Archiv für den Monat: Mai 2014

Wolfgang Hesl: „Ich habe eigentlich keine Worte dafür. Wir waren in den zwei Spielen die bessere Mannschaft, aber uns hat das Glück gefehlt.“

Datum: 18.05.2014

Bundesliga – Relegation: SpVgg Greuther Fürth – Hamburger SV

Wolfgang Hesl, Torhüter und Kapitän der Spielvereinigung aus Fürth, fasste seine Enttäuschung direkt nach dem Spiel in Worte. Wolfgang Hesl: „Ich habe eigentlich keine Worte dafür. Wir waren in den zwei Spielen die bessere Mannschaft, aber uns hat das Glück gefehlt.“

Zittern zum Klassenerhalt

Nach einer schlechten Vorstellung im Hinspiel vor heimischem Publikum zeigte sich der Gast aus Hamburg von Beginn an dieser Partie als sehr selbstbewusst und ballsicher.

Die SpVgg Greuther Fürth zog sich zunächst weit zurück und lies die Gäste aus Hamburg kommen, um dann über Konter zum Torerfolg zu gelangen.

Im Gegenteil zum Hinspiel agierten die Hamburger zu dem auch aggressiver und stabiler – so gelang es dem HSV ihre Feldvorteile prompt in die Führung umzuwandeln.

Nach einer Van der Vaart – Ecke war es Pierre – Michel Lasogga, der mit einem herausragenden und wuchtigen Kopfball das Spielgerät unhaltbar im linken oberen Eck versenkte (14.).

Im direkten Gegenzug nach Wiederanpfiff verfehlte die Antwort der Fürther in Form eines Distanzschusses von Zoltan Stieber das Tor nur denkbar knapp (16.).

Im weiteren Spielverlauf merkte man den Gastgeber die Nervosität deutlich an, ihr Offensivspiel bestand hauptsächlich nur aus Stückwerk.

Die Hanseaten hingegen zeigten eine souveräne und konzentrierte Leistung, ließen somit den Ball und Gegner laufen.

Doch die Phase kurz vor dem Halbzeitpfiff gehörte wieder den „Kleeblättern“. Zum Leid der Fürther Fans verfehlten die Möglichkeiten von Azemi (40.) und Weilandt (45.) das Tor nur denkbar knapp.

Zurück aus den Kabinen blieb ein erwarteter Sturmlauf der Gastgeber zunächst aus. Viel mehr waren die Gäste aus Hamburg dem 2:0 näher als die Fürther dem Ausgleich. Den Kopfball von Lasogga parierte Wolfgang Hesl stark und hielt sein Team damit am Leben.

Wie aus dem Nichts gelang den Franken der Ausgleich. In der 59. Spielminute steckte Stieber einen klasse Ball durch die Abwehr der Hamburger, welchen Fürstner vor dem herauseilenden Drobny im Netz unterbrachte.

Dieser Ausgleichstreffer änderte die Kräfteverhältnisse des gesamten Spiels. Die Hanseaten begannen zu wackeln und die Fürther erfuhren einen deutlichen Aufwind.

Die „Kleeblätter“ drängten den Gast aus dem Norden komplett zurück in die eigene Hälfte, aus der man sich kaum noch befreien konnte.

Die Schlussphase brach an und der Zweitligist spielte nun nach dem Motto „Alles oder Nichts“. Die Fürther warfen alles nach vorn, was Team hergab. Doch die fehlende Durchschlagskraft und Genauigkeit im Abschluss verbauten den Gastgebern ein weiteres Tor und ließen das Spiel mit einem 1:1 Unentschieden enden.

Enttäuschung pur

Mit diesem enttäuschenden und traurigen 1:1 Unentschieden bleibt es den Fürther auch in der kommenden Spielzeit verwehrt im Oberhaus des deutschen Fußballs auf Punktejagd zu gehen.

In der Aussage von Wolfgang Hesl direkt nach dem Spiel wird deutlich wie viel Leid und Enttäuschung in jedem einzelnen Spieler der Fürther steckt.

Der Zweitligist agierte in Summe über beide Spiele deutlich engagierte und besser als der wankende Dino der Bundesliga.

Doch seien es Glück, fehlende Durchschlagskraft oder vielmehr der eine fehlende Funke, welcher in dieser Relegation über Freud und Leid entschied, so gilt es für die Fürther in der kommenden Saison alles dafür zu investieren um den Aufstieg im kommenden Jahr zu realisieren.

Autor: Tom Wolny

Frank Kramer: „Wir hätten mehr mitnehmen müssen.“

Datum: 15.05.2014

Bundesliga – Relegation: Hamburger SV – SpVgg Greuther Fürth

Frank Kramer, Trainer der SpVgg Greuther Fürth, nach dem Relegations – Hinspiel beim Hamburger SV. Kramer: „Wir hätten mehr mitnehmen müssen.“

Überzeugenderer Zweitligist

Die Anfangsphase zeigte deutlich wie viel Respekt und Nervosität in diesem Spiel lag. Beide Mannschaften agierten verhalten und wollten bloß keine Fehler machen.

Zunächst präsentierte sich der Bundeliga – Dino mit mehr Ballbesitz, wusste jedoch nichts damit anzufangen. Im weiteren Verlauf kamen die Fürther immer besser ins Spiel und bauten eine wahre Druckphase auf.

