Archiv für den Monat: Oktober 2014

Thomas Müller: „200 Ballkontakte! Dafür brauche ich eine ganze Saison.”

Datum: 27.09.2014

6. Bundesligaspieltag: 1. FC Köln – FC Bayern München

Thomas Müller, Nationalspieler im Trikot des FC Bayern München, nach dem Spiel gegen den 1. FC Köln über die 206 Ballkontakte von Xabi Alonso. Thomas Müller: „200 Ballkontakte! Dafür brauche ich eine ganze Saison.”

Verdienter FCB – Sieg

Mit dem Anpfiff zu den ersten 45 Minuten dieser Partie machte der deutsche Rekordmeister sofort klar, wer hier Herr im Hause sein wird.

Die Gäste aus München drückten mit Beginn der Begegnung die Gastgeber tief in die eigene Hälfte. Sofort lag eine Hohe Gefahr für das Tor der Kölner in der Luft.

Die Kölner standen vor heimischen Publikum tief und liefen dem Ball nur hinter her. Bei eigenem Ballbesitz suchte man das Heil über lange Bälle auf Ujah. Doch dieser hatte einen schweren Stand allein gegen in Überzahl agierende Bayern – Verteidiger.

So war die Führung der Gäste in der 19. Spielminute vollkommen verdient. Nach einem leichten Ballverlust der Kölner ging es schnell. Rafinha passte auf Müller, welcher nur noch auf den am zweiten Pfosten lauernden Götze querlegte. Dieser hatte leichtes Spiel und markierte den ersten Treffer des Spiels.

Der Rekordmeister war in allen Belangen überlegen und spielte den Gegner an die Wand. In der Offensive glänzten die hochklassigen Einzelspieler und in der Defensive zelebrierte man aggressives Gegenpressing, welches den Gegner keinen Raum zur Entfaltung ließ.

Mit weiteren Torchancen, jedoch keinem Torerfolg gestaltete sich der restliche Verlauf des ersten Durchgangs.

Die zweiten 45 Minuten präsentierten die gleichen Verhältnisse, wie zu vor in der ersten Hälfte. Die Münchner suchten mit viel Ballbesitz und Sicherheit die Lücke in der Kölner Defensive. Phasenweise erinnerte diese Begegnung an ein Handballspiel, da die Bayern die Kugel rings um den Strafraum laufen ließen.

Es dauerte jedoch bis zur 66. Spielminute ehe der amtierende deutsche Meister seine Führung ausbauen konnte – mit Unterstützung der Gastgeber. Nach einer Hereingabe von Mario Götze wurde Daniel Halfar von Alaba der Art bedrängt, dass dieser das Eigentor nicht verhindern konnte.

Der restliche Verlauf dieser Bundesliga – Partie lässt sich schnell analysieren. Weiterhin überlegene und unantastbare Bayern zeigten ein hohes Maß an Souveränität, so dass die Partie keine Spannung mehr erfuhr und es bei einem 2:0 Auswärtserfolg für den FC Bayern blieb.

Alonso knackt Rekordmarke

Kaum drei Wochen agiert der erfahrene Spanier, Xabi Alonso, als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive bei den Münchner Bayern. Doch schon jetzt zeigt er sich als einer der wohl besten Transfers des Vereins. Er fungiert als Denker und Lenker aus dem zentralen Mittelfeld heraus und reist das Spiel förmlich an sich.

Nun knackte Alonso schon den ersten Rekord in der Bundesliga, welchen sein aktuell verletzte Teamkollege, Thiago, im letzten Jahr erst erneuerte.

Mit 206 Ballkontakten in einem Spiel zeigt der Spanier welche Klasse, aber auch welche Funktion er im Team der Münchner einnimmt.

Wie enorm diese Zahl für einen Spieler in der höchsten deutschen Spielklasse ist, beweist die zwar etwas überspitzte und übertreibende Aussage von Thomas Müller.

