Pep Guardiola: „Wenn wir ins Viertelfinale der Champions League einziehen, dann kann das eine super Saison werden.”

Datum: 20.02.2015

Thema: FC Bayern München

Pep Guardiola: „Wenn wir ins Viertelfinale der Champions League einziehen, dann kann das eine super Saison werden.”

Der Trainer des Rekordmeisters spricht über die weitere Saison seiner Mannschaft. Guardiola geht davon aus, dass sich der weitere Verlauf der aktuellen Saison nach dem Erreichen des Viertelfinales sehr positiv gestalten kann.

Die Aussage des spanischen Trainers des FC Bayern München zielt dabei auf die mögliche Rückkehr eines lang vermissten Trios des amtierenden deutschen Meisters ab.

Pep Guardiola zeigt öffentlich zwar nicht, dass er seine so imminent wichtigen Spieler Philipp Lahm, Javi Martinez und Thiago Alcantara schmerzlich vermisst, doch diese Aussage lässt dies stark vermuten.

Er schwärmt von diesem Edeltrio und spricht darüber, dass sie alle Lösungen für das Spiel auf kleinem Raum haben und jegliche Konter des Gegners kontrollieren.

Doch abschließend im Interview zeigt sich die hohe Intelligenz des Trainers. Guardiola spricht, um die Teamchemie nicht zu gefährden, von einer tollen Hinrunde und lobt seine fitten Spieler, die ihre Sache auch ohne die Führungsspieler herausragend bewältigt haben.

Autor: Tom Wolny

Pal Dardai: “Es gibt einige Sachen, die wir verbessern müssen.”

Datum: 07.02.2015

Thema: Hertha BSC Berlin

Der neue Cheftrainer des Hauptstadtclubs lies am Dienstagvormittag hart trainieren. Pal Dardai bat die Berliner Profis zur Vormittagseinheit zum Zirkeltraining auf den Platz. Trainiert wurde mit Hanteln, Medizinbällen und Schläuchen.

Dardai spricht davon, dass es einige Sachen im Training auch am Trainingszustand der Spieler zu verbessern gilt. Mit der Tatsache, dass der neue Coach die grundlegenden Tugenden und Voraussetzungen seiner Schützlinge schulen muss, übt eine gewisse Kritik an seinem Vorgänger.

Damit stellt der Neu – Coach die komplette Arbeit von Jos Luhukay in Frage. Denn mit den Grundlagen im Fußballsport zu beginnen, um den Erfolg wiederherzustellen zeigt, dass vieles in den letzten Wochen und Monaten unter dem alten Trainer schief lief.

Abschließend schießt Dardai noch einmal einen Pfeil in Richtung Luhukay nach, in dem er seine Aussage zum Ende konkretisiert: „Körpersprache, Spannung, Kraftschnelligkeit – wir müssen einiges tun für unsere Fitness.“

Nicht das Pal Dardai die Aussage, dass es viele Sachen gäbe, die zu verbessern sind, stehen lässt – nein, er unterstreicht die Kritik an der Arbeit von Jos Luhukay noch einmal, in dem er betont, dass es Einiges für die Fitness seiner Spieler zu tun gibt.

Nun stellt sich die Frage, welche Differenzen zwischen Dardai und Luhukay bestehen oder ob der Fitnesszustand der Hertha – Profis in der Tat nicht Bundesligareif erscheint.

Autor: Tom Wolny

Pep Guardiola: „Ich bin sehr, sehr zufrieden. Gegen diese Mannschaft ist es nicht einfach. Wir haben das Spiel kontrolliert, hatten genug Torchancen.“

Datum: 03.02.2015

19. Bundesligaspieltag: FC Bayern München – FC Schalke 04

Pep Guardiola: „Ich bin sehr, sehr zufrieden. Gegen diese Mannschaft ist es nicht einfach. Wir haben das Spiel kontrolliert, hatten genug Torchancen.“

Der spanische Trainer des deutschen Rekordmeisters honoriert die Leistung seiner Mannschaft in Unterzahl gegen den FC Schalke 04 mit diesem Statement.