Mit zahlreichen Standartsituationen näherten sie sich dem Tor der Hamburger an. Der HSV hingegen verlor komplett die Linie und war nur noch in der Defensive gefangen. Erst nach ca. einer viertel Stunde gelang es den Hanseaten das Spiel mehr ins Mittelfeld zu verlagern und so die Gefahr etwas vom eigenen Tor zu lenken.

Der Zweitligist agierte deutlich schneller und frischer. In der Defensive stand man sicher und schaltete immer wieder blitzartig auf das Offensivspiel um. Mehr gewonnene Zweikämpfe, mehr gelaufene Kilometer und das aggressivere Spiel führten zu einem Übergewicht der Gäste aus Fürth.

Doch zum Leid der Anhänger der Franken konnte diese sichtliche Überlegenheit nicht in wirkliche Torchancen umgewandelt werden. Aufgrund dieser Tatsache und der völligen Inaktivität der Gastgeber ging es mit einem 0:0 Unentschieden in die Halbzeit.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich nichts am Bild dieser Partie. Der Zweitligist aus Fürth bespielte mehr und mehr den HSV und kam in der 51. Spielminute zur besten Chance. Gießelmann köpfte dabei eine Ecke von Brosinski nur knapp neben das Tor.

Erst nach einer knappen Stunde schafften es die Hamburger ein eigenes Offensivspiel zu initiieren und den Gast aus Fürth über Standartsituationen unter Druck zu setzen. In dieser Phase erarbeiteten sich die Gastgeber eigene Chancen, die jedoch auch nicht in Tore umgewandelt werden konnten.

Nach dieser Druckphase des HSV befreiten sich die Franken wieder und bespielten nun einen völlig verausgabten Gastgeber nach Belieben. Doch leider bleibt unter dem Strich nur ein, anhand des Spielverlaufs für Greuther Fürth, enttäuschendes 0:0, weil es die Mannschaft von Frank Kramer nicht schaffte wirklich gefährlich vor das Tor der Hamburger zu kommen.

Deutlich bessere Gäste

Der Trainer der Fürther, Frank Kramer, spricht genau das im Interview nach dem Spiel an, was alle Zuschauer dachten.

Die Gäste aus Franken hätten nach dem Spielerlauf deutlich mehr mitnehmen müssen. In der Aussage von Kramer wird deutlich, dass dieser über das 0:0 sehr enttäuscht ist. Im gesamten Spiel zeigte sich sein Team als die aktivere und präsentere Mannschaft an diesem Abend.

Der Trainer der Fürther ist sichtlich enttäuscht über das Unentschieden und bedauert, dass es seinen Spielern nicht gelungen ist ein so wichtiges Auswärtstor zu erzielen.

Trotz alle dem hat sich der Zweitligist sehr gut verkauft und den Bundesliga – Dino aus Hamburg an den Rand einer Niederlage geführt.

Genau mit diesem Resümee und eine guten Vorbereitung auf das Rückspiel ist alles möglich und die SpVgg Greuther Fürth hält ihre Chance auf den Aufstieg weiterhin am Leben.

Autor: Tom Wolny

Karim Bellarabi: „Ich habe so etwas noch nie erlebt, dass eine Mannschaft absteigt und so unterstützt wird. Da hatte ich eine Gänsehaut.“

Datum: 10.05.2014

34. Bundesligaspieltag:  TSG 1899 Hoffenheim – Eintracht Braunschweig

Braunschweigs Mittelfeldakteur, Karim Bellarabi, über die Fans der Eintracht aus Braunschweig nach dem unmittelbaren Abstieg in die 2. Bundesliga. Karim Bellarabi: „Ich habe so etwas noch nie erlebt, dass eine Mannschaft absteigt und so unterstützt wird. Da hatte ich eine Gänsehaut.“

Verdiente Niederlage

Den Braunschweigern merkte man von der ersten Minute an, um was es beim möglichen Bundesligaabsteiger geht.

Die Spielanlage der beiden Teams unterschied sich zu dem stark. Braunschweig war von Beginn an bemüht offensive Akzente zu setzen. Es fehlte jedoch an Ideenreichtum und Spielwitz.

Auf der anderen Seite agierten die Kraichgauer tiefgestaffelt und schalteten nach Ballbesitz blitzartig um.

Zum Nachteil der Eintracht aus Braunschweig fiel bereits nach 15 Minuten der erste Gegentreffer. Nach eine sauberen Flanke von Andreas Beck, war es Sebastian Rudy, welcher den Ball mit einem sehenswerten Kopfball unhaltbar ins lange Eck des Tores drückte.

Im weiteren Verlauf zeigten sich die Gäste deutlich unterlegen und konnten erst in der 40. Spielminute die erste Torchance verbuchen. Karim Bellarabi verpasste es aus halblinker Position den Ball im Tor unterzubringen.

Nach dem Seitenwechsel hofften die Anhänger des BTSV natürlich auf einen wahren Sturmlauf ihrer Mannschaft. Nur leider blieb dieser völlig aus.

Ganz im Gegenteil, die Hoffenheimer erhöhten mehr und mehr den Druck auf die Defensive der Niedersachsen.

In der Folgezeit wurden die Braunschweiger dann doch noch gefährlich. Domi Kumbela prüfte gleich zweimal Jens Grahl, der beide Möglichkeiten jedoch zu vereiteln wusste.

