlicher dieser großartigen Mannschaft. Ottmar Hitzfeld: „Die Mannschaft hat eine großartige, leidenschaftliche Leistung geboten.“

Argentinien zittert sich weiter

Argentinien machte von Beginn an deutlich, wer hier Herr im Hause ist. Die Albiceleste erarbeitete sich schon früh deutlich mehr Ballbesitz und gewann die Zweikämpfe in entscheidenden Situationen.

Der deutlichere Ballbesitz machte sich zwar bemerkbar, strahlte jedoch keinerlei Torgefahr aus, weil die Schweizer dicht gestaffelt und sicher in den eigenen Reihen agierten.

Mit zunehmender Spieldauer gingen beide Teams ein höheres Risiko ein und erarbeiteten sich so Torchancen zu gleich.

Bis zum Pausenpfiff durch den Unparteiischen bestimmte Argentinien das Geschehen, schaffte es jedoch nicht das Übergewicht in Zählbares umzuwandeln. So blieb es auch nach zunehmender Gefahr vor beiden Tore 0:0 zur Halbzeit.

In der zweiten Hälfte nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Argentinien arbeitete nun vorrangig mit langen und hohen Bällen, welche die Schweiz kontrollierte und mit eigenem Flachpassspiel und schneller Überbrückung des Mittelfeldes begegnete.

Auch im zweiten Durchgang gelang es den Argentiniern nicht, den Defensivblock der Schweizer zu knacken. Zwar lief Argentinien immer wieder an, aber verstand es nicht die richtigen Ideen zu entwickeln um wirklich dem Tor der Schweiz gefährlich zu werden.

In der Verlängerung baute Argentinien zunächst hohen Druck auf, aber biss sich weiter die Zähne am Schweizer Beton aus. Mit zunehmender Spieldauer merkte man den Akteuren den Erschöpfungszustand an. Das Spiel schleppte sich wohl ins Elfmeterschießen.

Doch dazu kam es nicht, weil die Partie eine dramatische Schlussphase einläutete. Nach einem Fehlpass der Schweizer war es Angel di Maria, der den Ball in der 118. Spielminute zur Führung Argentiniens verwertete.

Damit begannen hoch emotionale Schlusssekunden. Direkt nach dem Gegentor hatten die Schweiz die Möglichkeit zum Ausgleich, doch der Kopfball von Dzemaili knallte an den Pfosten und ein Freistoß knapp vor dem Tor von Shaqiri, landete in der Mauer. So zitterten sich die Argentinier ins Viertelfinale dieser WM.

Große Moral

Ottmar Hitzfeld beschreibt im Interview nach dem Ausscheiden im Achtelfinale gegen Argentinien die tolle Einstellung seiner Mannschaft.

Hitzfeld wählt hierbei nur die besten und höchsten Worte, um sein Team gebührend mit Lob für dieses Spiel zu ehren.

Gegen den Favoriten aus Argentinien boten die Jungs um den Bayern – Profi Xherdan Shaqiri eine herausragende Leistung und spielten über die komplette Zeit auf hohem Niveau gegen die Südamerikaner mit.

Dass die Partie in den letzten Minuten der Verlängerung eine solche Dramaturgie annimmt, kann kein Regisseur eines Drehbuches schaffen.

Selbst Hitzfeld, der Jahrzehnte im Traineramt tätig ist, hat solche ein Ende noch nicht erlebt. Er spricht weiterhin davon, dass die letzten Minuten all das beinhaltet haben, was in einem Trainerleben möglich ist.

Diese Aussage und der Verlauf des Spiels zeigen deutlich, was diesen Sport so interessant und einzigartig macht. Auch wenn es leider nicht zum Weiterkommen für die Schweiz gereicht hat, ebnet diese Begegnung einen würdigen Abgang eines wohl größten und besten Trainers unserer Zeit.

Für seinen nun folgenden Lebensabschnitt bleibt dem Trainer der Schweiz nur alles Gute zu wünschen, seine Mannschaft ehrte ihn schon einmal mit dieser tollen Leistung über 120 Minuten.