Er spricht davon, dass er mit dem Spiel und dem Auftreten der Münchner sehr zufrieden war, vor allem nach der zeitigen roten Karte gegen seinen Abwehrchef Jerome Boateng.

Zeitgleich lobt er die Mannschaft von Gästetrainer Roberto Di Matteo. Der Spanier spricht dabei von einer guten Mannschaft gegen die es nie leicht ist, zu gewinnen.

Unrecht hat der vorzeige Trainer als er sagt, seine Mannschaft habe sich genug Torchancen erarbeitet. Fragt man hier die 75.000 Zuschauer der Begegnung begegnen sicherlich 100% dieser mit Ablehnung auf diese Aussage.

Denn die Partie lies über 90 Minuten kaum Höhepunkte zu und zeigte sich nur in den wenigen Minuten, als die Tore fielen, interessant.

Autor: Tom Wolny

Schwierige Wochen beim BVB

Datum: 02.12.14

Der Vizemeister des vergangenen Jahres befindet sich wohl in der schwersten Krise in der Ära Jürgen Klopp.

Der Kapitän des BVB, Mats Hummels spricht offen über einen Trainerrücktritt und weist diesen vehement zurück.

Er bringt dabei deutlich zum Ausdruck, dass die gesamte Mannschaft hinter ihrem Erfolgstrainer steht und niemand intern solche Gedanken hortet.

Des Weiteren macht er deutlich, dass er auch ausschließt, dass der Trainer selbst so denkt, da er stets volle Unterstützung und Rückendeckung aus der Mannschaft und der Führungsetage erhält.

Nun bleibt nur abzuwarten, wie, wann und ob es dem BVB überhaupt gelingt die sportliche Talfahrt abzuwenden und so auch die Fragen um das Amt des Trainers so schnell wie möglich zu begraben.

Autor: Tom Wolny

Fuchs äußert offen Zweifel

Datum: 01.12.14

Dem FC Schalke 04 ist die Wiedergutmachung nach dem Champions League Debakel unter der Woche gegen den FC Chelsea London gelungen.

Die „Knappen“ setzten sich völlig verdient und souverän gegen unterlegene Mainzer durch. Doch Christian Fuchs bringt neue Brisanz in das Thema FC Schalke 04.

Der Österreicher übt offen Kritik am Systemwechsel des Trainer in der Champions League im Gegensatz zur Bundesliga. In dieser agierte die Mannschaft sicher und fuhr Siege gegen Wolfsburg und jetzt gegen Mainz ein.

Fuchs sprach außerdem davon, dass sich das Team mit diesem 3 – 5 – 2 sicher und wohl fühle und damit kein Grund für einen Wechsel bestanden hätte.

Doch ob dieser verbale Ausflug in die Interna des Mannschaftsgefüges dem Verein und speziell Christan Fuchs wohl tat, bleibt nur abzuwarten und schließt eventuelle Konsequenzen nicht aus.

Autor: Tom Wolny

Thomas Müller: „200 Ballkontakte! Dafür brauche ich eine ganze Saison.”

Datum: 27.09.2014

6. Bundesligaspieltag: 1. FC Köln – FC Bayern München

Thomas Müller, Nationalspieler im Trikot des FC Bayern München, nach dem Spiel gegen den 1. FC Köln über die 206 Ballkontakte von Xabi Alonso. Thomas Müller: „200 Ballkontakte! Dafür brauche ich eine ganze Saison.”

Verdienter FCB – Sieg

Mit dem Anpfiff zu den ersten 45 Minuten dieser Partie machte der deutsche Rekordmeister sofort klar, wer hier Herr im Hause sein wird.

Die Gäste aus München drückten mit Beginn der Begegnung die Gastgeber tief in die eigene Hälfte. Sofort lag eine Hohe Gefahr für das Tor der Kölner in der Luft.