Auf der Gegenseite zeigte derweil Firmino welche Fähigkeiten er besitzt. Mit einem sehenswerten Seitfallzieher brachte er sein Team mit 2:0 in Führung (64.).

Mit diesem Gegentor war die Gegenwehr der Eintracht gebrochen und Volland setzte den vorentscheidenden Nadelstich. Mit seinem Tor in der 70. Minute besiegelte er förmlich den Abstieg der Gäste.

Kurz vor Ultimo kamen die Absteiger aus Niedersachsen letztendlich noch zu ihrem Ehrentreffer in ihrem vorerst letzten Spiel im deutschen Oberhaus des Fußballs. Jan Hochscheidt überwand mit viel Glück Jens Grahl in der 88. Spielminute.

Unglaubliche Unterstützung

Karim Bellarabi fasst die Situation und die Geschehnisse direkt nach dem Spiel gegen Hoffenheim und dem direkten Wiederabstieg aus der ersten Fußballbundesliga richtig zusammen.

Die Fans der Niedersachsen zeigten eine wahrlich mehr als Bundesligareife Leistung und unterstützen den Absteiger herausragend. Bis zur letzten Sekunde und darüber hinaus peitschten sie ihre Mannschaft an und versuchten so, das Team noch einmal zu pushen – leider vergebens.

In diesem Interview bedankt sich Bellarabi folgerichtig bei den Fans und es bleibt nur zu hoffen, dass solche Anhänger bald wieder die Möglichkeit haben, ihre Qualität in der höchsten Spielklasse des Deutschen Fußball Bundes , unter Beweis stellen zu dürfen.

Autor: Tom Wolny

Jens Keller: „Wenn man als 30-jähriger Weltklassestürmer schon vier Gelbe Karten hat und dann auf den Zaun springt, kann man sich als Trainer schon mal ärgern.“

Datum: 03.05.2014

33. Bundesligaspieltag: SC Freiburg – FC Schalke 04

Der Trainer des FC Schalke 04, Jens Keller, im Interview nach dem Spiel zur anstehenden Gelbsperre seines Toptorjägers Klaas-Jan Huntelaar. Jens Keller: „Wenn man als 30-jähriger Weltklassestürmer schon vier Gelbe Karten hat und dann auf den Zaun springt, kann man sich als Trainer schon mal ärgern.“

Ungefährdeter Auswärtserfolg

Die Partie begann mit zwei unterschiedlichen Devisen. Auf der einen Seite bemühten sich die Gäste aus Gelsenkirchen um sofortigen Ballbesitz und klare Überlegenheit. Auf der anderen Seite versuchten die Gastgeber aus dem Breisgau zunächst ihre Defensive zu stabilisieren und ließen den S04 kommen.

Diese Taktik sollte sich jedoch schon nach wenigen Minuten rächen. Erst scheiterte Boateng an Freiburgs Schlussmann, Oliver Baumann. Kurze Zeit später machte es Schalkes Jungprofi, Ayhan, besser und schlenzte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zur frühen Gästeführung (13.).

Das zeitige Gegentor weckte den Sportclub scheinbar auf. Dieser versuchte nun selbst die Initiative zu übernehmen und wurde zunehmend gefährlicher.

Innerhalb von vier Minuten vergaben Guedé (30.) und Mehmedi (34.) die besten Chancen der Freiburger zum Ausgleichstor.

Die Gäste aus dem Ruhrpott suchten ihre Chance mehr und mehr über Fernschüsse, die jedoch auch keinen Erfolg brachten.

In den letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff ging die Partie munter hin und her ohne, dass sich eines der beiden Teams mit einem Torerfolg belohnte.

Der FC Schalke 04 kam entschlossen aus der Kabine und versuchte sofort schnell das zweite Tor zu erzielen. Der Sportclub aus Freiburg kam mit dieser Einstellung der Gäste nicht klar und musste zu sehen, wie sich der S04 Chance um Chance erarbeitete – doch Goretzka (57.), Huntelaar (59.) und auch Julian Draxler (61.) vergaben ihre Möglichkeiten die Partie vielleicht schon zu entscheiden.

In der 65. Spielminute wurden die Bemühungen der Gäste belohnt. Nach einem tollen Solo von Huntelaar durch das gesamte Freiburger Mittelfeld, schloss der Stürmer letztendlich ab und erzielte, durch das Abfälschen des Balles durch Freiburgs Ginter, die verdiente 2:0 Führung.

Die Partie nahm noch einmal fahrt auf als Felipe Santana auf Seiten der Schalker die verdiente Ampelkarte sah (73.).

Doch Freiburgs Offensive fand kein wirkliches Mittel, die eng gestaffelte Defensive der Schalke zu durchbrechen. Mehr als ein Distanzschuss kamen dabei nicht heraus.

Schalke hingegen verlagerte das eigene Spiel in Unterzahl auf das Kontern, kam aber durch das Auslassen bester Chancen durch Goretzka (85.) und Obasi (90. + 1) zu keinem Torerfolg mehr. So blieb es bei einem verdienten 2:0 Auswärtserfolg der Königsblauen.

Verständlicher Ärger

In der Aussage von Schalkes Trainer, Jens Keller, wird der Ärger über diese Aktion von seinem Topstürmer deutlich.