Autor: Tom Wolny

Sami Khedira: „Wir haben zu langsam gespielt. Die Amerikaner hatten es relativ leicht. Um im Turnier weit zu kommen, müssen wir unser Spiel noch schneller machen.“

Datum: 26.06.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: USA – Deutschland

Sami Khedira, der Mittelfeldantreiber der deutschen Nationalmannschaft, nach dem Spiel gegen die USA, welches er 90 Minuten von der Bank betrachtete. Sami Khedira: „Wir haben zu langsam gespielt. Die Amerikaner hatten es relativ leicht. Um im Turnier weit zu kommen, müssen wir unser Spiel noch schneller machen.“

Deutschland Gruppensieger

Von Anfang an dominierte die deutsche Elf das Geschehen auf dem Platz und setzte dabei auf totalen Ballbesitz. So kam es bereits nach wenigen Minuten dazu, dass Deutschland die ersten Annährungen an das US – Tor suchte.

Philipp Lahm lies sich immer wieder zwischen die Innenverteidiger fallen und forcierte so das deutsche Aufbauspiel. Über die Außen wurden die Spielzüge vorangetrieben um über Flanken zum Abschluss zu kommen.

Im weiteren Spielverlauf kamen die US – Boys besser ins Spiel und schalteten immer wieder schnell nach Ballgewinn um und waren in den Zweikämpfen extrem präsent.

Dadurch entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten, das die Begegnung torlos mit einem Unentschieden in die Kabinen ging.

Die Deutschen kamen direkt mit Wiederanpfiff aggressiv und zum Siegen gewillt zurück. So ergaben sich auch die ersten Chancen für das Löw – Team.

In der 55. Spielminute war es wieder einmal Müller, welcher den Ball nach einer abgewehrten Ecke durch Howard, im Nachschuss unhaltbar und platziert zur 1:0 Führung einnetzte.

Anschließend schraubte die deutsche Nationalmannschaft das Tempo etwas herunter, weil es ihnen die Amerikaner auch nicht wirklich schwer machten. Die Klinsmann – Truppe riss sich nicht wirklich ein Bein aus, um ein großes Offensivspektakel abzubrennen.

In der Schlussphase lies das deutsche Team die Kugel sicher in den eigenen Reihen laufen und verwaltete den Vorsprung sicher und souverän.

In den letzten Minuten kamen die Amerikaner noch einmal zu ihren größten Chancen auf den Ausgleich. Doch Bedoya scheiterte am grätschenden Lahm (90. + 1) und Dempsey köpfte einen Ball über das Tor (90. + 3), sodass Deutschland verdient siegt.

Kritik am Mitspieler

Khedira spricht im Interview nach dem Spiel von einem zu langsamen und moderaten Umschaltspiel, welches das Spieltempo verlangsamte und es so dem Gegner leichter machte gegen die deutsche Mannschaft zu bestehen.

Ein Spieler, welcher 90 Minuten das Spielgeschehen von der Bank betrachtet sollte sich seine Wortwahl und Kritik zu einzelnen Spielern wohl besser überlegen.

Denn mit dieser Kritik über zu langsames Spiel und dem zu Grunde liegenden langsamen Umschaltspiel gilt indirekt vorrangig Bastian Schweinsteiger. Genau dessen Aufgabe ist es, das Spiel von Defensive auf Offensive aus seiner zentralen Position zu gestalten und zu forcieren.

Diese Aussage Khediras entfacht nun womöglich ein Feuer von Fragen über die wirkliche Teamchemie und den Zusammenhalt der Mannschaft. Offenbar ist Khedira mit seiner Reservistenrolle gegen die Amerikaner sehr unzufrieden und kritisiert deshalb offen seinen direkten „Gegner“ Bastian Schweinsteiger.

Nun bleibt abzuwarten, wie der Bundestrainer auf diese Kritik reagiert und vor allem die Mannschaft intern sowie auch auf dem Feld damit umgeht.

Autor: Tom Wolny

Joachim Löw: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen.“

Datum: 26.06.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel: Deutschland – Ghana

Der Bundestrainer, Joachim Löw, nach dem hart umkämpften Unentschieden gegen eine gut aufspielende Nationalmannschaft Ghanas. Joachim Löw: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen.“

Klose rettet Deutschland

Die deutsche Mannschaft suchte in der Anfangsphase zunächst nach Sicherheit und Souveränität und hielt dabei das Leder in den eigenen Reihen. Die Ghanaer jedoch brauchten keine lange Anlaufzeit und attackierten früh.