Die Kölner standen vor heimischen Publikum tief und liefen dem Ball nur hinter her. Bei eigenem Ballbesitz suchte man das Heil über lange Bälle auf Ujah. Doch dieser hatte einen schweren Stand allein gegen in Überzahl agierende Bayern – Verteidiger.

So war die Führung der Gäste in der 19. Spielminute vollkommen verdient. Nach einem leichten Ballverlust der Kölner ging es schnell. Rafinha passte auf Müller, welcher nur noch auf den am zweiten Pfosten lauernden Götze querlegte. Dieser hatte leichtes Spiel und markierte den ersten Treffer des Spiels.

Der Rekordmeister war in allen Belangen überlegen und spielte den Gegner an die Wand. In der Offensive glänzten die hochklassigen Einzelspieler und in der Defensive zelebrierte man aggressives Gegenpressing, welches den Gegner keinen Raum zur Entfaltung ließ.

Mit weiteren Torchancen, jedoch keinem Torerfolg gestaltete sich der restliche Verlauf des ersten Durchgangs.

Die zweiten 45 Minuten präsentierten die gleichen Verhältnisse, wie zu vor in der ersten Hälfte. Die Münchner suchten mit viel Ballbesitz und Sicherheit die Lücke in der Kölner Defensive. Phasenweise erinnerte diese Begegnung an ein Handballspiel, da die Bayern die Kugel rings um den Strafraum laufen ließen.

Es dauerte jedoch bis zur 66. Spielminute ehe der amtierende deutsche Meister seine Führung ausbauen konnte – mit Unterstützung der Gastgeber. Nach einer Hereingabe von Mario Götze wurde Daniel Halfar von Alaba der Art bedrängt, dass dieser das Eigentor nicht verhindern konnte.

Der restliche Verlauf dieser Bundesliga – Partie lässt sich schnell analysieren. Weiterhin überlegene und unantastbare Bayern zeigten ein hohes Maß an Souveränität, so dass die Partie keine Spannung mehr erfuhr und es bei einem 2:0 Auswärtserfolg für den FC Bayern blieb.

Alonso knackt Rekordmarke

Kaum drei Wochen agiert der erfahrene Spanier, Xabi Alonso, als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive bei den Münchner Bayern. Doch schon jetzt zeigt er sich als einer der wohl besten Transfers des Vereins. Er fungiert als Denker und Lenker aus dem zentralen Mittelfeld heraus und reist das Spiel förmlich an sich.

Nun knackte Alonso schon den ersten Rekord in der Bundesliga, welchen sein aktuell verletzte Teamkollege, Thiago, im letzten Jahr erst erneuerte.

Mit 206 Ballkontakten in einem Spiel zeigt der Spanier welche Klasse, aber auch welche Funktion er im Team der Münchner einnimmt.

Wie enorm diese Zahl für einen Spieler in der höchsten deutschen Spielklasse ist, beweist die zwar etwas überspitzte und übertreibende Aussage von Thomas Müller.

Die Anzahl der Ballkontakte und der damit verbundene Rekord sowie die Aussage des Kollegen zeigen die Wichtigkeit des ehemaligen Weltmeisters und machen den FC Bayern München noch stärker und unberechenbarer.

Autor: Tom Wolny

Jürgen Klopp: „Wir haben heute 2:2 gewonnen.“

Datum: 20.09.2014

5. Bundesligaspieltag: Borussia Dortmund – VFB Stuttgart

Der Trainer des Champions – League – Teilnehmers Borussia Dortmund, Jürgen Klopp, ist sichtlich glücklich über das 2:2 Unentschieden gegen den VFB aus Stuttgart. Jürgen Klopp: „Wir haben heute 2:2 gewonnen.“

Disziplinierter VFB mit Unentschieden

Die Partie zeigte sich mit Beginn an so, dass der BVB mit viel Ballbesitz auf eine tiefstehende Gäste – Elf traf. Der Ballbesitz allein reichte jedoch nicht, um ein wirkliches Übergewichtig herzustellen, da die Schwaben dem Gastgebern nur wenig Raum für Kombinationen ließen.