In dieser Situation äußert sich der Trainer der „Knappen“ noch verhalten über die Dummheit seines eigentlich sehr erfahrenen Kapitäns.

Wie es Jens Keller in diesem Interview direkt nach dem Spiel andeutet, ist es völlig verständlich. Gerade im Kampf um die direkte Champions League Qualifikation am letzten und entscheidenden Spieltag, wäre es eigentlich von Nöten gewesen, den besten Torschützen der Schalker an Bord zu haben.

Doch mit dieser sinnlosen Aktion und dem Wissen der eigenen Karten – Situation hätte Klaas-Jan Huntelaar als erfahrener Bundesligaprofi ein anderes Handeln an den Tag legen müssen.

Somit schadet er dem Team und muss beim Kampf der Schalker um die direkte Qualifikation für die Champions League am kommenden Samstag auf der Tribüne Platz nehmen.

Autor: Tom Wolny

Diego Simeone: „José Mourinho kam bereits zehn Minuten vor dem Ende zu mir und hat mir gratuliert. Das war eine tolle Geste.“

Datum: 29.04.2014         

Champions League Halbfinale: FC Chelsea London – Atletico Madrid

Der Trainer von Atletico Madrid, Diego Simeone, nach dem Erreichen des Champions  – League – Finales über Jose Mourinho. Diego Simeone: „José Mourinho kam bereits zehn Minuten vor dem Ende zu mir und hat mir gratuliert. Das war eine tolle Geste.“

Scheitern der „Beton – Taktik“

Zwar bot der Trainer der Hausherren, Jose Mourinho, im Rückspiel dieser Halbfinalbegegnung eine deutlich veränderte Beton – Taktik auf, wurde jedoch dafür nicht belohnt.

Die Gastgeber bestimmten von Beginn an das Spiel und hatten deutlich mehr Spielanteile. Aber aufgrund der engen Geschlossenheit der Spanier konnte die Spieler des FC Chelsea keine wirklich Gefahr für das Tor der Gäste ausstrahlen.

Doch plötzlich ging es schnell. In der 36. Spielminute generierten die Spieler des FC Chelsea eine tolle Ballstafette, die Fernando Torres blitzsauber zur 1:0 Führung vollendete.

In der Folgezeit zog sich Chelsea London mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück und versuchte augenscheinlich diesen Vorsprung bereits in dieser frühen Phase der Begegnung zu verwalten.

Diese veränderte Taktik des Gastgebers aus London sollte sich noch vor dem Seitenwechsel rächen. Nach eine Flanke auf den zweiten Pfosten legte Juanfran den Ball quer auf Adrian Lopez, welcher den Ball humorlos in den Maschen des Tores der Londoner versenkte (44.).

Zurück aus der Halbzeit waren die Spanier sofort wieder am Drücker und bespielten die Gastgeber aggressiv.

Jedoch blieb es den Gästen in dieser Phase verwehrt diese Überlegenheit in Tore umzumünzen.

Es dauerte bis zur 60. Spielminute bis die Spanier das Spiel drehen konnten. Nach einer Flanke Atleticos stieg Samuel  Eto’o zu harte gegen Diego Costa ein und brachte diesen dadurch zu Fall. Klare Angelegenheit in dieser Situation auf Elfmeter zu entscheiden. Diesen verwandelte der Topstürmer der Madrilenen sich zur 2:1 Auswärtsführung.

Im weiteren Spielverlauf kam auch der FC Chelsea noch einmal gefährlich vor des Gegners Tor, konnte den Ball jedoch nicht zum Ausgleich in diesem unterbringen.

Auf der anderen Seite machten es die Gäste aus Spanien deutlich besser und entschieden diese Partie knapp 20 Minute vor dem Ende für sich.

Nach einem tollen öffnenden Pass legte Juanfran perfekt für Arda Turan ab, welcher den Ball mit dem ersten Kontakt an die Latte zimmerte und im Nachsetzen zum entscheidenden 3:1 vollendete (72.).

In der Schlussphase war es dann weiterhin Atletico, die das Spiel bestimmten und den Gegner nahezu vorführten. Die Spanier ließen in dieser Phase des Spiels nichts mehr zu und stehen damit verdient am 24. Mai 2014 im Stadtduell gegen Real Madrid im Finale von Lissabon auf dem Rasen.

Faire Geste

Nach dem Führungstreffer seiner Mannschaft stellte der Trainer der Blues, Jose Mourinho, erneut auf seine Beton – Taktik um, welche sich in diesem Spiel leider als völlig falsch erwies.

Die ersten 35. Minuten zeigten ein deutlich verändertes Chelsea, dass Hoffnung auf mehr machte. Doch scheinbar wird sich die Auffassung über Taktik und Spieleinstellung beim portugiesischen Startrainer nie ändern.

Zu mindestens scheint sich aber das Verhalten des Badboy – Mourinho abseits des Platzes zu ändern. Dies macht die Aussage von Atletico – Trainer, Diego Simeone, deutlich. Er bewundert die Geste seines Gegenübers an diesem Abend.

Bereits 10 Minuten vor Abpfiff, vor heimischem Publikum, dem Trainer der Rivalen zu gratulieren, zeigt wahre charakterliche Größe und eine tollen Sportsgeist. Eben genau dies, was dem Trainer des FC Chelsea eigentlich zu fehlen schien. Dafür gilt es höchsten Respekt zu zollen.