Die Anzahl der Ballkontakte und der damit verbundene Rekord sowie die Aussage des Kollegen zeigen die Wichtigkeit des ehemaligen Weltmeisters und machen den FC Bayern München noch stärker und unberechenbarer.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „Wir haben heute 2:2 gewonnen.“

Datum: 20.09.2014

5. Bundesligaspieltag: Borussia Dortmund – VFB Stuttgart

Der Trainer des Champions – League – Teilnehmers Borussia Dortmund, Jürgen Klopp, ist sichtlich glücklich über das 2:2 Unentschieden gegen den VFB aus Stuttgart. Jürgen Klopp: „Wir haben heute 2:2 gewonnen.“

Disziplinierter VFB mit Unentschieden

Die Partie zeigte sich mit Beginn an so, dass der BVB mit viel Ballbesitz auf eine tiefstehende Gäste – Elf traf. Der Ballbesitz allein reichte jedoch nicht, um ein wirkliches Übergewichtig herzustellen, da die Schwaben dem Gastgebern nur wenig Raum für Kombinationen ließen.

In dieser Phase der Partie wirkte der BVB zu ideenlos und lies somit die notwendige Gefahr vor dem Tor vermissen. Auch auf der Gegenseite passierte wenig, weil der VFB sein angestrebtes schnelles Umschaltspiel unsauber zu Ende spielte und so dem Tor von Roman Weidenfeller nicht näher kam.

In Mitte des ersten Durchgangs erspielten sich die Gäste aus Stuttgart mehr Ballbesitz und zogen ihr eigenes Kombinationsspiel auf, während das Team von Jürgen Klopp häufig zu umständlich agierte.

Bis zum Pausenpfiff hatten beide Teams Tormöglichkeiten, die sie jedoch nicht nutzen konnten. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. In der 48. Spielminute gingen die Gäste durch Didavi in Führung, nach dem es dem BVB nicht gelang den Ball entscheidend zu klären.

Nach dem Rückstand war es das größte Problem der Westfalen, die Kugel im letzten und somit gefährlichen Drittel an den eigenen Mann zu bekommen. So dass man keine wirkliche Gefahr vor dem Stuttgarter Tor versprühte.

Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs versuchten die Dortmunder nun mehr Akzente in der Offensive zu zeigen, erlebten jedoch das Gegenteil. Nach einem langen Ball von Stuttgarts Rüdiger, war es Schmelzer der den Ball genau vor die Füße von Werner abwehrte. Dieser legte quer auf Didavi, welcher auf 2:0 erhöhte (68.).

Von diesem Zwei – Tore – Rückstand schienen die Gastgeber scheinbar zu erwachen und konnten bereits wenige Minuten später durch das Tor von Aubameyang auf 1:2 verkürzen (73.).

Die Schlussphase brach an und Dortmund drängte auf den Ausgleich. Geschuldet diesem offensiven Anrennen, offenbarte der BVB defensive Lücken, wodurch die Gäste zu Chancen kamen, jedoch nicht auf die Entscheidung erhöhen konnten.

So war es der BVB, welcher in Person von Immobile in der 86. Spielminute nach einer Flanke von Marcel Schmelzer den Ausgleich und auch gleichzeitig das Endergebnis herstellte.

Glücklicher Trainer

In der Aussage von Jürgen Klopp, dem Trainer des BVB, wird deutlich wie glücklich die Dortmunder über diesen Punktgewinn sein können. Klopp spricht von einem gedachten Erfolg für seine Mannschaft, die nach dem 2:0 Rückstand noch zurück ins Spiel fand und nur wenige Minuten vor Schlusspfiff den Ausgleich erzielte.

Auf der einen Seite muss man in Anbetracht dieser Tatsache der Aussage von Jürgen Klopp besteuern. Jedoch ist jedem Zuschauer und Experten sicherlich klar, dass dieses Unentschieden vor heimischen Publikum für den Meisteranwärter unter dem Strich viel zu wenig ist.

Nun muss der BVB in den nächsten Wochen beweisen, dass der Kader in der Breite stark genug ist, um auf der internationalen und nationalen Bühne gleichzeitig zu bestehen.

Autor: Tom Wolny