In dieser Phase der Partie wirkte der BVB zu ideenlos und lies somit die notwendige Gefahr vor dem Tor vermissen. Auch auf der Gegenseite passierte wenig, weil der VFB sein angestrebtes schnelles Umschaltspiel unsauber zu Ende spielte und so dem Tor von Roman Weidenfeller nicht näher kam.

In Mitte des ersten Durchgangs erspielten sich die Gäste aus Stuttgart mehr Ballbesitz und zogen ihr eigenes Kombinationsspiel auf, während das Team von Jürgen Klopp häufig zu umständlich agierte.

Bis zum Pausenpfiff hatten beide Teams Tormöglichkeiten, die sie jedoch nicht nutzen konnten. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. In der 48. Spielminute gingen die Gäste durch Didavi in Führung, nach dem es dem BVB nicht gelang den Ball entscheidend zu klären.

Nach dem Rückstand war es das größte Problem der Westfalen, die Kugel im letzten und somit gefährlichen Drittel an den eigenen Mann zu bekommen. So dass man keine wirkliche Gefahr vor dem Stuttgarter Tor versprühte.

Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs versuchten die Dortmunder nun mehr Akzente in der Offensive zu zeigen, erlebten jedoch das Gegenteil. Nach einem langen Ball von Stuttgarts Rüdiger, war es Schmelzer der den Ball genau vor die Füße von Werner abwehrte. Dieser legte quer auf Didavi, welcher auf 2:0 erhöhte (68.).

Von diesem Zwei – Tore – Rückstand schienen die Gastgeber scheinbar zu erwachen und konnten bereits wenige Minuten später durch das Tor von Aubameyang auf 1:2 verkürzen (73.).

Die Schlussphase brach an und Dortmund drängte auf den Ausgleich. Geschuldet diesem offensiven Anrennen, offenbarte der BVB defensive Lücken, wodurch die Gäste zu Chancen kamen, jedoch nicht auf die Entscheidung erhöhen konnten.

So war es der BVB, welcher in Person von Immobile in der 86. Spielminute nach einer Flanke von Marcel Schmelzer den Ausgleich und auch gleichzeitig das Endergebnis herstellte.

Glücklicher Trainer

In der Aussage von Jürgen Klopp, dem Trainer des BVB, wird deutlich wie glücklich die Dortmunder über diesen Punktgewinn sein können. Klopp spricht von einem gedachten Erfolg für seine Mannschaft, die nach dem 2:0 Rückstand noch zurück ins Spiel fand und nur wenige Minuten vor Schlusspfiff den Ausgleich erzielte.

Auf der einen Seite muss man in Anbetracht dieser Tatsache der Aussage von Jürgen Klopp besteuern. Jedoch ist jedem Zuschauer und Experten sicherlich klar, dass dieses Unentschieden vor heimischen Publikum für den Meisteranwärter unter dem Strich viel zu wenig ist.

Nun muss der BVB in den nächsten Wochen beweisen, dass der Kader in der Breite stark genug ist, um auf der internationalen und nationalen Bühne gleichzeitig zu bestehen.

Autor: Tom Wolny

Thomas Schaaf: „Die Schiedsrichter haben, glaube ich, ein Training gehabt, wie einer natürlich oder unnatürlich fällt.“

Datum: 20.09.2014

4. Bundesligaspieltag: FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt

Thomas Schaaf, Trainer der Eintracht aus Frankfurt, nach dem Bundesligaspiel gegen den FC Schalke 04 über die umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen. Thomas Schaaf: „Die Schiedsrichter haben, glaube ich, ein Training gehabt, wie einer natürlich oder unnatürlich fällt.“

Turbulente Partie

Die Gäste aus Hessen begannen forsch und strebten ein zielstrebiges Spiel nach vorn an. Prompt brachte die erste gute Möglichkeit der Frankfurter schon den ersehnten Erfolg.