Autor: Tom Wolny

Rudi Völler: „Da hätten nicht viele drauf getippt.“

Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer Leverkusen, im Interview nach dem Unentschieden vor heimischen Publikum gegen Borussia Dortmund. Rudi Völler: „Da hätten nicht viele drauf getippt.“

Furioser erster Durchgang

Das Topspiel des 32. Spieltages zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund hatte diesen Namen völlig verdient. Von Beginn an zeigten sich beide Teams extrem motiviert und exzellent eingestellt. Die Werkself, wie auch de BVB warteten nicht ab was der Gegner zu bieten hatte, sondern pressten von Anfang an verdammt hoch.

Die Leverkusener erspielten sich dadurch zunächst ein leichtes Übergewicht, welches prompt belohnt wurde. In der siebten Spielminute war es die Flanke von Son, die Stefan Kießling zunächst an die Latte köpfte. Den zurückspringenden Ball konnte Lars Bender aus kürzester Distanz dann zur 1:0 Führung verwerten.

Nun zeigte Borussia Dortmund, warum sie zu den aktuell besten Mannschaften der Welt gehört und drehte spielte nun stark auf. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Marco Reus erreichte Oliver Kirch, der den Ball mit dem Kopf zum 1:1 Ausgleich ins Tor verlängerte (29.).

Damit war das Spiel wieder völlig offen und beide Mannschaften erspielten mit ihren herausragenden Offensivreihen Chancen im Minutentakt.

Das dritte Tor fiel zunächst für die Gastgeber. Kießling lies sich aus der Spitze fallen und passte den Ball auf Son, welcher den Ball zu Brandt auf den Flügel spielte. Der junge Leverkusener hob das Spielgerät gefühlvoll auf den langen Pfosten, wo Castro dieses gegen die Laufrichtung Weidenfellers zur erneuten Führung einköpfte (35.).

Nur wenige Minuten später klärte Roberto Hilbert eine Flanke des BVB im Strafraum mit der Hand. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marco Reus sicher zum 2:2 Pausenstand (39.).

Der zweite Durchgang zeigte sich ähnlich temporeich und hochinteressant wie die ersten 45 Minuten. Beide Mannschaften spielten vollkommen auf Sieg und pressten wiederum zeitig in der Hälfte des Gegners.

Doch leider wurden im Gegensatz zum ersten Durchgang die Chancen auf beiden Seiten nicht so effizient genutzt. Auf Seiten der Leverkusener vergaben Kießling (60./62.) und Julian Brandt (72.) gute Möglichkeiten zur erneuten Führung für ihre Mannschaften.

Auf Seiten der Gäste aus Dortmund war es Marco Reus, dessen Freistoß den Kopf von Mats Hummels nur knapp verpasste (78.).

In den Schlussminuten ereignete sich nur noch wenig, so dass das Spiel auf hohem Niveau und tollem Unterhaltungswert Unentschieden endete.

Klare Leistungssteigerung

Der Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen, Rudi Völler, spricht die klare Leistungssteigerung der Mannschaft mit dieser Aussage an.

Er ist sichtlich stolz auf die Leistung seines Teams, auch im Gegensatz zu den letzten Monaten, als die Werkself deutlich unter ihren Möglichkeiten agierte.

In seiner Aussage wird zu dem die klare Underdog – Rolle der Leverkusener vor diesem Spiel deutlich. Doch das Team von Interimstrainer Sascha Lewandowski spielte toll auf gegen den BVB aus Dortmund.

Anschließend an diese Aussage Völlers, zeigt sich auch der Geschäftsführer der Bayer – Elf sehr zu frieden und spricht von einem förmlichen Quantenspruch im Vergleich zu den vergangenen Spielen.

Fest steht, dass Leverkusen gegen ein bärenstarkes Dortmund klasse spielte und so auch in den beiden verbleibenden Partien im Kampf um die Champions League weiter hoffen darf.

Autor: Tom Wolny

Philipp Lahm: „Wir sind top aufgetreten und haben versucht ein Tor zu erzielen. Ich bin zuversichtlich für das Rückspiel.“

Datum: 23.04.2014         

Champions League Halbfinale: Real Madrid – FC Bayern München

Der Kapitän des FC Bayern München, Philipp Lahm, im Interview nach dem enttäuschenden 0:1 in Madrid. Philipp Lahm: „Wir sind top aufgetreten und haben versucht ein Tor zu erzielen. Ich bin zuversichtlich für das Rückspiel.“

Effektivität schlägt Ballbesitz

Von Beginn an präsentierte sich der deutsche Rekordmeister extrem dominant und spielbestimmend. Es entwickelte sich ein Spiel, bei dem die Verteidiger des FC Bayern auf Höhe der Mittellinie den Spielaufbau vorantrieben und defensiv eingestellte Madrilenen clever gegen den Ball arbeiteten.

Da es Real Madrid aber verstand intelligent und gezielt zu verschieben war es den Münchnern vergönnt gefährliche Torraumszenen herauszuspielen.

In der 19. Spielminute erwischten die Hausherren den Favoriten aus Deutschland mit einem Konter eiskalt. Ronaldo steckte einen perfekt getimten Pass auf Coentrao auf der linken Offensivseite der Gastgeber durch. Dieser spielte einen hervorragenden Querpass durch den Strafraum der Bayern, welchen Benzema am Ende dieses Spielzuges problemlos zur 1:0 Führung Madrids einschob.