Doch das Pressing Ghanas erwies sich als Möglichkeit für die deutsche Mannschaft. Immer wieder ergaben sich Räume, die die Deutschen zu nutzen wussten. Nach einer tollen Kombination spielten sie so Thomas Müller frei, welcher den Ball klasse für Toni Kroos ablegte. Dessen Schuss wurde aber im letzten Moment noch geblockt (11.).

Durch die sich immer wieder bietenden Räume kamen die Deutschen in der Folgezeit zu weiteren guten Chancen. Vor allem auf der rechten Seite erwies sich Mesut Özil als Aktivposten. Jedoch konnten die Mitspieler seine guten Eingaben nicht in Zählbares umwandeln – Khedira (18.) und Müller (21.) vergaben gute Chancen auf das Führungstor.

Im weiteren Spielverlauf lies die Konzentration der deutschen Elf etwas nach, sodass die Black Stars wieder besser ins Spiel kamen. Durch häufige Diagonalbälle versuchten diese die enggestaffelte Abwehr der Deutschen auseinander zu reißen.

Dies blieb jedoch ohne Erfolg, so dass es mit einem 0:0 Unentschieden in die Pause ging.

Nach Wiederbeginn übernahmen die Deutsche direkt die Initiative und setzten Ghana früh unter Druck. Nach einem Positionswechsel von Müller und Götze erzielte man die erlösenden 1:0 Führung.

Thomas Müller, welcher auf den rechten Flügel ausgewichen war, flankte gezielt auf Götze, welcher den Ball per Kopf und Knie in das Tor Ghanas beförderte (51.).

Dies sollte nun erst einmal für Sicherheit sorgen, doch Ghana kam zurück ins Spiel. Nur wenige Minuten nach dem Führungstreffer der Deutschen war es Andre Ayew, welcher den Ball per Kopf in die Maschen nagelte.

Es sollte jedoch noch schlimmer für die deutsche Nationalmannschaft kommen. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld, spielte Muntari den Ball clever tief auf seinen Kapitän, der den Ball frei vor Neuer unhaltbar zur Führung für Ghana ins lange Eck schoss (61.).

Nach wenigen Wechseln im Team der Deutschen war es Miroslav Klose, der nach einer Ecke und der Kopfballverlängerung von Höwedes, den ersehnten Ausgleich besorgte (71.).

Nunn sah sich die Mannschaft Deutschlands zurück im Spiel und drängte auf den erneuten Führungstreffer. Aber eine nur mangelnde Chancenverwertung und einer weiterhin gut mitspielender Gegner verhinderten dies. So blieb es bei einem leistungsgerechten 2:2 Unentschieden.

Deutschland beweist Klasse

Der Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Joachim Löw, lobt in diesem Interview sein Team. Er spricht die tolle Moral an, welche das Team nach dem Abgeben der eigenen Führung gezeigt hat und danach außerordentlich gut zurückgekommen ist.

Nach dem deutlichen 4:0 Erfolg der Deutschen gegen Portugal erwartete man natürlich großes gegen vermeintlich schwächere Ghanaer.

Aber dass dieses Team um Kevin – Prince Boateng nicht zu unterschätzen ist, zeigt die Leistung gegen den Mitfavoriten auf den WM – Titel, Deutschland. Die Afrikaner machten es den Deutschen über die kompletten 90 Minuten schwer, so dass die Aussage von Joachim Löw mehr als berechtigt ist.

Die deutsche Nationalmannschaft hat im kompletten Mannschaftsverbund eine gute Reaktion auf den Ausgleich und Rückstand binnen weniger Minuten gezeigt. Dies honoriert der Bundestrainer folgerichtig mit viel Lob.

Womöglich hat dieses Spiel den Zuschauern und Verantwortlichen bewiesen, zu welchen Taten Deutschland bei diesem Turnier im Stande ist zu leisten. Vielleicht haben unsere Jungs hierbei bewiesen, dass sie dieses Jahr bereit für den Titel sind.