Nach einem übersehenen Handspiel von Schalkes Ayhan und des in dieser Auslegung der Situation folgerichtigen Eckballs, war es Alexander Meier, welcher den Ball  nach einer Flanke von Djakpa und einem verunglückten Klärversuch von Boateng zum 1:0 für Frankfurt über die Linie drückte (14.).

Im weiteren Spielverlauf gelang es den „Knappen“ nicht spielerische Mittel zu finden, um den Gästen wirkliche Parole zu bieten. Ganz im Gegenteil: die Hessen zeigten sich weiterhin überlegen und erzielten so auch Treffer zwei.

In der 24. Spielminute war es Russ, welcher sich gleich gegen zwei Schalker durchsetzte und maßgenau mit einem technisch anspruchsvollen Außenristschuss zur 2:0 Führung einnetzte.

Erst mit diesem Zwei – Tore – Rückstand entwickelten die Gelsenkirchener einen Plan um der Defensive der Frankfurter gefährlicher zu werden. Doch die Möglichkeiten von Aogo und Meyer brachte nicht den gewünschten Torerfolg.

Jedoch gelang den Gastgebern mit großzügiger Unterstützung des Unparteiischen vor der Pause der Anschlusstreffer. Nach einer überzogenen Handelfmeterentscheidung war es Choupo – Moting, welcher den fälligen Strafstoß per Lupfer verwandelte (40.).

Zurück aus den Kabinen war es der S04, der sofort zielstrebiger und agiler wirkte. Mit diesem Schwung schafften es die Schalker  mit dem Tor kurz vor der Halbzeit und einem  Weiteren nur wenige Minuten nach der Halbzeit die Führung der Gäste aus Frankfurt zu egalisierten.

Nach einer Flanke des Torschützen der Schalker aus Durchgang eins, war es Julian Draxler, welcher den Ausgleich per Kopf markierte (50.).

Gerade als die Gastgeber dominanter wurden und auf die Führung drängten, schwächte sie sich selbst. Erst sah Boateng wegen eines taktischen Fouls seine zweite Gelbe Karte (61.), bevor sich Torschütze Draxler zu einer Tätlichkeit hinreisen lies (71.) und so die zweite Rote Karte binnen weniger Minuten sah.

In der Schlussphase versuchte sich die nun in Überzahl agierende Eintracht nochmals mit Offensivaktionen. Doch scheiterte an eigener Ideenlosigkeit und fehlendem Tempo.

Das Ende der Begegnung besiegelte nicht ein weiterer Treffer, sondern ein weiterer Platzverweis. Auch die Eintracht dezimierte sich in den Schlussminuten (85.).

Schiedsrichter in der Kritik

Thomas Schaaf, Trainer der Frankfurter Eintracht, äußert sich sehr kritisch zur Schiedsrichterleistung des Unparteiischen an diesem Tag.

In seiner Aussage wird deutlich, wie unzufrieden er mit den Entscheidungen an diesem Tag ist. Damit spricht er auf die zwar berichtigten, aber vielen Platzverweise an und auf die völlig falsch geahndeten Handspielentscheidungen, die das Spiel maßgeblich beeinflussten.

In den folgenden Wochen bleibt nur zu hoffen, dass der Schiedsrichter aus Stuttgart seine Leistungen steigern kann und so mehr dem Geschmack der  Trainer entspricht.

Autor: Tom Wolny

Jens Keller: „Ich bin wahnsinnig stolz. Das war unglaublich gegen so eine Mannschaft und bei den Problemen, die wir haben.“

Datum: 17.09.2014         

Champions League Gruppenphase: FC Chelsea London – FC Schalke 04

Jens Keller, Trainer des FC Schalke 04, nach dem tollen Auftritt seiner Mannschaft im ersten Gruppenspiel an der Stanford – Bridge gegen den FC Chelsea London. Jens Keller: „Ich bin wahnsinnig stolz. Das war unglaublich gegen so eine Mannschaft und bei den Problemen, die wir haben.“

Wichtiger Punktgewinn

Die Gastgeber kamen mit viel Tempo und Elan aus der Kabine und setzten die Gäste aus Gelsenkirchen schon früh unter Druck. Hingegen der FC Schalke 04 war auf die Sicherheit und Staffelung der eigenen Defensive bedacht.