Im weiteren Spielverlauf des ersten Durchgangs erwies sich die Spielweise der Spanier als deutlich effizienter. Immer wieder  kamen die Madrilenen gefährlich über die Außen vor das Tor von Manuel Neuer.

In den folgenden Minuten verpassten es die Gastgeber jedoch ihre Führung gegen zu hoch agierenden Münchner auszubauen. So vergaben Ronaldo (21./26.) und Di Maria (23.) gute Chancen zur Verbesserung des Ergebnisses.

Im zweiten Durchgang zeigte sich, dass der FC Bayern aus den Chancen Reals aus den ersten 45 Minuten gelernt hatte. Die Gäste zogen sich nun etwas weiter zurück und kontrollierten das Spiel jetzt aus etwas tieferer Staffelung.

Leider nahm diese taktische Korrektur dem Spiel seine Höhepunkte. Durch die weiteranhaltende Überhand an Ballbesitz der Münchner, aber Abnahme der Kontermöglichkeiten Madrids verflachte die Partie etwas.

Auch in der Schlussphase änderte sich nichts an der Darstellung des Spiels für den Zuschauer. Der FC Bayern kombinierte weiterhin ansehnlich, konnte jedoch die klaren Feldvorteile nicht in echte Chancen umwandeln. Zu dem versuchte es der Rekordmeister aus München mit Distanzschüssen, welche auch keinen Erfolg brachten.

Fehlende Zielstrebigkeit

Der Kapitän der Münchner, Philipp Lahm, spricht von einem sehr guten Auftritt seiner Mannschaft und ist zuversichtlich in Hinblick auf das Rückspiel im eigenen Stadion.

Er spricht weiterhin davon, dass die Mannschaft alles versucht hat, um ein Tor zu erzielen. Doch leider wurde dem externen Beobachter dieser Begegnung deutlich, dass die Münchner Bayern trotz des hohen Ballbesitzes absolut kein Mittel fanden, der Defensive der Madrilenen gefährlich zu werden.

Ganz im Gegenteil: die Münchner liefen mehreren gefährlichen Kontern hinter her und können sich nur bei Real bedanken, dass diese es versäumten das Ergebnis in die Höhe zu treiben.

So wird klar, dass dieser FC Bayern immer mehr an das verspielte Barcelona der letzten Jahre erinnert und es vermissen lässt an die Überlegenheit zusätzlich Zielstrebigkeit anzubringen, um ein Spiel siegreich zu gestalten.

Autor: Tom Wolny

Raphael Schäfer: „Wir versuchen, auf der letzten Rille ins Ziel zu kommen.“

Datum: 20.04.2014

31. Bundesligaspieltag: 1.FC Nürnberg – Bayer 04 Leverkusen

Torhüter und Kapitän des Clubs aus Nürnberg, Raphael Schäfer, im Interview nach der deutlichen Heimspielniederlage gegen Bayer Leverkusen und dem angestrebten Klassenverbleib. Raphael Schäfer: „Wir versuchen, auf der letzten Rille ins Ziel zu kommen.“

Vier Niederlagen in Folge

In der Anfangsphase dieser Begegnung wurde die unterschiedliche Spielanlage beider Mannschaften deutlich. Nürnberg versuchte über eine klare Ordnung die eigene anfällige Defensive zu stärken und aus dieser mit Kontern den Gästen zu begegnen.

Ganz im Gegenteil agierten die Leverkusener. Diese versuchten von Beginn an die komplette Breite des Spielfeldes zu nutzen und über die Außen zum Torabschluss zu kommen.

So gingen die Gäste auch in Führung. Boenisch setzte sich auf der linken Außenbahn durch und bediente eher unfreiwillig Spahic, welcher per Direktabnahme sehenswert zum 1:0 vollendete (16.).

Der Club aus Nürnberg versuchte nun alles und wurde in der 26. Spielminute mit dem Ausgleichstreffer belohnt. Marvin Plattenhardt zirkelte einen Freistoß aus etwas 25 Metern ins linke untere Eck.

Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs schalteten beide Mannschaften nun auf den offensiven Schlagabtausch und gönnten einander nichts. Doch kleine Ungenauigkeiten auf beiden Seiten verhinderten jeweils weitere Tore.

Die zweiten 45 Minuten begannen ohne jegliche Verschnaufpause. Leverkusen ging in der 48. Spielminute wieder nach einer Standartsituation erneut in Führung. Sebastian Boenisch erzielte das 2:1.

Im weiten Verlauf des zweiten Durchgangs wurde deutlich, dass der Club gegen den Abstieg spielt. Nach dem erneuten Rückstand verfielen die Nürnberger in eine Schockstarre und warteten förmlich auf weitere Gegentore.

Es dauerte dann jedoch bis zur 80. Spielminute, bis die Leverkusener ihre Führung ausbauen konnten. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Gäste blitzartig um und erzielten durch Spahic die 3:1 Führung.

Das Spiel war gelaufen und die vierte Niederlage des Clubs aus Nürnberg besiegelt. Da war das 4:1 der Gäste durch den eingewechselten Roberto Hilbert nur noch Zusatz auf den gesicherten Auswärtsdreier im Frankenland (87.).