Autor: Tom Wolny

Pablo Zabaleta: „Es war eine unklare Situation.“

Datum: 21.06.2014

Weltmeisterschaftsgruppenspiel:  Argentinien – Iran

Argentiniens Verteidiger, Pablo Zabaleta, über das Foul im WM – Gruppenspiel gegen den Iran. Pablo Zabaleta: „Es war eine unklare Situation.“

Glückliches Argentinien

Von Beginn an zeigte sich wer in dieses Spiel als Favorit ging. Argentinien bestimmte mit dem Anpfiff die Partie und bespielte die Iraner nach Belieben. Der Iran hingegen stand tief und erwartete die Angriffe Argentiniens mit elf Spielern in der eigenen Hälfte.

Die erste Torchance hatten jedoch die Iraner zu verbuchen (4.). Ab diesem Zeitpunkt spielte nur noch der zweimalige Weltmeister. Superstar Lionel Messi lies sich immer wieder zwischen die Reihen fallen um so das Spiel seines Teams zu lenken.

Im weiteren Verlauf suchten Messi, Aguero und Di Maria immer wieder da Dribbling, um so die engmaschige Abwehr der Iraner zu durchbrechen. Ohne Erfolg.

Die Albiceleste hatte deutlich mehr vom Spiel und erarbeitete sich bis zum Pausenpfiff mehrere Großchancen. Doch immer wieder scheiterten die Spieler Argentiniens am herausragenden Schlussmann der Iraner, Alireza Haghighi. So ging es mit einem glücklichen Unentschieden für die Iraner und knappen 80 Prozent Ballbesitz für Argentinien in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit zeichnete sich das gleich Bild wie in Durchgang eins. Die technisch überlegenen Argentinier suchten nach Mittel und Wegen, um der tief gestaffelten iranischen Mannschaft gefährlich zu werden.

Nach und nach schöpften die Asiaten mehr Selbstvertrauen aus ihrer eigenen Leistung und boten den Argentiniern einen offen Schlagabtausch, so dass sich ein völlig offenes und ausgeglichenes Spiel entwickelte.

Immer wieder tauchte der frühere Bundesliga – Profi Dejagah gefährlich vor dem Tor der Albiceleste auf. Er entwickelte sich zum herausragenden Spieler auf Seiten des Iran, konnte jedoch seine tolle Leistung nicht durch ein Tor krönen.

Aufgrund der mangelnden Chancenverwertung und dem offenen Schlafabtausch blieb das Spiel bis in die letzte Spielminute spannend. Mit dem besseren und glücklicheren Ende für den zweimaligen Weltmeister.

In der 91. Spielminute war es wieder einmal Lionel Messi, der sein Team vor einer Blamage bewahrte und den Ball aus halbrechter Position sehenswert und unhaltbar zum erlösenden 1:0 im Tor unterbrachte.

Klarer Elfmeter

In einer Partie, die vor allem im zweiten Durchgang durch tolle Offensivaktionen geprägt war, enttäuschte wieder einmal der Unparteiische in Mitten der 22 Akteure.

Der Schiedsrichter, Milorad Mazic, aus Serbien fand zu keiner Zeit der Begegnung zu einer klaren Linie und bewies in vielen Situationen ein schlechtes Maß an Fingerspitzengefühl.

In der 55. Spielminute verweigerte der Schiedsrichter einen klaren Elfmeter für den Iran. Der Übeltäter Pablo Zabaleta spricht von einer unklaren Situation.

Jeder, der diese Situation als Außenstehender betrachtet, fragt sich weshalb ein Spieler solch eine Aussage tätigt.

In der Wiederholung, aber selbst in den Live – Bildern ist deutlich zu erkennen, wie der Argentinier seinen Gegenspieler regelwidrig zu Fall bringt und ein Strafstoß die einzig richtig Folge dieser Aktion gewesen wäre.

So ist es schwer die Aussage von Pablo Zabaleta zu bewerten, da jeder Zuschauer sieht, dass der Spieler foult und im Interview nach Spiel nur nach Ausreden zu dieser Situation sucht.

Daher ist es nur als sehr enttäuschend und sportlich unfair zu betrachten, nicht einmal nach dem Spiel die Aktion wahrheitsgetreu zu schildern.

Autor: Tom Wolny