Dennoch gingen die Blues früh in diesem Spiel in Führung. Bereits in der 10. Spielminute war es Cesc Fabregas, welcher nach einem tollen Doppelpass mit Eden Hazard frei vor Schalkes Schlussmann, Ralf Fährmann, nur noch einzuschieben brauchte.

In den Folgeminuten war es den „Knappen“ anzumerken, dass sie den frühen Rückstand zunächst verdauen mussten. So war es der FC Chelsea, welcher immer wieder, insbesondere über die linke Angriffsseite und Hazard, gefährlich in den Strafraum von Fährmann eindrang.

Die Initialzündung gab Schalkes Sam, welcher mit einem Distanzschuss den Rückhalt der Blues das erste Mal prüfte. In der Folge dessen kamen die Gäste besser ins Spiel, weil der Gastgeber schlechter verteidigte und so mehr Räume zum Spielen gewährte.

Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten fanden die Londoner eher sporadisch den Weg nach vorn, blieben aber weiterhin extrem gefährlich. Auf Seiten der Schalker waren es Draxler und Boateng, welche gute Chancen auf den Ausgleich nur denkbar knapp vergaben.

Zurück aus den Kabinen zeigten sich die Hausherren erneut sehr dominant. In der 49. Und 60. Spielminute war es Didier Drogba, welcher es mit seinen guten Möglichkeiten verpasste, das Ergebnis zu erhöhen und so das Spiel bereits in eine entscheidende Richtung zu lenken.

Dieser schlechte Umgang mit Chancen sollte sich nur wenige Augenblicke später rächen. Nach Huntelaars Balleroberung in der eigenen Hälfte und der Kombination mit Draxler war der Niederländer plötzlich in gefährlicher Schussposition vor dem Tor der Blues.

Diese Position nutzte der Top Torjäger der Gelsenkirchener und egalisierte mit seinem platzierten Schuss die Führung der Gastgeber (62.).

Nach einigen Minuten der Sammlung und neuer Konzentration durch die Blues, setzten diese zu einer Schlussoffensive an.

Doch in den verbleibenden 20 Minuten kämpften die Schalker aufopferungsvoll und hatten zu dem etwas Glück, dass die Londoner ihre Chancen durch Remy (76.), Hazard (83.) und Terry (90.) nicht nutzten.  So blieb es bei dem zufriedenstellenden Unentschieden zwischen dem FC Chelsea und Schalke 04.

Zufriedener Trainer

Jens Keller, der Trainer der Schalker, zeigt sich über dieses Spiel und vor allem über das Ergebnis sehr erfreut. In dem Interview nach dem Spiel lobt er die Moral und Einstellung seiner Mannschaft und freut sich über den Punktgewinn.

Anlass zu dieser großen Freude über einen Punkt gibt die gesamte Situation. Wie es Keller bereits anspricht haben es die Schalker geschafft einer der reichsten und international top besetzten Mannschaften ein Unentschieden vor deren heimischen Publikum zu entführen.

Hinzukommend zeigt sich noch die aktuelle Verletztenliste der „Knappen“. Gleich mehrere Stammspieler, rund um Kapitän Benedikt Höwedes, fallen aus.

Umso höher ist dieser Punktgewinn und Erfolg auswärts in London anzuerkennen. Genau dies spricht Jens Keller hier an und lobt somit sein Team.

Autor: Tom Wolny

Karl Gernandt: „Wir werden nicht in Panik verfallen, werden nicht handeln – das kann ich zu 120 Prozent sagen.”

Datum: 14.09.2014

3. Bundesligaspieltag: Hannover 96 – Hamburger SV

Der Chef des Aufsichtsrates beim Hamburger SV, Karl Gernandt, zur Trainersituation nach der Niederlage bei Hannover 96. Karl Gernandt: „Wir werden nicht in Panik verfallen, werden nicht handeln – das kann ich zu 120 Prozent sagen.”