Relegationsplatz 16

Raphael Schäfer fasst die Situation in Nürnberg richtig zusammen. Er spricht von der letzten Rille, in der man in dieser Situation ins Ziel kommen möchte.

Mit dem Ziel spricht er hier ganz klar die Relegation und die damit verbundene Hoffnung auf den Klassenverbleib an.

Die letzte Rille kann hier nur das Siegen, egal wie, gegen den drittplatzierten der 2. Bundesliga sein.

Denn so realistisch sollte auch ein Bundesligaprofi sein, der mitten im Abstiegskampf steckt – den sicheren und direkten Klassenerhalt können sich die Cluberer aus Nürnberg nach dieser deutlichen Niederlage vor heimischem Publikum nun abschminken.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „Wir hätten die Tore schon ein bisschen besser verteilen können.“

Datum: 12.04.2014

30. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – Borussia Dortmund

Trainer der Borussia aus Dortmund, Jürgen Klopp, nach dem deutlichen 3:0 Erfolg über den frisch gebackenen Deutschen Meister zur besseren Verteilung der Tore in Bundesliga und Champions League. Jürgen Klopp: „Wir hätten die Tore schon ein bisschen besser verteilen können.“

Offensivpressing bringt den Erfolg

Der BVB aus Dortmund zeigte sich von Beginn an dieser Partie in der gleichen Verfassung wie unter der Woche beim deutlichen 2:0 Erfolg gegen Real Madrid in der Champions League.

Der Rekordmeister hatte vor heimischem Publikum den erwartet hohen Ballbesitz, kam jedoch aufgrund des extrem hohen Pressings der Dortmunder keinerlei zur Entfaltung.

In der Anfangsphase zeigten sich nur wenig Höhepunkte, weil sich die Gastgeber auf das Ballverschieben in der eigenen Defensive beriefen und der Gast aus dem Ruhrpott nach gelungener Balleroberung nur wenig nennenswertes zeigte.

Mit der ersten richtigen Chance der Dortmunder fiel auch schon das 1:0. Nach einem Angriff über die linke Seite hatte Dante zum Einwurf geklärt. Jonas Hofmann brachte den Ball in den Strafraum, welchen Aubameyang direkt auf Reus weiterleitete, der wiederum für den unter der Woche noch gescholtenen Mkhitaryan ablegte, welcher die Führung erzielte (20.).

Bis zur 43. Minute ereignete sich im weiteren Spielverlauf des ersten Durchgang nur wenig, als die Münchner kurz vor der Pause ihr erstes Lebenszeichen in Richtung Roman Weidenfeller sendeten. Der Schuss von Mario Mandzukic stellte für den Borussen – Schlussmann jedoch keine echte Bewährungsprobe dar.

Der zweite Durchgang startete ähnlich fulminant wie die ersten 45 Minuten. Der BVB presste erneut sehr hoch und setzte die Bayern somit schon frühzeitig unter Druck. Nach einer Ecke verlor zunächst Ribery das Leder an Eric Durm, welcher den Ball auf Mkhitaryan weiterleitete. Der folgende Pass von Aubameyang auf Reus bescherte den Gästen die 2:0 Führung (49.).

Nur wenige Minuten später war es um den Rekordmeister geschehen. Nach einem langen Ball aus der Hälfte der Dortmunder war es Jonas Hofmann, der den Ball frei vor dem Tor in die Maschen hämmerte – 3:0 (56.).

Das Spiel war gelaufen. Im weiteren Spielverlauf schraubte die Borussia das hochangelegte Pressing zurück und lies den Gastgeber kommen.

Erst in der Schlussphase versuchten diese den Spielstand noch etwas zu korrigieren. Doch die Chancen im Minutentakt von Mandzukic (71.), Schweinsteiger (72.) und Dante (73.) blieben ungenutzt.

Nach diesen Möglichkeiten fing sich der BVB wieder und verdichtete die Räume erneut so gut, dass dem Deutschen Meister keine wirkliche Idee kam, den Anschlusstreffer zu erzielen. Somit gewann der BVB aus Dortmund deutlich mit 3:0 und wahrt die Distanz zum FC Schalke 04 im Rennen um Platz zwei in der Tabelle.

Rückblick auf die Champions League

Im Interview mit Jürgen Klopp nach dem Spiel wird deutlich, wie wichtig dieser deutlich Sieg für ihn und sein Team war. Gerade nach dem Ausscheiden aus der Champions League unter der Woche gegen Real Madrid war dieser Erfolg, gerade gegen den FC Bayern, Balsam für die gebeutelte BVB – Seele.

Der Trainer der Borussia blickt jedoch auch mit einem weinenden Auge auf die beiden Spiele zurück. Er spricht genau das an, was sich viele Dortmund – Fans denken, „Lieber ein weniger gegen Bayern und eins mehr gegen Real.“ So hätten sich sicherlich viele den Ausgang der beiden Spiele gewünscht.

Doch leider ist und bleibt Fußball kein Wunschkonzert. Festzuhalten bleibt, dass der BVB ein wahrlich tolles Spiel gegen den FC Bayern München, wie auch gegen Real Madrid, abgeliefert hat und somit die Hoffnung auf eine erfolgreiche neue Saison gewahrt ist – hoffentlich mit mehr Spannung in der Liga und einem langen Verbleib der deutschen Teams in der UEFA Champions League.

Autor: Tom Wolny

Hans – Joachim Watzke: „Das war ein fantastisches Spiel. Trotzdem sind wir enttäuscht. Wir waren ganz nah dran. Beim dritten Tor wäre Real Madrid tot gewesen. Und wir hätten es zwei oder drei Mal machen können.“

Datum: 08.04.2014         

Champions League Viertelfinale: Borussia Dortmund – Real Madrid

Der Geschäftsführer des BVB, Hans – Joachim Watzke, nach dem Champions – League – Viertelfinal –  Rückspiel vor heimischen Publikum gegen Real Madrid. Hans – Joachim Watzke: „Das war ein fantastisches Spiel. Trotzdem sind wir enttäuscht. Wir waren ganz nah dran. Beim dritten Tor wäre Real Madrid tot gewesen. Und wir hätten es zwei oder drei Mal machen können.“

Weidenfeller sorgt für die Initialzündung

Von Beginn an ließ der BVB erahnen, was an diesem Abend ihrerseits passieren sollte. Die Hausherren versuchten früh zu attackieren und so den Spielaufbau der Gäste schnellst möglich zu stören.

Real hingegen agierte die ersten Minuten eben so konzentriert und abgeklärt und passte sich dem frühen Pressing der Dortmunder an, in dem man sehr defensiv stand.

In der 16. Spielminute verstummte das komplette Stadion als die Defensiv – Taktik der Madrilenen aufzugehen erschien. Nach einer Flanke von Coentrao spielte Lukasz Piszczek den Ball im Strafraum mit der Hand – Elfmeter. Doch Roman Weidenfeller parierte diesen Strafstoß von Di Maria und der BVB fand zu einem Spiel, welches seines Gleichen sucht.

Die Dortmunder begannen nun noch früher zu attackieren und setzten die spanischen Gäste mit einem solch enormen Pressing unter Druck, dass diese damit nicht zu recht kamen.

Bereits in der 19. Spielminute vergab Henrikh Mkhitaryan nach toller Vorarbeit von Lewandowski und Reus eine fast schon hundertprozentige Chance zur frühen Führung.

Doch nur wenige Minuten später wurde das Spiel der Borussia belohnt als Reals Verteidiger Pepe nach einem langen Ball der Dortmunder patzte und Reus Casillas ausspielte und zur 1:0 Führung einschob (24.).

Die Gastgeber spielten sich weiter in einen Rausch, der gegen passive und zweikampfschwache Madrilenen unerklärlich schien. In der 32. Minute parierte Casillas einen Kopfball von Mats Hummels, ehe er in der 37. Spielminute das zweite Mal hinter sich greifen musste.

Nach einem Fehler im Aufbauspiel Reals schaltete Marco Reus schnell um und spielte Robert Lewandowski frei, welcher den Ball gekonnt ins lange Eck zur 2:0 Pausenführung schlenzte.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus der spanischen Hauptstadt besser ins Spiel und agierten nun selbst in der Offensive. Zweimal Gareth Bale (49./59.), gegen den Weidenfeller toll reagierte und Benzema (64.), der im letzten Moment noch von Hummels gestoppt werden konnte, vergaben gute Chancen auf den Anschlusstreffer.

Dieses Aufbäumen der Spanier hielt nicht lange an und der BVB kam stark zurück ins Spiel und erspielte sich Chance um Chance, die zum Leid der Dortmunder zum Teil kläglich vergeben wurden. Mit einem Dreierpack an sehr guten Möglichkeiten vergaben die Borussen einen weiteren Treffer, um das Hinspielergebnis zu egalisieren.

Zweimal Henrikh Mkhitaryan (65./68.) und einmal Kevin Großkreutz (70.) verpassten es die größte Druckphase der eigenen Mannschaft im zweiten Durchgang zu belohnen.

Im Anschluss an diese Chancen zeigten sich die Folgen des hohen Aufwandes der Dortmunder. In der Schlussphase mussten die Hausherren, geschuldet dieser enormen Energieleistung ihr Tempo etwas zurückschrauben, was Real natürlich entgegen kam.

Immer wieder blieben die Madrilenen in dieser letzten Phase des Spiels gefährlich über Konter, ohne das der BVB auf der anderen Seite noch einmal wirklich gefährlich werden konnte.

So scheidet ein herausragend spielender BVB im Rückspiel gegen Real Madrid aus der Champions – League – Saison 2013/14 nur denkbar knapp aus.

Versäumnis zur Erhöhung des Spielstandes

In der Aussage des Geschäftsführer von Borussia Dortmund wird die Enttäuschung über das Ausscheiden aus der Champions League deutlich.

Zum einen ist es großartig mit solch einem Spiel auszuscheiden, doch auf der anderen Seite ist es einfach nur traurig das Weiterkommen so knapp verpasst zu haben.

Anhand dieser Aussage wird außerdem klar, dass jeder gesehen hat, dass Real Madrid bei einem weiteren Tor der Dortmunder völlig tot gewesen und ein viertes Tor nur eine Frage der Zeit gewesen wäre.

Bei allem Lob und jeglicher Freude über dieses herausragende Spektakel übt Watzke auch Kritik an der Chancenverwertung und womöglich speziell an Henrikh Mkhitaryan, welcher beste Chancen vergab, in dem er davon spricht, dass die Möglichkeiten zur Erhöhung des Spielstandes mehrmals gegeben waren.

Autor: Tom Wolny