HSV stürzt in Krise

Die Anfangsphase der Partie zeigte, dass die Hausherren zunächst spielbestimmend auftraten. Das Plus an Zweikämpfen und eine höhere Einsatzbereitschaft sowie Laufbereitschaft ließen das Übergewicht der Gastgeber entstehen.

Bereits nach 13 Spielminuten konnte die HSV – Defensive der Offensiv Wucht der Korkut – Elf nicht mehr Stand halten. Nach einer Maßflanke von Albornoz köpfte Andreasen im Luftduell mit Ostrzolek unhaltbar zur 1:0 Führung ein.

In der Folgezeit zeigte sich die Slomka – Elf jedoch unbeeindruckt vom Rückstand und investierte nun mehr in die eigene Offensive. Lasoggas Kopfball und Holtbys Volleyschuss verfehlten jedoch das Tor denkbar knapp.

Die bessere Spielanlage zeigten aber die Niedersachsen. Gerade im Umschaltspiel präsentierten sich die Gastgeber äußerst stark.

Dieses schnelle Umschaltspiel stellte die HSV – Defensive immer wieder vor große Probleme. In der 24. Spielminute war es dann Sobiech, der den Ball nach einem Querpass von der Grundlinie im Dreikampf, über die Linie drückte und so die Führung für Hannover ausbaute.

In der Phase vor dem Halbzeitpfiff schraubten die Gäste das Tempo zurück und ließen den HSV etwas mehr Chancen zu eigener Entfaltung. Die sich bietenden Räume konnten die Hamburger jedoch nicht zum Anschlusstor noch vor der Pause nutzen.

Die zweite Halbzeit dieser Begegnung zeigte sich intensiv und weiterhin hart umkämpft. Die Rollenverteilung des Spiels war nun klar definiert. 96 beschränkte sich offensiv nur noch auf Nadelstiche und der HSV suchte vergeblich nach dem Schlüssel die gut gestaffelte Hannover Defensive zu knacken.

Doch die einzig nennenswerte Aktion hatte der eingewechselte Rudnevs, welcher den Ball nach einer Flanke aus dem Außenraum knapp am Tor vorbeischoss (66.).

Im Anschluss verteidigte Hannover souverän und lies keine echten Chancen mehr zu. So blieb es bei einem klaren Heimsieg und einem tollen Auftakt für die Niedersachsen. Hingegen legt der HSV einen klassischen Fehlstart hin und rangiert nun mit keinem eigenen Tor auf dem letzten Tabellenplatz.

Hamburger Ausnahmezustand

In Hamburg herrscht früh in der Saison schon wieder einmal Krisenstimmung. Getätigte Aussagen vom Vortag zählen Folgetag schon nicht mehr. In seinem Interview direkt nach dem Spiel garantierte HSV Aufsichtsrat – Boss Karl Gernandt seinem Trainer Mirko Slomka noch volle Rückendeckung.

Die Führungsebene und der Verein wollen nicht in eine Panik verfallen und bezogen auf den Trainer nicht mit einem Wechsel reagieren.

Doch wie es zu aktuellen Zeiten beim Hamburger SV üblich ist, reagieren die Verantwortlichen schnell und oftmals kopflos. Nun, nach drei Spielen, einem Punkt und dem letzten Tabellenplatz begründet man den absoluten Fehlstart der Mannschaft mit der inakzeptablen Leistung des Trainers.

Mirko Slomka wurde bereits am Montagabend entlassen und ist damit nicht mehr Trainer des Tabellenachtzehnten der Fußballbundesliga.

Ob sich diese Entscheidung der Führungsetage des Bundesliga – Dinos bestätigen lässt oder ob man im Norden des Landes wieder einmal unüberlegt und mit einem Schnellschuss gehandelt hat, müssen die Leistungen der Mannschaft in den kommenden Wochen zeigen.

Autor: Tom Wolny